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Brücken bauen zwischen den Regionen
       
 
 

27.10.2003

Region Heilbronn-Franken und Land Brandenburg kooperieren

 

Brandenburg zählt zu den aufsteigenden Technologieregionen in Deutschland. Das hat der Technologieatlas der Prognos AG diesem Bundesland ebenso bestätigt wie der Region Heilbronn-Franken auch. Beide Regionen haben ähnliche Wirtschaftsstrukturen und liegen in diesem Ranking auf Platz 11 und 14. Was liegt näher, als für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Brücken zu bauen, um dadurch die Kooperationen zu verstärken? Dr. Detlef Stronk, Staatssekretär a.D. und Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) und Steffen Schoch haben jetzt vertiefende Gespräche geführt.

"Das Ergebnis erfolgreicher Wirtschaftsförderung wird nicht nur durch Neuansiedlungen gemessen werden können, sondern vor allem durch die Schaffung von mittelstandsfreundlichen Netzwerken, die unsere Unternehmen auf dem Weg der Bestandspflege nutzen können", meint Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Ein Beispiel dafür ist die Klenk Holz AG. Gegründet im Jahr 1904 in Oberrot im Schwäbischen Wald, ist die Klenk Holz AG heute das größte Säge- und Holzbearbeitungswerk Deutschlands. Von rund 2,6 Millionen Festmetern Holz werden gut 1 Million im brandenburgischen Werk Baruth/Mark bearbeitet, welches Europas größtes Kiefernsägewerk ist. Durch die Übernahme der Arber Holz in Baruth/Mark im Jahre 1996 konnte die Marktstellung am Firmensitz Oberrot gestärkt werden und das Unternehmen weiter wachsen. Dadurch wurden auch viele wichtige Arbeitsplätze in der Region Heilbronn-Franken gesichert.

Nur eines von vielen Beispielen und unternehmerischen Erfolgsgeschichten, die sich zwischen der Region Heilbronn-Franken und Brandenburg abspielen. Schwerpunkte der brandenburgischen Wirtschaftsförderungspolitik liegen in den Branchen Fahrzeugzulieferer, Kunststofftechnik, Ernährung, Luft- und Raumfahrt sowie der Energie- und Umwelttechnik. Ziel ist es, ein professionelles Clustermanagement über diese Branchen zu legen und im Rahmen der Deutschland-Strategie Kooperationen zu anderen passenden Regionen zu schaffen.

ZAB-Geschäftsführer Dr. Detlef Stronk, vormals Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg und WHF-Chef Steffen Schoch haben sich jetzt zu Kooperationen auf diesen Gebieten verabredet. Bereits in der nächsten Woche wird die Präsentation der Region Heilbronn-Franken an der TFH Wildau durch eine ZAB-Delegation aus dem Bereich "Luft- und Raumfahrt" besucht. Die Region Heilbronn-Franken präsentiert sich vor Studenten und Unternehmensvertretern gemeinsam mit einem Forscher des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt als "europäischer Zugang in den Weltraum" und wirbt um junge Fachkräfte die erste berufliche Erfahrungen in Baden-Württemberg sammeln sollen, bevor sie dann "emotionsgeladen" mit dem Wissen um die Qualitäten der Region Heilbronn-Franken in ihre Heimat zurückkehren.

Zu einem Besuch in die Region Heilbronn-Franken hat Steffen Schoch die brandenburgischen Kollegen im Frühjahr 2004 eingeladen. Auf Interesse stießen vor allem die durch die WHF vorgestellten Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn bei der Schaffung eines Kunststoffclusters im Landkreis Heilbronn. Kontakte bekommen möchte man zu Formen- und Modellbauern, die traditionell nicht in Brandenburg angesiedelt sind in Heilbronn-Franken eine gute Tradition haben ebenso wie zu den Unternehmen aus dem Ernährungs- und Lebensmittelbereich bzw. zu den Verpackungsmaschinenhersteller, die im Land Brandenburg gute Absatzmärkte finden könnten. Mit der Solarstadt Neckarsulm und den darüber hinaus stattfindenden Solar-Aktivitäten der Region könnte sich die ZAB über ihre Energieagentur gleichwohl Gemeinsamkeiten vorstellen.

 
         
     

 

 
 
Heilbronn-Franken...
Dr. Thomas Olemotz
„Getreu dem Bechtle-Motto ‚Mit der Region verwurzelt, in Europa gewachsen‘ ist unser Erfolg eng mit Heilbronn-Franken verknüpft. Unser Firmensitz in Neckarsulm und unsere Finanzzentrale in Gaildorf sind Anlaufstellen unserer über 50 Standorte und zugleich Basis für unsere internationale Expansion.“
 
Dr. Thomas Olemotz, Vorstandssprecher Bechtle AG, Neckarsulm
 
Bechtle AG
Alfons-Maria Michels
 
"Das neue Mutter-Kind-Zentrum am Caritas-Krankenhaus ist ein mutiges und außergewöhnliches Bauvorhaben in Zeiten der Wirtschaftskrise und Zukunftsangst. Mit der Investition in Höhe von knapp 20 Millionen Euro, davon rund die Hälfte aus Eigenmitteln, stellt sich das Caritas-Krankenhaus seiner Verantwortung als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung in der Region. Kinder und Jugendliche, werdende Mütter und auch sehr kranke, häufig krebskranke Frauen, sollen hier auch in Zukunft eine professionelle medizinische und pflegerische Hilfe, einfühlsame Beratung und tatkräftige Unterstützung erhalten. Für die Region Tauber-Franken als familienfreundliche und dynamische Region garantieren wir mit dem Neubau und vielen weiteren Investitionen in qualifiziertes Personal und moderne Medizintechnik eine hochwertige medizinische Versorgung vor Ort."
 
Alfons-Maria Michels, Mitglied der Geschäftsführung Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim
 
Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim