| handwerks-power.de heißt
die neue Website, auf der für Jugendliche ein Stück Zukunft
wartet. Erstmals können junge Erwachsene über eine Internetadresse
auf den Großteil der in Baden-Württemberg verfügbaren
Lehrstellen zugreifen. Darüber hinaus informiert die Plattform
anhand von spannenden Text- und Video-Reportagen, welches Profil sich
hinter 100 Ausbildungsberufen im Handwerk verbirgt. Ziel der Website
ist es, über die Vielfalt und Zukunftschancen zu informieren
und damit das Interesse der Jugendlichen für einen Berufseinstieg
im Handwerk zu wecken.
Das neue Angebot im Internet richtet sich neben Schülern auch
an Eltern und Lehrer und ist Teil der Informations- und Imagekampagne
zur Sicherung des Nachwuchses im baden-württembergischen Handwerk.
Die Kampagne der acht Handwerkskammern im Land läuft unter
Federführung des Baden-Württembergischen Handwerkstags
(BWHT).
Für Abgänger aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium
zeigt die Plattform die interessanten Perspektiven, die der Berufseinstieg
im Handwerk bietet, erläutert Kerstin Lüchtenborg,
Leiterin der Abteilung Berufsbildung von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.
Nach wie vor steht das Handwerk für interessante und
zukunftssichere Arbeitsplätze. Auch darüber, wie
sich die Ausbildung mit einem akademischen Abschluss verbinden lässt,
gibt es zahlreiche Informationen: So kann ein Jugendlicher zum Beispiel
nach einem mittleren Bildungsabschluss und einer abgeschlossenen
Berufsausbildung an einer technischen Oberschule die fachgebundene
Hochschulreife erwerben oder die handwerkliche Ausbildung als Vorbereitung
zum Ingenieurstudium nutzen. Neben der Erklärung verschiedener
Ausbildungswege stehen zahlreiche Adressen und Ansprechpartner im
Netz zur Verfügung.
Für diejenigen Jugendlichen, die es interessiert, wie Auszubildende
ihren Arbeitsplatz erleben, lohnt sich ein Klick auf die Rubrik
azubi:tv. Hier erzählen Christiane, Andreas, Holger, Lea und
128 weitere Auszubildende in kleinen Video-Beiträgen von ihren
Erfahrungen. Unter anderem berichten sie darüber, wieso sie
ihren Ausbildungsberuf gewählt haben, wie sie ihre Zukunftschancen
einschätzen, worauf es ihnen bei ihrer Arbeit ankommt, was
sie nach ihrer Ausbildung vorhaben und was sie Schulabgängern
raten. Da die Video-Beiträge nach Berufsgruppen sortiert sind,
ist für jeden Interessenten etwas dabei. Unter anderem kommen
die Reportagen der Auszubildenden aus den Bereichen Bau und Ausbau,
Elektronik und Metall, Kraftfahrzeug, Holz und Kunststoff, Bekleidung
und Textil, Nahrungsmittelgewerbe, Gesundheit und Körperpflege,
Reinigung und Chemie, Glas und Keramik, Büro und Kommunikation.
Besucher der Website, die es ins Ausland zieht, finden ebenfalls
ein reichhaltiges Angebot an Informationen: vom Stipendium der Landesstiftung
Baden-Württemberg über Ausbildungsmöglichkeiten in
Italien, Frankreich und vielen anderen Ländern Europas und
der ganzen Welt.
Jugendliche, die sich für eine bestimmte Ausbildung entschieden
haben, wissen oft nicht, wie sie sich richtig bewerben sollen. Auch
dafür gibt die Internetplattform hilfreiche Ratschläge
und hält vom mustergültigen Lebenslauf über Bewerbungsanschreiben
bis zur Planung des Bewerbungsgesprächs alle wichtigen Informationen
bereit.
Hintergrund der Kampagne
Hintergrund der groß angelegten Informations- und Imagekampagne
ist die Tatsache, dass es für das Handwerk immer schwieriger
wird, geeignete Lehrlinge zu finden, und die vielfältigen Ausbildungs-
und Karrierechancen von Jugendlichen nicht erkannt werden. Die technologische
Weiterentwicklung und die strukturellen Veränderungen in der
Wirtschaft führen im Handwerk zu erhöhten Anforderungen
in der beruflichen Bildung. Einfachere Tätigkeiten gehen zurück,
die Nachfrage nach höher qualifizierten Tätigkeiten steigt,
die Kundenorientierung wird immer wichtiger, und neben fachlichen
Kompetenzen gewinnen auch soziale Kompetenzen zunehmend an Bedeutung.
Zwar ist die Ausbildungsleistung des Handwerks traditionell hoch.
Ende 2002 befanden sich in Baden-Württemberg 57.500 junge Menschen
in einer handwerklichen Ausbildung. Dies entspricht knapp einem
Drittel aller bestehenden Ausbildungsverhältnisse.
Finanziert wird die Kampagne aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg,
des Europäischen Sozialfonds und Mitteln der acht Handwerkskammern.
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Handwerkskammer Heilbronn-Franken
Zentralstelle
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74072 Heilbronn
Telefon: 07131 791-106
Telefax: 07131 791-2506
E-Mail: Silke.Mulik@hwk-heilbronn.de
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