| In der Region Heilbronn-Franken
gibt es einen Mangel an Facharbeitskräften. Beim Wettbewerb "Jugend
forscht" hat das Unternehmen ebmpapst aus Mulfingen - Weltmarktführer
bei innovativen Motoren und Ventilatoren - jetzt wieder die pfiffigsten
Ideen der Jugendlichen ausgezeichnet.
Eine Kartenausteilmaschine, eine bremsbare Schubkarre, ein Pinsel-
und Farbenhalter für Schwerstbehinderte, elastischer Schaum
aus nachwachsenden Rohstoffen, eine neue Form der Magnetfeldbestimmung
mit Pendel und Stabmagnet, hoch komplizierte mathematische Ableitungen
sowie ein Experiment mit "eigensinnigem Eis" - diese Ideen
und Projekte setzten sich bei dem von der Firma ebm-papst organisierten
6. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Künzelsau
durch.
Matthias Müller (19) vom Störck Gymnasium in Bad Saulgau
war sogar in zwei Siegerteams vertreten: Mit seinem Mitschüler
Dieter Kolleth (20) aus Bad Waldsee sowie Pirmin Weigele (18) von
der Biberacher Pestalozzi-Schule gewann er im Bereich Geo- und Raumwissenschaften:
Die drei Schüler präsentierten ein Gerät, das es
ermöglicht, die Stärke des Magnetfeldes mit einem einzigen
Stabmagneten zu bestimmen. Mit Renate Landig (17) aus Bad Saulgau
und Markus Helmer (19) aus Bad Saulgau wurde Matthias Müller
Physik-Regionalsieger: Die drei Bad Saulgauer Gymnasiasten, die
regelmäßig im Schülerforschungszentrum experimentieren,
stellten einen Versuch mit "eigensinnigem Eis" vor: Je
nach Temperatur und Herstellungsart zeigen sich überraschende
Erscheinungen, wenn man einen Eiswürfel in Öl legt.
Einen elastischen Schaum aus nachwachsenden Rohstoffen, der beispielsweise
bei der Autoproduktion Verwendung finden könnte, entwickelten
drei Gymnasiasten des Karlsruher Fichte-Gymnasiums: Sara Hild (16)
aus Wörth, Yves Chassein (18) aus Wörth und der 18-jährige
Dominic Hansen (18) aus Karlsruhe wurden Biologie-Regionalsieger.
Im Bereich Technik setzte sich der Kirchheimer Gymnasiast Mathias
Trojosky mit seiner Karteinausteilmaschine an die Spitze. Die von
ihm selbst aus Plexiglas hergestellte Maschine ist für die
unterschiedlichsten Spiele programmiert und teilt so die Karten
perfekt aus. "Da kann man Karten spielen und gleichzeitig vespern",
bewunderte Prof. Dr. Martin Schrempf, der Leiter des Regionalwettbewerbs,
die pfiffige Idee.
Im Bereich Arbeitswelt setzten die Juroren zwei Projekte aus dem
Hohenlohekreis an die Spitze: eine Schubkarre mit Bremse, entwickelt
von den drei Auszubildenden Philipp Keilbach (19) aus Oberkessach,
Matthias Müller (18) aus Laibach und Johannes Zenkert (19)
aus Diebach von der Ingelfinger Firma Bürkert, sowie einen
Pinsel- und Farbenhalter für Schwerstbehinderte. Die von den
ebm-papst-Auszubildenden Daniel Scharly (18) und Michael Haag (18)
präsentierte Vorrichtung ermöglicht es Behinderten, ohne
ständige Hilfe einer Pflegekraft selbständig mit dem Mund
zu malen.
Wettbewerbsleiter Dr. Schrempf zog gestern eine positive Bilanz
des Wettbewerbs: "Die Arbeiten haben ein sehr hohes Niveau
und sind diesmal außergewöhnlich breit gefächert."
Vor allem freute sich Dr. Schrempf über die erfolgreiche Regionalisierung
des Wettbewerbs: Über zwei Drittel der 36 Arbeiten kommen inzwischen
aus der Region Heilbronn-Franken. Vor allem die Unternehmen im Hohenlohekreis
seien dabei sehr aktiv. Die Fachhochschule sei ein idealer Veranstaltungsort
für den Wettbewerb: "Wir haben mit die beste Atmosphäre"
bei den Regionalwettbewerben." Das sei aber vor allem das Ergebnis
der einmaligen Unterstützung durch die Firma ebm-papst. Die
Patenfirma, Weltmarktführer bei innovativen Motoren und Ventilatoren,
betreue die Jugendlichen ganz hervorragend und gebe dem Wettbewerb
den Charakter eines Events. Bernd Ludwig, der Patenbeauftragte von
"Jugend forscht" und Ausbildungsleiter von ebm-papst erinnerte
daran, dass es bei diesem Wettbewerb keine Verlierer gebe. Nahezu
alle Wettbewerbsteilnehmer bekämen wertvolle Sonderpreise und
vor allem habe jeder Jugendliche an Selbstbewusstsein gewonnen.
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