Die Telekom errichtet auf einem Teil des etwa 9000 Quadratmeter großen Grundstücks ein Service Center für rund 260 Mitarbeiter.
Drei mächtige Baukräne machen weithin sichtbar deutlich, was sich an der Ecke Rosenberg-/Knorrstraße in Heilbronn seit geraumer Zeit tut: Die Telekom errichtet auf einem Teil des etwa 9000 Quadratmeter großen Grundstücks ein Service Center für rund 260 Mitarbeiter. Zeitgleich entsteht auf dem bislang unerschlossenen Baugrund ein Parkdeck mit bis zu 35 Stellplätzen.
Der vierstöckige, 70 Meter lange und 15 Meter breite Neubau mit Pausen-, Schulungs- und Besprechungsräumen soll zum 1. März 2011 fertiggestellt sein. Anschließend werden Mitarbeiter aus dem Telekom-Gebäude gegenüber an der Rosenbergstraße hier neue Arbeitsplätze beziehen. Was mit dem bestehenden Gebäude geschieht, war gestern nicht zu erfahren.
Neues Konzept
Investor des auf rund sieben Millionen Euro veranschlagten Bürohauses ist die Heilbronner Assenheimer Immobilien GmbH Co. KG. Sie hat das seit 30 Jahren brach liegende Gelände von der Telekom erworben. "Hintergrund des neuen Standorts ist das Konsolidierungskonzept der Telekom Service Center", erläutert Cordelia Hiller, Pressesprecherin der Telekom. Mit der Zusammenlegung von 63 Standorten bundesweit zu 33 größeren Centern investiere die Telekom bis Mitte 2011 rund 70 Millionen Euro in ihren Kundenservice.
Ärger
Mit Bekanntwerden der Bauaktivitäten regte sich zwischen Rosenberg- und Schoettlestraße heftiger Bürgerprotest. Mehr als 100 Einsprüche von Anwohnern und Hauseigentümergemeinschaften waren bei der Stadtverwaltung eingegangen. Dirk Assenheimer, Chef der Assenheimer Immobilien-Verwaltungs GmbH und des gleichnamigen Mercedes-Autohauses, denkt an diese Zeit nur "sehr ungern" zurück: "Die Menschen haben schlichtweg vergessen, dass sie in einem Gewerbegebiet wohnen und haben sich an den unverbauten Blick gewöhnt." Enttäuscht ist Assenheimer, dass er nie seine Pläne den Kritikern erläutern durfte: "Wir bauen niedriger, und die Klimageräte werden ob der Lärmemissionen eingekapselt", sagt er heute.
Weitere Projekte
Den Vorwurf von Anwohnern, "der Assenheimer könne nicht genug bekommen", kontert der Unternehmer: "Mein Engagement ist auch Teil einer wohl überlegten Familienpolitik: Ein Sohn soll einmal das Autohaus, der andere die Immobilienfirma fortführen. Jeder soll eigenständig unternehmerisch tätig sein. Deshalb habe ich vor zwei Jahren die Immobilien-Verwaltungs GmbH gegründet."
In einem zweiten Bauabschnitt plant Dirk Assenheimer an der Ecke Rosenberg-/Knorrstraße ein weiteres Bürogebäude in Kubusform, ehe dann in einem letzten Akt im Bereich Knorr-/Schoettlestraße ein Gebäude mit 30 bis 32 Wohnungen entstehen soll. Für beide Projekte gibt es noch keine zeitlichen Fenster.
Quelle Heilbronner Stimme vom 20. Juli 2010 von Joachim Friedel www.stimme.de 
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