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Pfiffige Ideen ausgezeichnet
       
 
 

26.03.2004

Eine Schubkarre mit Bremse gehörte zu den Siegerprojekten

  In der Region Heilbronn-Franken gibt es einen Mangel an Facharbeitskräften. Beim Wettbewerb "Jugend forscht" hat das Unternehmen ebmpapst aus Mulfingen - Weltmarktführer bei innovativen Motoren und Ventilatoren - jetzt wieder die pfiffigsten Ideen der Jugendlichen ausgezeichnet.

Eine Kartenausteilmaschine, eine bremsbare Schubkarre, ein Pinsel- und Farbenhalter für Schwerstbehinderte, elastischer Schaum aus nachwachsenden Rohstoffen, eine neue Form der Magnetfeldbestimmung mit Pendel und Stabmagnet, hoch komplizierte mathematische Ableitungen sowie ein Experiment mit "eigensinnigem Eis" - diese Ideen und Projekte setzten sich bei dem von der Firma ebm-papst organisierten 6. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in Künzelsau durch.

Matthias Müller (19) vom Störck Gymnasium in Bad Saulgau war sogar in zwei Siegerteams vertreten: Mit seinem Mitschüler Dieter Kolleth (20) aus Bad Waldsee sowie Pirmin Weigele (18) von der Biberacher Pestalozzi-Schule gewann er im Bereich Geo- und Raumwissenschaften: Die drei Schüler präsentierten ein Gerät, das es ermöglicht, die Stärke des Magnetfeldes mit einem einzigen Stabmagneten zu bestimmen. Mit Renate Landig (17) aus Bad Saulgau und Markus Helmer (19) aus Bad Saulgau wurde Matthias Müller Physik-Regionalsieger: Die drei Bad Saulgauer Gymnasiasten, die regelmäßig im Schülerforschungszentrum experimentieren, stellten einen Versuch mit "eigensinnigem Eis" vor: Je nach Temperatur und Herstellungsart zeigen sich überraschende Erscheinungen, wenn man einen Eiswürfel in Öl legt.

Einen elastischen Schaum aus nachwachsenden Rohstoffen, der beispielsweise bei der Autoproduktion Verwendung finden könnte, entwickelten drei Gymnasiasten des Karlsruher Fichte-Gymnasiums: Sara Hild (16) aus Wörth, Yves Chassein (18) aus Wörth und der 18-jährige Dominic Hansen (18) aus Karlsruhe wurden Biologie-Regionalsieger. Im Bereich Technik setzte sich der Kirchheimer Gymnasiast Mathias Trojosky mit seiner Karteinausteilmaschine an die Spitze. Die von ihm selbst aus Plexiglas hergestellte Maschine ist für die unterschiedlichsten Spiele programmiert und teilt so die Karten perfekt aus. "Da kann man Karten spielen und gleichzeitig vespern", bewunderte Prof. Dr. Martin Schrempf, der Leiter des Regionalwettbewerbs, die pfiffige Idee.

Im Bereich Arbeitswelt setzten die Juroren zwei Projekte aus dem Hohenlohekreis an die Spitze: eine Schubkarre mit Bremse, entwickelt von den drei Auszubildenden Philipp Keilbach (19) aus Oberkessach, Matthias Müller (18) aus Laibach und Johannes Zenkert (19) aus Diebach von der Ingelfinger Firma Bürkert, sowie einen Pinsel- und Farbenhalter für Schwerstbehinderte. Die von den ebm-papst-Auszubildenden Daniel Scharly (18) und Michael Haag (18) präsentierte Vorrichtung ermöglicht es Behinderten, ohne ständige Hilfe einer Pflegekraft selbständig mit dem Mund zu malen.
Wettbewerbsleiter Dr. Schrempf zog gestern eine positive Bilanz des Wettbewerbs: "Die Arbeiten haben ein sehr hohes Niveau und sind diesmal außergewöhnlich breit gefächert." Vor allem freute sich Dr. Schrempf über die erfolgreiche Regionalisierung des Wettbewerbs: Über zwei Drittel der 36 Arbeiten kommen inzwischen aus der Region Heilbronn-Franken. Vor allem die Unternehmen im Hohenlohekreis seien dabei sehr aktiv. Die Fachhochschule sei ein idealer Veranstaltungsort für den Wettbewerb: "Wir haben mit die beste Atmosphäre" bei den Regionalwettbewerben." Das sei aber vor allem das Ergebnis der einmaligen Unterstützung durch die Firma ebm-papst. Die Patenfirma, Weltmarktführer bei innovativen Motoren und Ventilatoren, betreue die Jugendlichen ganz hervorragend und gebe dem Wettbewerb den Charakter eines Events. Bernd Ludwig, der Patenbeauftragte von "Jugend forscht" und Ausbildungsleiter von ebm-papst erinnerte daran, dass es bei diesem Wettbewerb keine Verlierer gebe. Nahezu alle Wettbewerbsteilnehmer bekämen wertvolle Sonderpreise und vor allem habe jeder Jugendliche an Selbstbewusstsein gewonnen.

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