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Das Igersheimer High-Tech-Unternehmen Wittenstein ist jetzt als
Herstellungs- und Instandhaltungsbetrieb für die Luft- und
Raumfahrt zertifiziert. Hintergrund ist das zweitägige Audit
vom Luftfahrtbundesamt. Neue Märkte tun sich nun für die
Firma auf.
Bei Hartmut Kampa und Walter Decker knallten die Sektkorken. Ohne
Auflagen ist Wittenstein für die Luft- und Raumfahrt zertifiziert
worden. Nach einem zweitägigen Audit hat der Igersheimer Maschinen-bauer
jetzt vom Luftfahrtbundesamt grünes Licht bekommen. Verbunden
mit der Urkunde ist die offizielle Genehmigung "als Herstellungsbetrieb
für Produkte, Bau- und Ausrüstungsteile nach JAR-21 G".
Mit der ebenfalls überreichten Urkunde "JAR-145"
ist das Unternehmen auch zertifizierter Instandhaltungsbetrieb.
"Für uns eröffnen sich damit neue Märkte -
die Zertifizie-rung ist absolutes Muss für einen Anbieter von
Produkten für die Luft- und Raumfahrt", so Walter Decker,
Accountable Manager bei Wittenstein. "Nur durch die Zertifizierung
können wir im Konzert der Global Player wie Airbus mithalten",
so Decker weiter.
Monatelang haben die Qualitätsbeauftragten bei Wittenstein
unter der Leitung von Hartmut Kampa auf die Zertifizeirung hingearbeitet.
Dass die Urkunden und die Genehmigung ohne Auflagen erteilt wurden,
ist ein großer Erfolg für die Igersheimer und Ausfluss
des hohen Qualitätsstandards, der alle Bereiche des Maschinenbauers
erfasst.
Bei Wittenstein arbeiten mittlerweile im Bereich "aerospace
& simulation" rund 50 Mitarbeiter weltweit in drei verschiedenen
Standorten: In Großbritannien findet die Software- und Systementwicklung
statt, in den USA das Programm-Management und der Vertrieb, in Igersheim
unter anderem Forschung und Entwicklung, Fertigung, sowie Qualitätsmanagement.
Durch die Zulassungen kann das Igersheimer Unternehmen weiter
in die Zukunft planen: Die Igersheimer sind zuversichtlich, mehrere
hundert Antriebe für den neuen Airbus A 380 herstellen zu können.
Alle Türen des neuen doppelstöckigen Riesenflugzeugs werden
- erstmals in der zivilen Luftfahrt überhaupt - mit jeweils
drei elektromechanischen Antrieben ausgestattet. Der Linienbetrieb
ist 2006 geplant, alle Türantriebe, so die Planungen, sollen
in Igersheim gefertigt werden.
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