| Die Arbeitslosenquote ist in der Region im August entgegen dem Bundestrend leicht angestiegen. Im Bereich der Agentur für Arbeit in Heilbronn stieg die Arbeitslosigkeit erstmals seit Jahresbeginn wieder an. Vor allem saisonale Einflüsse seien dafür verantwortlich. Auch die Betriebsferien sowie das Ende von Schule und Ausbildungen hätten zu der Zunahme geführt, hieß es. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist den Angaben zufolge leicht zurückgegangen. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf jetzt 5,4 Prozent. Im Main-Tauber-Kreis sowie im Kreis Schwäbisch Hall stieg die Quote um jeweils 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 4,5 und 4,1 Prozent. Die geringste Arbeitslosenquote weist der Hohenlohekreis mit nunmehr 3,8 Prozent auf. Landesweit erhöhte sich die Quote ebenfalls und liegt nun bei 4,9 Prozent. (Quelle SWR 4, 30. August 2010)
Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn
Sommerflaute auf dem Arbeitsmarkt – Quote steigt auf 5,4 Prozent
Im August hat die Arbeitslosigkeit in der Region Heilbronn saisonüblich wieder zugenommen, die Arbeitslosenquote stieg auf 5,4 Prozent. Landesweit erhöh-te sich die Quote ebenfalls und liegt nun bei 4,9 Prozent.
„Im Agenturbezirk Heilbronn waren im August vor allem saisonale Einflüsse zu spüren. Die Betriebsferien und das Ende schulischer und betrieblicher Ausbildungsgänge haben dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit wieder zugenommen hat“, bilanziert Hans-Peter Schmidt, Geschäftsführer für den operativen Bereich der Heilbronner Agentur für Arbeit.
Arbeitslosigkeit steigt erstmals seit Jahresbeginn
Die Arbeitslosigkeit ist im August erstmals seit Jahresbeginn wieder angestiegen. Mitte des Monats waren 13.079 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 437 mehr als im Juli. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen jedoch deutlich um 12,4 Prozent oder insgesamt 1.850 Personen. Die Arbeitslosenquote betrug vor Jahresfrist noch 6,2 Prozent.
Vom aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit sind Frauen stärker betroffen als Männer. 6.514 Frauen waren im August arbeitslos gemeldet, 326 mehr als im Vormonat. Bei den Männern war ein Anstieg um 111 auf 6.565 zu verzeichnen.
Entwicklung nach Rechtskreisen
Bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeigt sich, dass der Zuwachs im Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung stattgefunden hat. Hier stieg die Zahl der Arbeitslosen um 380 auf 6.262 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das allerdings 1.536 Arbeitslose weniger. Dies entspricht einem Rückgang um 19,7 Prozent.
Auch bei den Personen, die Leistungen nach dem SGB II erhalten, hat sich die Arbeitslosigkeit etwas erhöht. 6.817 Männer und Frauen waren registriert, 57 mehr als im Juli, aber 314 weniger als vor einem Jahr (minus 4,4 Prozent).
Jugendarbeitslosigkeit nimmt zu
Ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist saisonüblich. Häufig werden in die-ser Zeit Schule, Ausbildungsverhältnisse, Praktika oder Anerkennungsjahre beendet.
Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren ist gegenüber dem Juli um 326 oder 26,7 Prozent auf 1.549 gestiegen. Damit erhöhte sich auch die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit von 4,0 Prozent auf aktuell 5,1 Prozent.
Vor Jahresfrist lag sie mit 7,2 Prozent dagegen deutlich höher. Damals waren 2.208 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Am anderen Ende der Alterspyramide, bei den Arbeitslosen über 50 Jahren, sank im Vergleich zum Vormonat die Arbeitslosenzahl um 45 Personen auf 3.591 Arbeitslose.
Vor einem Jahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit mit 3.546 noch leicht unter dem aktuellen Wert.
Nachfrage nach Arbeitskräften leicht zurückgegangen
Betriebe und Verwaltungen meldeten im August 1.243 neue Arbeitsplätze. Das sind 111 weniger als im Juli. Ein Rückgang in dieser Größenordnung ist für August nicht ungewöhnlich, da während der Ferien in der Regel weniger Bedarf gemeldet wird.
Ausbildungsmarkt fast ausgeglichen
Angebot und Nachfrage an Ausbildungsstellen sind beinahe ausgeglichen. Seit Beginn des Berichtsjahres wurden bei der Berufsberatung der Heilbronner Agen-tur bisher 3.189 Bewerber für 2.972 Ausbildungsstellen gemeldet.
Kurzarbeit für weniger Beschäftigte angezeigt
Das Instrument der Kurzarbeit wird von den Betrieben der Region immer we-niger in Anspruch genommen. Im Juli, dem bislang letzten statistisch erhobe-nen Zeitraum, haben 24 Firmen für 191 Personen Kurzarbeit aus konjunkturel-len Gründen angezeigt. Im Juni waren es noch 21 Firmen für 526 Mitarbeiter gewesen.
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim – Main-Tauber-Kreis
Arbeitslosenquote steigt im August auf 4,5 Prozent
Im August ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeits-agentur im Vergleich zum Juli gestiegen. 6.730 Menschen sind aktuell arbeitslos gemeldet, 465 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 Prozent (Vormonat 4,2 Prozent). Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.
„Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Ferienmonat August ist üblich und wird vor allem durch Arbeitslosmeldungen junger Menschen bestimmt, die vor kurzem ihre Schul- oder Berufsausbildung beendet haben und nicht direkt im Anschluss in eine Beschäftigung münden konnten,“ erläutert Cornelia Beckert, Geschäftsführerin für den operativen Bereich der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim . „Weitere Gründe sind, dass befristete Verträge Ende Ju-li ausgelaufen sind und die Betriebe im Urlaubsmonat August weniger Einstellungen vornehmen.“
Der Anteil der Arbeitslosen insgesamt aus dem Bereich des Arbeitslosengel-des I (Sozialgesetzbuch III - SGB III) liegt bei 46,4 Prozent (Vormonat 43,2 Prozent), aus dem SGB II Bereich bei 53,6 Prozent (Vormonat 56,8 Prozent).
Die Arbeitslosenquoten in den 23 anderen Arbeitsagenturen in Baden- Württemberg haben sich ähnlich verändert. Die durchschnittliche Quote in Baden-Württemberg liegt bei 4,9 Prozent (Plus 0,2 Prozentpunkte).
Kreise
Im Main-Tauber-Kreis ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 3,9 Prozent gestiegen. Zum Stichtag waren 2.835 Menschen arbeitslos gemeldet, 191 Menschen mehr als im Juli. Diese verteilten sich auf die drei Geschäftsstellenbezirke im Main-Tauber-Kreis wie folgt: Hauptagentur Tauberbischofsheim 1.099 Arbeitslose (Quote: 3,6), Geschäftsstelle Bad Mergentheim 887 Arbeitslose (Quote: 3,7) und Geschäftsstelle Wertheim 849 Arbeitslose (Quote: 4,8).
Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote nach einem Anstieg um 0,4 Prozentpunkte bei 5,1 Prozent. 3.895 Arbeitslose waren zum Stichtag im August registriert. In der Geschäftsstelle Mosbach waren bei einer Quote von 5,1 Prozent (Plus von 0,4 Prozentpunkten zum Vormonat) 2.136 Menschen arbeitslos gemeldet, in Buchen bei einer Quote von 5,0 Prozent (Plus von 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat) 1.759 Arbeitslose.
Bewerber
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeits-markt. 2.139 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 1.658 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Stellenangebote
Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe und Verwaltungen zeigt sich an der Entwicklung der gemeldeten Arbeitsstellen. Im August meldeten die Betriebe den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservices 982 neue Arbeitsstellen. Dies sind zwar 38 Stellenangebote weniger als im Vormonat, dennoch zeigt sich die positive Gesamtentwicklung auf dem Stellenmarkt daran, dass die Zahl der Stellenzugänge jetzt im August fast doppelt so hoch war wie im August des letzten Jahres. 725 Angebote konnten abgeschlossen werden, dies sind 178 weniger als im Vormonat.
Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum Juli 2010 gestiegen: Der Bestand an offenen Stellen lag im August bei 2.014 (im Juli 1.753), davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 1.408 (im Juli 1.241) und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 606 Stellen (im Juli 512).
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Arbeitslosenquote liegt bei 4,0 Prozent
Im August ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Juli um 420 Personen gestiegen. Zum Stichtag im August waren 6443 Arbeitslose registriert (Juli: 6023). Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Arbeitslosigkeit um 19,5 Prozent zurück und 1560 Menschen sind weniger arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, ist um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 4,0 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 5,0 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (3,8) auf Platz 2. Der Landesdurchschnitt liegt bei 4,9 Prozent.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 2224 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet. Darunter sind über 800 junge Menschen, die jetzt eine Schul- oder Berufsausbildung beendet haben und nicht direkt im Anschluss in eine Beschäftigung münden konnten. 1793 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Arbeitgeber haben 1022 Stellen im August gemeldet. 2397 Stellenangebote waren zum Stich-tag im Bestand, das sind 116 mehr als im Juli. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bestand an gemeldeten Stellen um über 70 Prozent angestiegen.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im August 4155 Arbeitslose gezählt. Das sind 793 Personen weniger als vor einem Jahr. 1518 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1207 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosen-quote liegt somit bei 4,1 Prozent.
Arbeitgeber haben 670 Stellenangebote gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1499.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Hohenlohekreis wurden im August 2288 Arbeitslose gezählt. Das sind 767 Menschen weniger als vor einem Jahr. 706 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 586 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 3,8 Prozent.
Arbeitgeber haben 352 Stellenangebote im August aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 898.
Die Eckwerte im Rechtskreis des SGB II
Die Arbeitslosigkeit im Rechtskreis des SGB II ist gestiegen. Im Agenturbezirk gab es im August 3361 Arbeitslose (SGB II), das sind 139 Menschen mehr als im Juli und 182 Menschen weniger als vor einem Jahr.
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im Juli 2180 Arbeits-lose registriert (Juli: 2072). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1975 Arbeitslose (Juli: 1779).
Von den 2288 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1181 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut (Juli: 1150). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im Juli 1107 Arbeitslose registriert (Juli: 1022).
Der Ausbildungsmarkt
Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Somit wird eine umfassende Beurteilung des Ausbildungsmarktes erst im September möglich sein. Seit Oktober 2009 meldeten sich 2332 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 5,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 2266 Meldungen von Arbeitgebern für Berufsausbildungsstellen, auch das entspricht einem Minus von 3,1 Prozent.
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