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Mit seinem Vortrag an der FH Stralsund hatte der WHF-Geschäftsführer
Steffen Schoch bei den Studenten vor wenigen Wochen Interesse für
die Region Heilbronn-Franken geweckt. Im April werden 15 Studenten
samt Professoren zu einer Exkursion in die Region kommen. Ein Student
ist bereits zum Praktikum bei Schunk in Lauffen.
"Wir müssen was tun, um bei jungen Menschen unsere Region
bekannt zu machen und deren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
hier aufzuzeigen", betont Steffen Schoch, Geschäftsführer
der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Er ist davon
überzeugt, dass die Region nur dann weiter wachsen wird, wenn
alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Bekanntheitsgrad zu
steigern. "Wer kennt in Stralsund Heilbronn?", fragt Schoch.
Nach seinem Vortrag im vergangenen November waren es schon einige
mehr. Es dauerte nicht lange, da lagen auch schon die ersten Bewerbungen
aus Stralsund bei den Unternehmen auf dem Tisch. Gemeinsam mit den
Agenturen für Arbeit in der Region Heilbronn-Franken sendet
die WHF in regelmäßigen Abständen an ein Netzwerk
bundesdeutscher Hochschulen die Stellenangebote der Region.
"Es wäre toll, wenn noch mehr Unternehmen der Region
Praktikantenstellen zur Verfügung stellen könnten",
betont Schoch. Er ist der Meinung, dass gerade ein Praktikum in
einem innovativen Unternehmen bei jungen Menschen dazu beitragen
kann, die Region und das Unternehmen auf deren emotionale Landkarte
zu bringen und sich auch bei der späteren Stellensuche mit
dieser Region und diesen Unternehmen zu beschäftigen. "Dort,
wo man gut aufgenommen wurde und etwas gelernt hat, das vergisst
man nicht so schnell", ist Schoch sich sicher.
Auf Vermittlung der WHF ist seit einer Woche der Stralsunder Maschinenbaustudent
Tjark Kohlberg beim Lauffener Unternehmen Schunk zu einem Praktikum.
Dort feilt und sägt er und konnte auch schon erste Erfahrungen
an der Fräs- und Drehmaschine schaffen. "Was Schunk für
Auszubildende und Praktikanten bietet ist ausgezeichnet", schwärmt
Tjark Kohlberg. Er schätzt vor allem die gute Betreuung und
Anleitung und auch, dass die von ihm produzierten Werkstücke
voll in die Produktion eingehen. "Da weiß man schon von
Beginn an, dass man äußerst sorgfältig und genau
arbeiten muss und lernt frühzeitig Verantwortung für sein
Werkstück zu tragen", so der 22-jährige Student.
Wenn Mitte April dann weitere 15 Studenten inklusive Professoren
und Laboringenieure in die Region Heilbronn-Franken kommen, wird
sich ein großer Schwerpunkt der Unternehmensbesuche mit den
Fahrzeugherstellern und deren Zulieferern und Dienstleistern beschäftigen.
Bei der AUDI AG in Neckarsulm werden die Studenten die Produktion
des A 6 oder A 8 besichtigen und dann sowohl einen Vortrag zur Motorenentwicklung
als auch zu den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten
im AUDI-Konzern erfahren. Dem Neckarsulmer AUDI-Personalchef Martin
Rosik ist es wichtig, dass die Studenten auch den Kontakt zu Trainees
im Werk bekommen. So sei gewährleistet, dass diese sich auf
gleicher Ebene austauschen könnten.
Beim Besuch des Ingenieurdienstleisters und Prototypenbauers Bertrandt
in Neckarsulm sollen die Gäste das Leistungsangebot dieses
weltweit agierenden Zuliefererunternehmens der Automobilindustrie
kennen lernen. Die Klappen- und Kotflügelentwicklung, Stoßfängerentwicklung
und Crash-Tests sowie die Entwicklung neuer Materialien für
den Automobilbau sind für die angehenden Ingenieure von größtem
Interesse.
Beim Getriebehersteller Getrag in Untergruppenbach und an der FH
Heilbronn sollen die Studenten einen Einblick in die Forschung und
Entwicklung im Fahrzeugbau für die Region sehen.
Für die Professoren ist es von großem Interesse, Kontakte
zu anderen Hochschulen in Deutschland zu bekommen. Ziel ist deshalb
auch die zukünftige Kooperation auf dem Sektor der Hochschularbeit.
Ein Besuch in der Heilbronner Innovationsfabrik steht ebenfalls
auf dem Reiseprogramm. "Es ist uns wichtig, dass wir zeigen,
dass die Region Heilbronn-Franken auch die Existenzgründer
unterstützt und beste Rahmenbedingungen für deren positive
Entwicklung bietet", so Schoch.
Da ein Ingenieur nicht nur fit sein muss im Umgang mit Motoren,
Prüfgeräten und Computern sondern auch einmal in die "Verlegenheit
der Geschäftsessen" kommen wird, deshalb ist für
den Abend in Mayer´s Burgrestaurant Hohenbeilstein ein "Knigge-
und Benimmkurs mit praktischen Übungen" auf dem Programm.
"Auch Essen ist Kultur", sagt Schoch der den Studenten
von Deutschlands größter Rotweinregion einen guten Eindruck
an die Ostsee mitgeben möchte.
Die Exkursion wird unterstützt durch die Unternehmen und die
Volksbank Heilbronn.
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