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Geburtstagsempfang für IOC-Vize
Thomas Bach
       
 
 

10.1.2004

IOC-Präsident Rogge: Auch neun Kandidaten für Olympia 2012 möglich

 

 

Gäbe es für die deutschen Sportführungen ein exakt praktiziertes Ressortprinzip, er dürfte sich mit Fug und Recht als Außenminister der Olympischen Bewegung Deutschlands verstehen: Dr. Thomas Bach, der am 29. Dezember in Tauberbischofsheim sein 50. Lebensjahr vollendete, erfreut sich trotz seines für Spitzenfunktionäre des Sports jugendlichen Alters erstaunlicher internationaler Reputation - Ergebnis kluger weil stets auch mehrheitsfähiger Strategien zur erfolgreichen Bewältigung anstehender Probleme. Dabei agiert er mit Vorliebe als Meister der Unauffälligkeit, von dem kaum jemand genau weiß, welche und wie viele Fäden sportpolitischer Regieführung von seiner Hand gezogen werden können und gezogen werden.

Fußend auf seiner glänzenden Leistungssportlaufbahn als Florettfechter mit den Höhepunkten der Mannschaftssiege bei den Olympischen Spielen 1976 und der Weltmeisterschaft 1977, entwickelte er parallel zum Studium der Rechts- und Politikwissenschaft mit dem Bestehen beider Staatsexamen 1979 und 1982 ("magna cum laude") seinen kontinuierlichen Aufstieg als Sportfunktionär: Aktivensprecher, Vorstandsmitglied des Bundesausschusses für Leistungssport, Mitglied der ersten Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees, Persönliches Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland und nach zwei vergeblichen Kandidaturen 1989 und 1990 schließlich 1991 in Nachfolge Willi Daumes Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees.

Abgesehen von seinem FDP-Engagement in der nationalen Sportpolitik ohne offenkundige Ambitionen, verbreiterte Dr. Thomas Bach seither unaufhaltsam Einfluss und Wirksamkeit auf internationaler Ebene. Nach Walther Trögers von Willi Daume betriebenem Rücktritt als IOC-Sportdirektor avancierte der vielsprachige (Englisch, Französisch, Spanisch) Wirtschaftsjurist zum engen Berater Juan Antonio Samaranchs speziell für juristische und wirtschaftspolitische Sachverhalte. Der damalige IOC-Präsident und das gesamte IOC profitierten von Bachs vielfältigen Beziehungen, so zu adidas, Bertelsmann und Daimler-Benz. Dabei vermied Thomas Bach sorgsam vorwitzige Drängelei in die Zentren internationaler Beobachtung, sondern stilisierte die ihm eigene Art verdeckter Einflussnahme. Nicht immer war dies möglich, so nicht bei der Aufklärung des IOC-Korruptionsskandals 1998 und jüngst bei der öffentlichen Diskussion der Querelen der Leipziger Olympiabewerbung. Erst neuerdings nimmt er öfter Gelegenheit, in Interviews oder Statements einem breiten Publikum seine Eloquenz vorzuführen.

Nach Willi Daume (1972 bis 1976) und Berthold Beitz (1984 bis 1988) wählte das IOC Dr. Thomas Bach anlässlich der 111. Session im September 2000 in Sydney als dritten Deutschen zu einem seiner Vizepräsidenten. Auch wenn satzungsgemäß dieses hohe Amt bei der nächstjährigen IOC-Session in Athen endet, bleibt er als Vorsitzender oder Mitglied wichtiger Kommissionen einer der einflussreichsten Mitgestalter des internationalen olympischen Sports. Und mit nunmehr 50 Lebensjahren liegen wohl noch weitere Sprossen seiner Karriereleiter vor ihm. W.K.

Unter den etwa 200 geladenen Gästen waren auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU), die ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel (beide FDP), NOK-Präsident Klaus Steinbach, DSB-Präsident Manfred von Richthofen und Franz Beckenbauer.

Fechten in Tauberbischofsheim
 
         
     

 

 
 
Unsere Ehemaligen...
Samuel Mete

"Die Zeit bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH war eine absolute Bereicherung! Neben der Möglichkeit selbständig zu Arbeiten und dem Einblick sowie der Mitarbeit bei verschiedensten Projekten, gilt es das hervorragende Arbeitsklima zu erwähnen. Die 6 Monate waren eine tolle Erfahrung aus der ich einiges mitnehmen konnte. Danke für die gute Zeit!"

 
Samuel Mete,
Junior Marketing Manager
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