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Weltmarktführer bewegt 15.000 Tonnen
     
 
 

18.8.10

 

Stadt, Land, Fluss, Weltmeere – die Fahrzeugkonzepte der TII Gruppe (SCHEUERLE, NICOLAS, KAMAG) meistern Logistikwege auf nahezu jedem Gelände.

Die Weltmarktführer in der Herstellung von Schwerlast- und Spezialfahrzeugen sind Profis, wenn es darum geht Schweres an schwer zugängliche Orte zu bewegen. Im November 2009 brachte SCHEUERLE als Weltneuheit den neuen InterCombi PB (PowerBooster) mit zuschaltbaren Antriebsachsen auf den Markt. Nach mehreren Testfahrten wurden nun bereits die ersten erfolgreichen Transporteinsätze mit der Technik-Neuheit durchgeführt. Der InterCombi PB kann sowohl als selbst fahrende Einheit als auch gekuppelt mit weiteren InterCombi Plattformwagen betrieben werden.

Ende Juni 2010 fuhr ein Fahrzeugkonvoi mit dem InterCombi PB - nach zahlreichen Tests auf dem SCHEUERLE Gelände - erstmalig raus auf deutsche Straßen. Begleitet von TÜV, SCHEUERLE Ingenieuren, Kübler Geschäftsführer Heinz Rößler und Kübler Fahrer Frieder Saam wurden Testfahrten mit den neuen Achsen durchgeführt. Die Spedition Kübler setzt als erste Transportfirma den InterCombi PB für Transporte ein. Auf einer Strecke von 6 km in Richtung „Heuberg“ und zurück gilt es sowohl als gezogene Einheit als auch als Zusatzantrieb einen sicheren Transportablauf zu garantieren.

Die zweite Testfahrt führt ebenfalls nach Heuberg. Diesmal stellt die Spedition Kübler die Zugmaschine zur Verfügung und führt erstmalig selbst den Testtransport durch. Wieder mit von der Partie ist Fahrer Frieder Saam, der eigens den Konvoi steuert.

Nach diesen erfolgreichen Testfahrten wurde am 22. Juli 2010 nun bereits der erste offizielle Transporteinsatz in Crailsheim durchgeführt. Hierbei handelte es sich um die innerbetriebliche Umsetzung einer 60 Tonnen schweren Bearbeitungsmaschine der Firma Voith. Für die 13 m lange, 3 m breite und 3,40 m hohe Maschine kamen 6 Achsen InterCombi PB sowie ein PPU zum Einsatz. Aufgrund der beengten Verhältnisse war es nicht möglich, die gezogene Kombination mit Zugmaschine einzusetzen, mit der die Voith Bearbeitungsmaschine angeliefert wurde. Die Maschine wurde deshalb von der Zug-Kombination auf die selbstfahrende 6-Achs Einheit umgeladen und per Fernsteuerung in die Halle rangiert. Enge Hallendurchfahrten sowie die Größe der Ladung, die über das Fahrzeug hinausragte, erschwerten die Positionierung der Bearbeitungsmaschine. Doch der Lenkeinschlag von 60° sowie die optimierte Lenkgeometrie garantierten hohe Manövrierbarkeit auch auf engstem Raum.

„Bei den ersten Einsätzen haben wir innerbetriebliche Transporte mit Achslasten bis 36 t durchgeführt. Die Verhältnisse in den Werkshallen waren teilweise so eng, dass bei der theoretischen Planung mit CAD keine Luft blieb. Unser Fahrer konnte aber mit dem Power Booster so gefühlvoll rangieren, dass man wirklich auf den Millimeter genau fahren konnte. So gelang es, den vorhandenen Platz optimal auszunutzen und die Anlagenteile an den geplanten Ort in der Halle zu bringen. Der Lenkeinschlag von 60 ° ist bei solchen Einsätzen wirklich Gold wert.“ Heinz Rößler, Geschäftsführer Spedition Kübler

Der nächste Einsatz der Spedition Kübler mit 2 x 4-Achs InterCombi PB Achsen fand in Pappenheim bei Riedl & Stöcker statt. Hier ging es um die Verladung einer 235 Tonnen schweren Spritzgussmaschine von einer Produktionshalle in die nächste. Bei einer 4,10 m hohen Ladung und einer nur 5 m hohen Halle gar nicht so einfach! Bei einer minimalen Fahrzeughöhe von gerade mal 865 mm ist dies jedoch möglich. Der InterCombi PB wurde in seine minimale Fahrposition gebracht und millimetergenau durch die Produktionshallen gefahren.

In Zukunft werden zahlreiche weitere innerbetriebliche Umsetzungen mit dem InterCombi PB durchgeführt. Der nächste Transport wird wieder in Pappenheim stattfinden, bei welchem sogar noch geringere Hallenplatzverhältnisse herrschen werden, so dass die Gesamtlänge des Fahrzeugs inkl. PPU (PowerPackUnit) schlichtweg zu lang ist. Aus diesem Grund wird hierbei das PPU mechanisch abgekuppelt, bleibt jedoch hydraulisch verbunden und wird von einem Gabelstapler hinterher getragen.

Die 3-in-1-Lösung

Für die Anlieferung der InterCombi PB Achsen bedarf es keines zusätzlichen Transports. Die InterCombi PB Einheit wird einfach an konventionelle InterCombi Achsen angekuppelt und kann als gezogene Einheit sowohl auf unwegsamem Gelände, auf öffentlichen Straßen und Autobahnen bis zu 80 km/h gefahren werden. Somit ist der InterCombi PB revolutionär in der anspruchsvollen Transportbranche. Das Fahrzeug kann entweder als selbstfahrende Transporteinheit, gezogen oder auch als zusätzliche Schubmaschine eingesetzt werden, d. h. sobald die Geschwindigkeit unter 14 km/h fällt, startet der Antrieb des PPU ganz automatisch und sorgt damit für ausreichend Antriebskraft.

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