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Handwerk wirbt online um Nachwuchs
       
 
 

28.10.2003

Reise durch die Welt der Handwerksausbildung

  handwerks-power.de heißt die neue Website, auf der für Jugendliche ein Stück Zukunft wartet. Erstmals können junge Erwachsene über eine Internetadresse auf den Großteil der in Baden-Württemberg verfügbaren Lehrstellen zugreifen. Darüber hinaus informiert die Plattform anhand von spannenden Text- und Video-Reportagen, welches Profil sich hinter 100 Ausbildungsberufen im Handwerk verbirgt. Ziel der Website ist es, über die Vielfalt und Zukunftschancen zu informieren und damit das Interesse der Jugendlichen für einen Berufseinstieg im Handwerk zu wecken.

Das neue Angebot im Internet richtet sich neben Schülern auch an Eltern und Lehrer und ist Teil der Informations- und Imagekampagne zur Sicherung des Nachwuchses im baden-württembergischen Handwerk. Die Kampagne der acht Handwerkskammern im Land läuft unter Federführung des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT).

„Für Abgänger aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium zeigt die Plattform die interessanten Perspektiven, die der Berufseinstieg im Handwerk bietet“, erläutert Kerstin Lüchtenborg, Leiterin der Abteilung Berufsbildung von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken. „Nach wie vor steht das Handwerk für interessante und zukunftssichere Arbeitsplätze.“ Auch darüber, wie sich die Ausbildung mit einem akademischen Abschluss verbinden lässt, gibt es zahlreiche Informationen: So kann ein Jugendlicher zum Beispiel nach einem mittleren Bildungsabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung an einer technischen Oberschule die fachgebundene Hochschulreife erwerben oder die handwerkliche Ausbildung als Vorbereitung zum Ingenieurstudium nutzen. Neben der Erklärung verschiedener Ausbildungswege stehen zahlreiche Adressen und Ansprechpartner im Netz zur Verfügung.

Für diejenigen Jugendlichen, die es interessiert, wie Auszubildende ihren Arbeitsplatz erleben, lohnt sich ein Klick auf die Rubrik azubi:tv. Hier erzählen Christiane, Andreas, Holger, Lea und 128 weitere Auszubildende in kleinen Video-Beiträgen von ihren Erfahrungen. Unter anderem berichten sie darüber, wieso sie ihren Ausbildungsberuf gewählt haben, wie sie ihre Zukunftschancen einschätzen, worauf es ihnen bei ihrer Arbeit ankommt, was sie nach ihrer Ausbildung vorhaben und was sie Schulabgängern raten. Da die Video-Beiträge nach Berufsgruppen sortiert sind, ist für jeden Interessenten etwas dabei. Unter anderem kommen die Reportagen der Auszubildenden aus den Bereichen Bau und Ausbau, Elektronik und Metall, Kraftfahrzeug, Holz und Kunststoff, Bekleidung und Textil, Nahrungsmittelgewerbe, Gesundheit und Körperpflege, Reinigung und Chemie, Glas und Keramik, Büro und Kommunikation.

Besucher der Website, die es ins Ausland zieht, finden ebenfalls ein reichhaltiges Angebot an Informationen: vom Stipendium der Landesstiftung Baden-Württemberg über Ausbildungsmöglichkeiten in Italien, Frankreich und vielen anderen Ländern Europas und der ganzen Welt.

Jugendliche, die sich für eine bestimmte Ausbildung entschieden haben, wissen oft nicht, wie sie sich richtig bewerben sollen. Auch dafür gibt die Internetplattform hilfreiche Ratschläge und hält vom mustergültigen Lebenslauf über Bewerbungsanschreiben bis zur Planung des Bewerbungsgesprächs alle wichtigen Informationen bereit.

Hintergrund der Kampagne

Hintergrund der groß angelegten Informations- und Imagekampagne ist die Tatsache, dass es für das Handwerk immer schwieriger wird, geeignete Lehrlinge zu finden, und die vielfältigen Ausbildungs- und Karrierechancen von Jugendlichen nicht erkannt werden. Die technologische Weiterentwicklung und die strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft führen im Handwerk zu erhöhten Anforderungen in der beruflichen Bildung. Einfachere Tätigkeiten gehen zurück, die Nachfrage nach höher qualifizierten Tätigkeiten steigt, die Kundenorientierung wird immer wichtiger, und neben fachlichen Kompetenzen gewinnen auch soziale Kompetenzen zunehmend an Bedeutung.

Zwar ist die Ausbildungsleistung des Handwerks traditionell hoch. Ende 2002 befanden sich in Baden-Württemberg 57.500 junge Menschen in einer handwerklichen Ausbildung. Dies entspricht knapp einem Drittel aller bestehenden Ausbildungsverhältnisse.

Finanziert wird die Kampagne aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, des Europäischen Sozialfonds und Mitteln der acht Handwerkskammern.
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Handwerkskammer Heilbronn-Franken
Zentralstelle
Allee 76
74072 Heilbronn
Telefon: 07131 791-106
Telefax: 07131 791-2506
E-Mail: Silke.Mulik@hwk-heilbronn.de
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