| Die Wirtschaft hat den
Optimismus wieder entdeckt - und das Venture Forum Neckar (VFN)
will jetzt durchstarten. Die Mitglieder erlauchten Kreises - allesamt
namhafte Unternehmer aus der Region unterstützen Gründer
mit Geld und Knowhow.
Bereits seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen, ein
Business-Angel-Netzwerk in der Region zu etablieren. Im kommenden
Januar soll der bislang eher lose organisierte Verbund in einen
eingetragenen Verein umgewandelt werden, um die Arbeit des in der
Innovationsfabrik angesiedelten Clubs besser zu koordinieren und
gleichzeitig professioneller auszugestalten.
Ein halbes Dutzend aktive Unternehmer und Manager im Ruhestand bilden
den Kern, um den sich laut Innovationsfabrik-Geschäftsführer
und Forum-Ansprechpartner Thomas Villinger etwa 20 weitere "Engel"
scharen sollen, die gegen eine Minderheitsbeteiligung an der zur
gründenden Firma Management-Knowhow, Kontakte und auch Geld
einbringen. "Unser Ziel ist es, einen Beitrag zur weiteren
Belebung dieses Wirtschaftsraumes zu leisten", sagt Villinger.
Gleichzeitig will er durch den Verein in der Region eine Kultur
der privaten Gründerunterstützung etablieren.
Um dem ambitionierten Projekt Flügel zu verleihen, hat Villinger
IHK-Präsident Günter Steffen engagiert. "Oft sind
in den jungen Unternehmen hervorragende Ideen vorhanden, aber es
fehlt an Geld, Kunden und Erfahrung", sagt Steffen. Das Forum
biete Vorteile nicht nur für die kapitalsuchenden Unternehmen,
sondern auch für die Kapital- und Ratgeber: "Neben der
Aussicht, finanziell vom künftigen Erfolg junger Firmen profitieren
zu können, bietet sich den Business-Angels ein neues Aufgabenfeld",
sagt der Gründer und ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der
Neckarsulmer TDS AG.
Firmen, die wegen ihrer interessanten Geschäftsidee im Vorfeld
ausgewählt worden sind, dürfen sich den Mitgliedern des
Vereins bei regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen
präsentieren - und darauf hoffen, dass sie auf diese Weise
einen Teilhaber gewinnen können, der zugleich Pate ist.
Privates Startkapital spielt für Gründer zurzeit vor allem
deswegen eine Rolle, weil die Banken in ihrer Finanzierungspolitik
restriktiver geworden sind. Auch die Gelder der großen Beteiligungsfonds,
die die New-Economy-Blase finanziert hatten, sind rar geworden.
"Der Markt für Beteiligungskapital ist zurzeit enorm in
Bewegung", sagt Villinger. Eine Lücke sieht er derzeit
vor allem bei der Kombination von Gründungskapital und Managementberatung,
wie sie das Heilbronner Forum bietet.
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