Eine Delegation, bestehend aus Vertretern der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken und Repräsentanten der heimischen Unternehmen, begab sich vor Kurzem in Katalonien auf die Suche nach Fachkräften.
Das Flugzeug ist ausgestattet mit Recarosesseln, der Aufzug in der Sagrada Familia hat einen Antriebsmotor von Ziehl-Abegg und im technischen Büro der Universität La Salle wird mit Schraubendrehern von Würth gearbeitet. Die Unternehmen der Region sind also in und auf dem Weg nach Barcelona schon zahlreich vertreten. Jetzt versuchen Steffen Schoch und Dr. Andreas Schumm von der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken, Vertreter der Firmen Würth, Recaro, Ziehl-Abegg und der Wirtschaftsförderungsgemeinschaft Schwäbisch Hall spanische Fachkräfte ins schöne Hohenlohe zu locken. Frisch von der Universität sollen die hoch qualifizierten Absolventen nach Baden-Württemberg kommen. Denn während in Deutschland, vor allem im ländlichen Raum, bereits um Fachkräfte gerungen wird, herrscht in Spanien eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit. "Schon 2012 wird es bei uns einen starken Fachkräftemangel geben", sagt Schoch bei seiner Präsentation in Barcelona. "2014 werden etwa 1800 Ingenieure in der Region fehlen."
Mit der zweitägigen Reise zu der Privatuniversität nach Barcelona wurde nun die Kooperation zwischen Heilbronn-Franken und der La Salle besiegelt. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Steffen Schoch, der ab Januar 2012 von Dr. Andreas Schumm abgelöst wird, stellte die Region der Weltmarktführer vor. Henry Fürniss, Präsident La Salle Alumni, und zahlreiche Dozenten präsentierten das Ausbildungsprogramm der Universität.
Anschließend unterzeichneten Schoch und Fürniss einen Kooperationsvertrag, der den Studenten unter anderem Praktika, Abschlussarbeiten und Arbeitsplätze in der Region vermitteln soll. Die Vertreter der Unternehmen bekamen die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich einen Einblick in die Mentalität der Katalonen zu verschaffen. "Für mich war neben der fachlichen Qualifikation wichtig, dass die Absolventen der La Salle auch von der Kultur her zu uns passen", sagt Carmen Hilkert, Personalleiterin bei Würth. Das habe sich bei dem Treffen bestätigt. "Unsere Studenten sind nicht abgehoben, sie können die Ärmel hochkrempeln und praktisch arbeiten", betont auch Henry Fürniss. Der Grundgedanke der La Salle und die Einstellung der Unternehmen stimmen demnach in vielerlei Hinsicht gut überein.
Quelle: Regio Business vom 05.01.2012 von Stephanie Renk
Bildquelle: Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH
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