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Die beruflichen Perspektiven im Handwerk erkennen
   
       
 

15.9.2003

Am 20. September
gibt die Handwerkskammer Heilbronn-Franken mit einem Tag der offenen Tür den Startschuss für die Nachwuchs-Kampagne in der Region

 

„Was will ich?“ - diese Frage stellen sich viele Jugendliche unmittelbar vor der Berufswahl. Aktuellen Studien zufolge wünschen sich Jugendliche eine interessante Arbeit, die Spaß macht, Sicherheit bietet und in die man eigene Ideen einbringen kann. „Alles Wünsche, die in vielen Berufen im Handwerk erfüllt werden“, sagt Gerhard Pfander, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. Das Berufsspektrum reicht nach Angaben Pfanders vom Augenoptiker über den Steinmetz bis zum Chirurgiemechaniker, von klassischen handwerklichen bis hin zu neuen Hightech-Berufen. Untersuchungen haben ergeben, dass viele junge Leute davon keine Ahnung haben, sie kennen in der Regel nur sechs handwerkliche Berufsbilder. „Dabei gibt es im Handwerk mehr als einhundert Ausbildungsberufe“, erklärt Gerhard Pfander.

Mit einer Nachwuchskampagne möchte das baden-württembergische Handwerk nun diese Informationslücke schließen und die Werbetrommel für eine Ausbildung im Handwerk rühren. Ziel ist es, auch Realschüler und Gymnasiasten anzusprechen, denen das Handwerk nach Ansicht Pfanders hervorragende berufliche Perspektiven bietet. „Viele glauben der klassische Weg Lehrling - Geselle - Meister sei die einzige Aufstiegschance im Handwerk“, so Pfander, die zahlreichen anderen Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten seien dagegen zu wenig bekannt. „Eine breite Information über Karrierechancen im Handwerk ist mir wichtig“, sagt auch Staatssekretärin Johanna Lichy MdL, Schirmherrin der Nachwuchskampagne in der Region. Lichy: „Die Kampagne räumt mit zum Teil tradierten Vorstellungen über Qualifikation und Anforderungsprofil an Bewerber für handwerkliche Berufe auf“.

Bei der Berufswahl geht der Trend zu verwaltenden Tätigkeiten - handwerkliche Berufe bleiben dagegen oft außen vor. Wird dieser Entwicklung nicht entgegengesteuert, droht dem Handwerk schon in wenigen Jahren ein Fachkräftemangel mit der Folge, dass die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr sichergestellt sein würde.

Die Handwerkskammer setzt deshalb auf Information und Werbung. Zum neuen Schuljahr wird Informationsmaterial an Schulklassen in der Region verteilt. Dazu gehören beispielsweise das Kultbuch „100“ für Schüler und Unterrichtsmaterial für die Lehrer. Ab Oktober geht die Internetseite www.handwerks-power.de online. Neben umfassenden Informationen rund um das Handwerk können Jugendliche ihren persönlichen Traumberuf im Handwerk herausfinden und gegebenenfalls auch gleich umsetzen, denn die Praktikums- und Lehrstellenbörsen der acht baden-württembergischen Handwerkskammern sind eingebunden.

Am 20. September gibt die Handwerkskammer Heilbronn-Franken mit einem Tag der offenen Tür den Startschuss für die Nachwuchskampagne in der Region. Von 9 bis 17 Uhr gibt es im Heilbronner Bildungs- und Technologiezentrum, Wannenäckerstraße 62, Böllinger Höfe, ein buntes Programm mit Aktionen in den Werkstätten. Eine Podiumsdiskussion bildet am Vormittag den offiziellen Auftakt der Kampagne. Zu den besonderen Attraktionen gehören die Auftritte des zweifachen Vizeweltmeisters im Kunstradfahren, José Arellano. Radio Ton ist ebenfalls mit von der Partie.

 
         
     
Handwerkskammer Heilbronn-Franken (HWK)
 
         
         
 

Heilbronn-Franken...

"Die Standortqualität und damit die Stärke unseres Landes beruht zum großen Teil darauf, dass

es gelungen ist, die ländlichen Regionen zu attraktiven und strukturell starken Lebens- und Arbeitsräumen zu entwickeln. Die dynamische Region Heilbronn-Franken ist das beste Beispiel dafür."
Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
   
"Es tut gut, in eine Region zu kommen, in der es gut läuft. Heilbronn-Franken ist „Lokomotive“
und Beispiel für ganz Deutschland, was Wirtschaftskraft Bevölkerungszuwachs, Job-Center und Lehrstellen-Bilanz betrifft."
Wolfgang Clement, ehem. Bundeswirtschaftsminister
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit