Gleich zwei Unternehmen aus Crailsheim wurden von der Zeitung Transport mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in den Firmen sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Sicht zunehmend an Bedeutung.
Zu dem Oberbegriff Nachhaltigkeit zählt zum einen ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen, zum anderen der Umgang mit Menschen und die sich daraus ergebende soziale Verantwortung der Unternehmen.
Mit dem europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde, will die Zeitschrift "Transport" die Unternehmen hervorheben, die beides in vorbildlicher Weise verbinden. Aus Crailsheim wurde in der Kategorie Nutzfahrzeug-Komponenten Voith Turbo für den Sekundär-Wasser-Retarder ausgezeichnet. Der Retarder bietet eine bessere Dauerbremsfähigkeit mit weniger Verschleiß der Betriebsbremse und geringeren Ausfallzeiten. Ölwechsel entfallen, da der Wasserretarder nahezu wartungsfrei ist.
In der Kategorie Nutzfahrzeug- und Trailervermietung erzielte die Business Fleet Services GmbH (BFS) der Stegmaier Group den ersten Platz. BFS vermietet unter anderem Sattelzugmaschinen, Sattelauflieger, Kipper, Kommunal- und Spezialfahrzeuge. "Wir freuen uns sehr über den Preis", sagt Hermann Stegmaier, Geschäftsführer BFS. "Vor allem, weil wir uns hier auch gegen große Firmen durchgesetzt haben."
Im Rahmen der Bewerbung habe er sich selbst noch einmal vor Augen geführt, was BFS in den Sparten Ökologie, Ökonomie und Soziales bereits leistet. "Ich war erstaunt, wie weit wir schon sind", berichtet Stegmaier. Das führt er auch auf seine Stellung als Mittelständler zurück: "Wir müssen immer vernünftig arbeiten und entscheiden, sonst verlieren wir das Vertrauen unserer Kunden." Die Nachhaltigkeit bei BFS basiert auf einem Drei-Säulenmodell: So setzt BFS am neuen Standort Kirchberg auf eine Biogasanlage. Außerdem bezieht das Unternehmen 300 Kilowatt Peak Strom über Fotovoltaikanlagen, die auf den Firmengebäudedächern angebracht sind. Darüber hinaus arbeitet BFS derzeit daran, Zitronensäure als Kraftstoff einzusetzen. Dabei handelt es sich um einen "Biomass-to-Liquid-Kraftstoff" der zweiten Generation, der zum Beispiel aus Biomüll oder dem Grünschnitt von Bäumen hergestellt werden kann.
Im Bereich Ökonomie setzt das Unternehmen mit der BFS-Akademie auf die Schulung und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und Kunden. Auch das Soziale kommt nicht zu kurz: BFS beschäftigt zwei Personen mit Behinderung, engagiert sich bei der Weißrusslandhilfe und übernimmt Verantwortung für seine Mitarbeiter.
Quelle: RegioBusiness vom 09.12.2011 von Stefanie Renk
Bildquelle: HUSS-VERLAG GmbH
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