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Brandenburg zählt zu den aufsteigenden Technologieregionen
in Deutschland. Das hat der Technologieatlas der Prognos AG diesem
Bundesland ebenso bestätigt wie der Region Heilbronn-Franken
auch. Beide Regionen haben ähnliche Wirtschaftsstrukturen und
liegen in diesem Ranking auf Platz 11 und 14. Was liegt näher,
als für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Brücken zu bauen, um dadurch die Kooperationen zu verstärken?
Dr. Detlef Stronk, Staatssekretär a.D. und Geschäftsführer
der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) und Steffen Schoch haben jetzt
vertiefende Gespräche geführt.
"Das Ergebnis erfolgreicher Wirtschaftsförderung wird
nicht nur durch Neuansiedlungen gemessen werden können, sondern
vor allem durch die Schaffung von mittelstandsfreundlichen Netzwerken,
die unsere Unternehmen auf dem Weg der Bestandspflege nutzen können",
meint Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion
Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Ein Beispiel dafür ist die Klenk
Holz AG. Gegründet im Jahr 1904 in Oberrot im Schwäbischen
Wald, ist die Klenk Holz AG heute das größte Säge-
und Holzbearbeitungswerk Deutschlands. Von rund 2,6 Millionen Festmetern
Holz werden gut 1 Million im brandenburgischen Werk Baruth/Mark
bearbeitet, welches Europas größtes Kiefernsägewerk
ist. Durch die Übernahme der Arber Holz in Baruth/Mark im Jahre
1996 konnte die Marktstellung am Firmensitz Oberrot gestärkt
werden und das Unternehmen weiter wachsen. Dadurch wurden auch viele
wichtige Arbeitsplätze in der Region Heilbronn-Franken gesichert.
Nur eines von vielen Beispielen und unternehmerischen Erfolgsgeschichten,
die sich zwischen der Region Heilbronn-Franken und Brandenburg abspielen.
Schwerpunkte der brandenburgischen Wirtschaftsförderungspolitik
liegen in den Branchen Fahrzeugzulieferer, Kunststofftechnik, Ernährung,
Luft- und Raumfahrt sowie der Energie- und Umwelttechnik. Ziel ist
es, ein professionelles Clustermanagement über diese Branchen
zu legen und im Rahmen der Deutschland-Strategie Kooperationen zu
anderen passenden Regionen zu schaffen.
ZAB-Geschäftsführer Dr. Detlef Stronk, vormals Staatssekretär
im Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg und WHF-Chef Steffen
Schoch haben sich jetzt zu Kooperationen auf diesen Gebieten verabredet.
Bereits in der nächsten Woche wird die Präsentation der
Region Heilbronn-Franken an der TFH Wildau durch eine ZAB-Delegation
aus dem Bereich "Luft- und Raumfahrt" besucht. Die Region
Heilbronn-Franken präsentiert sich vor Studenten und Unternehmensvertretern
gemeinsam mit einem Forscher des Deutschen Zentrum für Luft-
und Raumfahrt als "europäischer Zugang in den Weltraum"
und wirbt um junge Fachkräfte die erste berufliche Erfahrungen
in Baden-Württemberg sammeln sollen, bevor sie dann "emotionsgeladen"
mit dem Wissen um die Qualitäten der Region Heilbronn-Franken
in ihre Heimat zurückkehren.
Zu einem Besuch in die Region Heilbronn-Franken hat Steffen Schoch
die brandenburgischen Kollegen im Frühjahr 2004 eingeladen.
Auf Interesse stießen vor allem die durch die WHF vorgestellten
Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn bei
der Schaffung eines Kunststoffclusters im Landkreis Heilbronn. Kontakte
bekommen möchte man zu Formen- und Modellbauern, die traditionell
nicht in Brandenburg angesiedelt sind in Heilbronn-Franken eine
gute Tradition haben ebenso wie zu den Unternehmen aus dem Ernährungs-
und Lebensmittelbereich bzw. zu den Verpackungsmaschinenhersteller,
die im Land Brandenburg gute Absatzmärkte finden könnten.
Mit der Solarstadt Neckarsulm und den darüber hinaus stattfindenden
Solar-Aktivitäten der Region könnte sich die ZAB über
ihre Energieagentur gleichwohl Gemeinsamkeiten vorstellen.
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