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Bundesweinprämierung der Deutschen
Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Heilbronn
       
 
 

27.1.2004

Position als «Rotwein-Region Nr.1» ausgebaut

 

Heilbronn - Baden-Württemberg baut seine Position als «Rotwein-Region Nr.1» in Deutschland weiter aus. Wie auch in den übrigen Anbaugebieten setze sich im Südwesten der Trend zu roten und trockenen Weinen fort, sagte Projektleiter Stephan Schöller zu Beginn der diesjährigen Bundesweinprämierung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Heilbronn. Bis zum Freitag testen dort 52 DLG-Prüfer mehr als 3.900 Weine und Sekte.

Rund 650 Betriebe aus allen deutschen Anbaugebieten haben ihre Produkte zu dem Qualitätstest geschickt. Die Preisträger werden Mitte März in Mainz geehrt. Nach Angaben der DLG ist dies der einzige bundesweite Wettbewerb, der ausschließlich deutschen Weinen vorbehalten ist.

Insgesamt seien 15 Prozent mehr Rotweine zur Prüfung vorgestellt worden als 2003. Ihr Anteil an allen getesteten Weinen stieg nach Angaben der DLG auf 34 Prozent. «Ein Ende des Rotwein-Trends ist noch nicht absehbar», sagte der Weinkenner. Klassische rote Rebsorten wie etwa der Spätburgunder bekämen inzwischen zunehmend Konkurrenz von «jungen» Züchtungen, beispielsweise Dornfelder und Regent aus Rheinhessen und der Pfalz. «Dies werden besonders die Anbaugebiete in Baden zu spüren bekommen», sagte Schöller.

Neben den «Roten» seien trockene Weine bundesweit weiter auf dem Vormarsch: Ihr Anteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf rund die Hälfte aller getesteten Weine. «Aber auch die Halbtrockenen haben ihr treues Publikum», sagte DLG-Experte Schöller. Bei der Bundesweinprämierung werden in diesem Jahr überwiegend Flaschen aus dem Jahrgang 2002 geprüft (81 Prozent), neben Weinen der Jahrgänge 2001 (16 Prozent) und älter. Der Ausnahmejahrgang 2003 kommt erst im kommenden Jahr auf den Tisch.

Aus Württemberg werden in dieser Woche 651 Partien getestet, davon sind 25 Prozent Weißwein und 75 Prozent Rotwein. Aus Baden stammen 521 Partien, je zur Hälfte weiß und rot.

Nach Ansicht Schöllers werden milde und liebliche Weine in Deutschland häufig verkannt und haben zu Unrecht ein schlechtes Image. Dabei seien gerade für die jüngeren «Einsteiger» unter den Weintrinkern die eher milden Weine besser geeignet. «Einen jungen Saft- und Colatrinker bekommt man nicht gleich zum trockenen Riesling», meinte Schöller.

Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft
 
         
     

 

 
 
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