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D O K U M E N T A T I O N
der Präsentation der Region
H E I L B R O N N - F R A N K E N
in der Vertretung des Landes
Baden-Württemberg bei der EU
am 23./24. März 2003

       
 
 

25.3.2004

Fachseminar 2

 

 

"Chancen und Visionen europäischer Forschungsförderung"

Leitung und Fachreferat:
Dr. Thomas Häringer,
Beobachter des Wissenschaftsministeriums
in der Landesvertretung

Teilnehmer:
- Harry Brunnet, Gemeinde Hardthausen
- Christiane Geiger, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH
- Peter Gerhard, Fachhochschule Heilbronn
- Reinhard Häberlein, Stadt Schwäbisch Hall
- Renate Heinisch, Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss (Brüssel)
- Werner Iländer, Landratsamt Schwäbisch Hall
- Matthias Peschke, Kreissparkasse Heilbronn
- Werner G. Schrott, IG Metall Heilbronn-Neckarsulm
- Peter Schweiker, IHK Heilbronn-Franken
- Thomas R. Villinger, Innovationsfabrik Heilbronn GmbH
- Markus Wegeroff, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH

Aus der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg hat Frau Ursula Bilger teilgenommen.

Wesentliche Ergebnisse:

- Kleine und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg stellen verhältnismäßig nur wenige Anträge auf Forschungsförderung bei der EU.

- Im Gegensatz dazu gelingt es vor allem den Hochschulen Baden-Württembergs, in großem Umfang Fördermittel von der EU zu erhalten.

- Bei der Bestandsaufnahme in der Runde werden beinahe ausnahmslos Negativbeispiele angefügt. Neben realen spielen auch emotionale Gründe hierbei eine Rolle.

- Aus Brüsseler Sicht ist es wichtig, sich bereits jetzt in die Beratungen zum 7. Forschungsrahmenprogramm einzubringen, damit wichtige Aspekte für die Umsetzung in der Praxis einfließen und gleichzeitig bei den betroffenen unternehmen im Land Vorbehalte abgebaut werden können.

- Die Landesvertretung in Brüssel bietet ihre Mithilfe u.a. bei der Begleitung von Förderanträgen bei den Dienststellen der Europäischen Kommission an.

Ergebnisse im Einzelnen:

a) Bestandsaufnahme

Kleinen und mittelständischen Unternehmen wird von der EU dadurch Bedeutung zugemessen, dass sie 15% der Gelder im Rahmen der EU-Forschungsförderung erhalten sollen.. Bedauerlicherweise stellen sehr wenige solcher Unternehmen aus Baden-Württemberg Anträge auf Forschungsförderung bei der Europäischen Kommission. Die baden-württembergischen Hochschulen erhalten im Gegensatz hierzu ein Viertel der gesamten Förderungsmittel, die der Bundesrepublik Deutschland von der EU für diesen Sektor zufließen.

EU-Forschungskommissar Busquin unterstrich die Bedeutung Baden-Württembergs auf dem Forschungssektor jedoch bereits durch drei Besuche im Land.

in der Region
b) Diskutierte Gründe für die Zurückhaltung bezüglich der Antragstellung

"Reale Probleme":

Den betroffenen Unternehmen der Region fehlen die entsprechenden Netzwerke auf europäischer, aber auch auf regionaler Ebene, um gemeinschaftliche Projekte angehen zu können.

Kontakte sind oft von gegenseitigen Missverständnissen begleitet. Auch die zu erbringende Vorfinanzierung schreckt die kleinen und mittelständischen Unternehmen vor einer Antragstellung ab.

"Emotionale Probleme":

Abschreckend wirken sich für die Unternehmer auch die angeblich geringen Erfolgsaussichten aus, was sich jedoch als unberechtigtes Vorurteil darstellt.

Mit dem 6. Forschungsrahmenprogramm wurde von der Europäischen Kommission mehr Verantwortung an die Antragsteller delegiert. Letztere finden das Stellen der Anträge zu kompliziert. Der zu betreibende finanzielle und personelle Aufwand steht für die Betroffenen in keinem Verhältnis zu den angeblich geringen Erfolgsaussichten.

Weiter liegt eine nicht zu unterschätzende Skepsis gegenüber der Brüsseler Bürokratie vor.

c) Fazit und Ausblick

Die Landesvertretung ermutigt kleine und mittelständische Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken, sich verstärkt um Projekte mit Forschungsförderung aus Mitteln der EU zu bewerben. Die effektive Einbindung der Unternehmen muss jedoch gefördert werden. Die Unternehmen können sich unter anderem an das Steinbeis Europazentrum wenden. Dieses ist das EU-Verbindungsbüro für Forschung und Technologie.

Zudem sollten die Unternehmen den Aufbau eines Innovation Relay Centers in der Region Heilbronn-Franken in Erwägung ziehen, das seinerseits von der EU gefördert werden könnte.

Beim Schaffen von Netzwerken und Gemeinschaftsprojekten sollten die Unternehmen zunächst auf die Partnerregionen Baden-Württembergs zugehen, um vorhandene Verbindungen zu nutzen. (Vier Motoren: Katalonien, LombardeiKatalanien, Lomardei, Rhône-Alpes und Baden-Württemberg)

Die Teilnehmer kommen zu dem Ergebnis, dass Schaffen von europäischem Bewusstsein und positiver Einstellung zur EU-Forschungsförderung zunächst oberste Priorität besitzt.

Die Landesvertretung Baden-Württemberg ermutigt die Anwesenden hierzu durch ihre Handlungsvorschläge und bietet sich als Ansprechpartner an.


d) Adressen im Internet

Internetseiten der Europäischen Union zum Thema Forschung:
http://www.europa.eu.int/pol/rd/index_de.htm

Generaldirektion Forschung:
http://www.europa.eu.int/pol/rd/index_de.htm

Forschungskommissar Busquin:
http://www.europa.eu.int/comm/commissioners/busquin/index_de.html

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