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In Hohenlohe höchste Dichte von Biogasproduzenten in Europa
       
 
 

9.2.2004

 

 

Hohenloher Landwirte sind Spitze bei der Produktion von Biogas. Zwischen Jagst und Kocher wird seit mehr als 15 Jahren mit moderner Technik diese umweltfreundliche Energie aus Gülle gewonnen.
Hier stehen rund 65 der etwa 2.000 Anlagen in Deutschland: Damit findet sich in Hohenlohe die wahrscheinlich höchste Dichte von Biogasproduzenten in Europa.

Wie plane ich meine Anlage, und wie betreibe ich sie gewinnbringend? Wie kann ich die Verfahrenstechnik verbessern, welche Fördermöglichkeiten gibt es? Solche Fragen diskutierten (Mitte Januar 2004) bei einem zweitägigen Biogasseminar 29 Landwirte, die aus ganz Deutschland zum Erfahrungsaustausch in das Energie-Zentrum nach Wolpertshausen (Landkreis Schwäbisch Hall) gekommen waren. Dazu gab es in der Wolpertshäuser Biogasanlage Einblicke in die Praxis. "Unsere Schulung für Landwirte, die in ihrem Betrieb Biogas erzeugen wollen, hat Modellcharakter, künftig werden wir weitere Betreiberschulungen anbieten", erläutert W.I.H. Geschäftsführer Karl-Heinz Ehrmann. Diese Biogas-Betreiberschulung sei bereits die sechste Tagung in einer Veranstaltungsreihe zur nachhaltigen Energienutzung, die von den Wirtschaftsförderungsgesellschaften (WFG) des Hohenlohekreises, des Landkreises Schwäbisch Hall und des Raums Heilbronn getragen werde.

"Die Biogas-Seminare sind weitere Mosaiksteine im Angebot des Energie-Zentrums, das zu einem Informations- und Bildungszentrum für den Energiebereich ausgebaut werden soll", ergänzt Werner Schmidt, Geschäftsführer der WFG Schwäbisch Hall, der Trägerin jener Einrichtung. Die Initiative ist eingebunden in das vom Bundesverbraucherministerium geförderte Projekt "Hohenlohe aktiv - Partnerschaft für ländliche Regionalentwicklung."

Konzipiert haben das Seminar zwei ausgewiesene Biogas-Experten: Michael Köttner vom Internationalen Biogas und Bioenergie Kompetenzzentrum (IBBK) in Kirchberg/Jagst und Gottfried Gronbach vom Vellberger Biogasanlagen-Hersteller NOVATECH. "Immer mehr Landwirte sehen in der Biogasproduktion ein zusätzliches finanzielles Standbein und planen eine Anlage", weiß Gronbach, "weshalb es einen enormen Informationsbedarf für das nötige Know-How gibt", ergänzt Köttner. Die Produktion von Biogas ist ideal, um Gülle und Mist, auf Stilllegungsflächen angebautes Grüngut und andere organische Substrate umweltfreundlich und gewinnbringend zu verwerten. Das Material wird in großen Behältern vergoren, wobei energiereiches Methangas entsteht. Dieses lässt sich ähnlich vielseitig nutzen, wie Erdgas und in Blockheizkraftwerken zu Wärmeenergie und Strom umwandeln. Die selbst gewonnene Heizwärme entlastet das Energie-Budget des Hofes; seinen Biogas-Strom verkauft der Landwirt an das örtliche E-Werk. Dafür erhält er momentan rund 10 Cent pro Kilowattstunde. "Mit der längst fälligen Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hofft die Branche auf eine bessere Vergütung und damit auf noch mehr Anreiz, in eine Biogasanlage zu investieren", so Köttner. Auch die schleppenden und teils praxisfremden Genehmigungsverfahren würden viele interessierte Landwirte abschrecken, kritisiert Gronbach. Nicht zuletzt deshalb werde in Deutschland bislang nur rund ein Prozent des Biogaspotenziales genutzt. Würden alle Möglichkeiten dieser erneuerbaren, nicht klimaschädlichen Energie ausgeschöpft, so Gronbach, ließen sich enorme Mengen an Erdöl und Erdgas einsparen, bis zu 120.000 neue Arbeitsplätze schaffen und zwei Kernkraftwerke ersetzen.

 
         
     

 

 
 
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"Die Zeit bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH war eine absolute Bereicherung! Neben der Möglichkeit selbständig zu Arbeiten und dem Einblick sowie der Mitarbeit bei verschiedensten Projekten, gilt es das hervorragende Arbeitsklima zu erwähnen. Die 6 Monate waren eine tolle Erfahrung aus der ich einiges mitnehmen konnte. Danke für die gute Zeit!"

 
Samuel Mete,
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