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31.1.2004
Heilbronn-Franken im Blickfeld des Mechatronik-Clusters
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Unter Leitung des Oberösterreichischen
Technologie- und Wirtschaftslandesrates Viktor Sigl, wird am 29./30.
März 2004 eine hochrangige Delegation nach Baden-Württemberg
reisen. Nicht nur Karlsruhe und Stuttgart stehen auf dem Reiseprogramm.
Auch das Luft- und Raumfahrtzentrum in Lampoldshausen, der Getriebehersteller
GETRAG in Untergruppenbach und das Unternehmen Bürkert, der weltweit
agierende Systemanbieter der Meß-, Steuer- und Regeltechnik
in Ingelfingen, werden besucht.
Gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale wirtschaftliche
Zusammenarbeit Baden-Württemberg (GWZ) hat die Wirtschaftsregion
Heilbronn-Franken GmbH seit geraumer Zeit die Kontakte in den Osten
Österreichs vertieft. Dort in Oberösterreich und der Steiermark
sind Fahrzeughersteller und automotive Zulieferbetriebe sowie die
in dieser Branche relevanten Maschinen- und Anlagenbauer und Dienstleister
zu Hause. Unternehmen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau, Geräte-
und Apparatebau sowie spezifische Technologie-Lieferanten und Dienstleister
haben sich im Mechatronik-Cluster zusammen geschlossen. "Innovation
durch Kooperation", so lautet das Motto der Oberösterreichischen
Clusterinitiativen, die durch die Zusammenarbeit von Unternehmen und
Forschungseinrichtungen in Netzwerken ihre Innovationskraft stärken
und dadurch auch an Kooperationen mit Unternehmen der selben Branche
in Wachstumsregionen wie Heilbronn-Franken interessiert sind.
"Es freut mich besonders, dass die österreichischen Kollegen
in Baden-Württemberg nicht nur Stuttgart und Karlsruhe kennen
lernen wollen, sondern auch an den innovativen Unternehmen unserer
Region Interesse zeigen", betont Steffen Schoch, Geschäftsführer
der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Seiner Ansicht
nach geht es bei diesen Kooperationen zum einen im Sinne der Bestandspflege
einheimischer Firmen sowohl darum, Liefermöglichkeiten für
deutsche Firmen in Österreich auszuloten als auch passende österreichische
Unternehmen für ein Engagement im deutschen Markt zu interessieren.
"Wir stellen bei Gesprächen mit unseren Unternehmen immer
wieder fest, dass gerade im Bereich Formen- und Werkzeugbau die Bereitschaft
zum Outsourcing besteht", sagt Schoch der darauf hinweist, dass
in Steyr das größte BMW-Motorenwerk steht und in Linz mit
der Voest-Alpine einer der weltweit größten Automobilzulieferer
ihren Sitz haben.
Der Unternehmer-Delegation aus Oberösterreich, die auch mit Vertretern
von Banken, Universitäten, Wirtschaftskammern und Medien nach
Baden-Württemberg reist, wird der IHK-Hauptgeschäftsführer
Heinrich Metzger das Projekt "Heilbronn-Franken 2020 - Die Zukunftsinitiative
der Region" vorstellen. Regionalverbandsdirektor Dr. Ekkehard
Hein und WHF-Chef Steffen Schoch werden die wirtschaftlichen und kulturellen
Qualitäten der Region Heilbronn-Franken näher bringen und
die Möglichkeiten der Gewerbeentwicklung aufzeigen.
Wie Technologieförderung durch ein in der Region getragenes Business-Angel-Netzwerk
funktioniert, präsentiert der IFH-Geschäftsführer Thomas
R. Villinger anhand des jüngst ins Leben gerufenen Venture-Forum-Neckar
e.V. (VFN).
Eingebunden in die Vorstellung der Region ist auch die Fachhochschule
Heilbronn. Die Professoren Jörg Wild und Herbert Windisch, selbst
zu Hause in den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik und Mikrosystemtechnik,
werden die Arbeit des an der FH Heilbronn angesiedelten ACC Automotive
Competence Centers vorstellen. Diese Nachwuchsschmiede für die
regionale Wirtschaft hat umfangreiche Projekterfahrungen in der Entwicklung
und Untersuchung mechatronischer Systeme sowie in der Schwingungstechnik
und Geräuschreduzierung bei PKW-Verbrennungsmotoren.
GETRAG-Geschäftsführer Jürgen Bregler wird die Delegation
im Getrag-Innovations-Center in die Welt des Getriebes einführen.
Als weltweit führender Hersteller von Antriebstechnik, hat
sich das 12935 gegründete Unternehmen zu einem international
erfolgreich agierenden Konzern entwickelt. Mit 9.200 Mitarbeitern
an 16 Standorten in Europa, USA und Asien wurde in den vergangenen
Jahren ein kontinuierliches Wachstum erzielt und eine innovatives,
marktorientiertes Produktprogramm sicher gestellt.
Besonderer Wunsch von Technologie- und Wirtschaftslandesrat Viktor
Sigl war es auch, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik
in Lampoldshausen zu besuchen. "Dieser Raumfahrtstandort ist
für Europa und die ganze Welt von höchster Bedeutung",
betont WHF-Chef Steffen Schoch. Er wird einer der wichtigen Zentren
für die Entwicklung der künftigen Trägerraketen sein.
Der in Europa einmalige Prüfstand P 5, auf dem stufenweise
die ARIANE-Triebwerke bis zu einer Nutzlast von zehn Tonnen getestet
werden sollen, wurde für 70 Millionen Euro gebaut. Auf ihm
soll auch das künftige Höhentriebwerk Vinci unter Vakuumbedingungen
getestet werden.
Zum Abschluss des Besuchsprogramms wird die rund 30-köpfige
Delegation das innovative Unternehmen Bürkert in Ingelfingen
besuchen. Bürkert steht weltweit synonym für Kompetenz
in Fluid Control Systems. Also überall dort, wo in automatisierten
Prozessen fluidische Medien strömen, die gemessen, gesteuert
und geregelt werden müssen. Im Maschinenbau, in der Chemie,
in der Elektro-, Medizin-, Lebensmittel- und Verfahrenstechnik.
Doch so vielseitig das Anwendungsspektrum der angebotenen Systemlösungen
auch ist, im Grunde basiert es auf drei individuell aufeinander
abgestimmten Systemelementen: Ventilen, Sensoren und Reglern. Das
Produkt- und Leistungsspektrum von Bürkert umfasst heute Magnet-
und Prozeßventile, Pneumatik, Sensoren und fluidische Systemtechnik.
Mit allem, was dazugehört, um in differenzierten Märkten
maßgeschneiderte Lösungen bereitzustellen. Auf internationalen
Standards und mit umfassenden Serviceleistungen.
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