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"Chancen und Visionen
europäischer Forschungsförderung"
Leitung und Fachreferat:
Dr. Thomas Häringer,
Beobachter des Wissenschaftsministeriums
in der Landesvertretung
Teilnehmer:
- Harry Brunnet, Gemeinde Hardthausen
- Christiane Geiger, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH
- Peter Gerhard, Fachhochschule Heilbronn
- Reinhard Häberlein, Stadt Schwäbisch Hall
- Renate Heinisch, Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss
(Brüssel)
- Werner Iländer, Landratsamt Schwäbisch Hall
- Matthias Peschke, Kreissparkasse Heilbronn
- Werner G. Schrott, IG Metall Heilbronn-Neckarsulm
- Peter Schweiker, IHK Heilbronn-Franken
- Thomas R. Villinger, Innovationsfabrik Heilbronn GmbH
- Markus Wegeroff, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH
Aus der Wirtschaftsregion Ostwürttemberg hat Frau Ursula Bilger
teilgenommen.
Wesentliche Ergebnisse:
- Kleine und mittelständische Unternehmen in Baden-Württemberg
stellen verhältnismäßig nur wenige Anträge
auf Forschungsförderung bei der EU.
- Im Gegensatz dazu gelingt es vor allem den Hochschulen Baden-Württembergs,
in großem Umfang Fördermittel von der EU zu erhalten.
- Bei der Bestandsaufnahme in der Runde werden beinahe ausnahmslos
Negativbeispiele angefügt. Neben realen spielen auch emotionale
Gründe hierbei eine Rolle.
- Aus Brüsseler Sicht ist es wichtig, sich bereits jetzt in
die Beratungen zum 7. Forschungsrahmenprogramm einzubringen, damit
wichtige Aspekte für die Umsetzung in der Praxis einfließen
und gleichzeitig bei den betroffenen unternehmen im Land Vorbehalte
abgebaut werden können.
- Die Landesvertretung in Brüssel bietet ihre Mithilfe u.a.
bei der Begleitung von Förderanträgen bei den Dienststellen
der Europäischen Kommission an.
Ergebnisse im Einzelnen:
a) Bestandsaufnahme
Kleinen und mittelständischen Unternehmen wird von der EU
dadurch Bedeutung zugemessen, dass sie 15% der Gelder im Rahmen
der EU-Forschungsförderung erhalten sollen.. Bedauerlicherweise
stellen sehr wenige solcher Unternehmen aus Baden-Württemberg
Anträge auf Forschungsförderung bei der Europäischen
Kommission. Die baden-württembergischen Hochschulen erhalten
im Gegensatz hierzu ein Viertel der gesamten Förderungsmittel,
die der Bundesrepublik Deutschland von der EU für diesen Sektor
zufließen.
EU-Forschungskommissar Busquin unterstrich die Bedeutung Baden-Württembergs
auf dem Forschungssektor jedoch bereits durch drei Besuche im Land.
in der Region
b) Diskutierte Gründe für die Zurückhaltung bezüglich
der Antragstellung
"Reale Probleme":
Den betroffenen Unternehmen der Region fehlen die entsprechenden
Netzwerke auf europäischer, aber auch auf regionaler Ebene,
um gemeinschaftliche Projekte angehen zu können.
Kontakte sind oft von gegenseitigen Missverständnissen begleitet.
Auch die zu erbringende Vorfinanzierung schreckt die kleinen und
mittelständischen Unternehmen vor einer Antragstellung ab.
"Emotionale Probleme":
Abschreckend wirken sich für die Unternehmer auch die angeblich
geringen Erfolgsaussichten aus, was sich jedoch als unberechtigtes
Vorurteil darstellt.
Mit dem 6. Forschungsrahmenprogramm wurde von der Europäischen
Kommission mehr Verantwortung an die Antragsteller delegiert. Letztere
finden das Stellen der Anträge zu kompliziert. Der zu betreibende
finanzielle und personelle Aufwand steht für die Betroffenen
in keinem Verhältnis zu den angeblich geringen Erfolgsaussichten.
Weiter liegt eine nicht zu unterschätzende Skepsis gegenüber
der Brüsseler Bürokratie vor.
c) Fazit und Ausblick
Die Landesvertretung ermutigt kleine und mittelständische
Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken, sich verstärkt
um Projekte mit Forschungsförderung aus Mitteln der EU zu bewerben.
Die effektive Einbindung der Unternehmen muss jedoch gefördert
werden. Die Unternehmen können sich unter anderem an das Steinbeis
Europazentrum wenden. Dieses ist das EU-Verbindungsbüro für
Forschung und Technologie.
Zudem sollten die Unternehmen den Aufbau eines Innovation Relay
Centers in der Region Heilbronn-Franken in Erwägung ziehen,
das seinerseits von der EU gefördert werden könnte.
Beim Schaffen von Netzwerken und Gemeinschaftsprojekten sollten
die Unternehmen zunächst auf die Partnerregionen Baden-Württembergs
zugehen, um vorhandene Verbindungen zu nutzen. (Vier Motoren: Katalonien,
LombardeiKatalanien, Lomardei, Rhône-Alpes und Baden-Württemberg)
Die Teilnehmer kommen zu dem Ergebnis, dass Schaffen von europäischem
Bewusstsein und positiver Einstellung zur EU-Forschungsförderung
zunächst oberste Priorität besitzt.
Die Landesvertretung Baden-Württemberg ermutigt die Anwesenden
hierzu durch ihre Handlungsvorschläge und bietet sich als Ansprechpartner
an.
d) Adressen im Internet
Internetseiten der Europäischen Union zum Thema Forschung:
http://www.europa.eu.int/pol/rd/index_de.htm
Generaldirektion Forschung:
http://www.europa.eu.int/pol/rd/index_de.htm
Forschungskommissar Busquin:
http://www.europa.eu.int/comm/commissioners/busquin/index_de.html
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