| Vom 23. bis 25. April ist
Langenburg zum vierten Mal Schauplatz der "Langenburg Classic",
eine der größten und attraktivsten Oldtimer-Veranstaltungen
in Deutschland.
Wer nach Hohenlohe kommt, muss in Langenburg gewesen sein, dem
"Herz" des romantischen Landes zwischen Kocher und Jagst.
Das beherzigte schon Queen Elisabeth II., als sie 1965 in dem 2000
Einwohner zählenden malerischen Bergstädtchen hoch über
dem Jagsttal bei ihren Verwandten - dem Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg
- Station machte. Vom 23. bis 25. April ist Langenburg zum vierten
Mal Schauplatz der "Langenburg Classic", eine der größten
und attraktivsten Oldtimer-Veranstaltungen in Deutschland. Eine
gute Gelegenheit, um an diesem Wochenende Hohenlohe kennenzulernen.
Als "Mille Miglia in Hohenlohe" gefeiert, war die "Langenburg
Classic" bei den drei bisherigen Veranstaltungen ein großer
Erfolg: Über 200 kostbare Oldtimer aus ganz Deutschland rollten
im letzten und vorletzten Jahr an die Startlinie. Bis zu 20.000
Zuschauer säumten bei idealem Frühlingswetter die Straßen,
als Autos und Motorräder mit großer Rennsportvergangenheit
bei einer "Berggleichmäßigkeitsprüfung"
die kurvige Steige von dem an der Jagst gelegenen Bächlingen
nach Langenburg hinaufjagten. Das weckte nicht nur bei den Zuschauern,
sondern auch bei den Teilnehmern Erinnerungen an große Bergrennen
der Vergangenheit. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung: eine perfekte
Kombination aus Oldtimerausfahrt durch die bezaubernde Landschaft
Hohenlohes am Freitag und Samstag und einer Berggleichmäßigkeitsprüfung
am Sonntagmorgen - vor der romantischen Kulisse des Bergstädtchens.
Bis 1806 war Langenburg Zentrum eines deutschen Kleinstaats. Das
lässt sich noch heute am prächtigen Schloss mit seinem
Barockgarten und den schmucken Bürgerhäusern im "Städtle"
ablesen. Weil der Zweite Weltkrieg fast spurlos an Langenburg vorbeizog,
blieb ein Juwel für die Nachwelt erhalten.
Von der Terrasse des Schlosscafés schweift der Blick über
stille Wälder, Wiesen, weite Getreidefelder und die Jagst.
Ein unvergessliches Landschaftsaquarell, gemalt von Mutter Natur.
Und das gilt für weite Teile Hohenlohes, das nach seinem Fürstenhaus
benannte Ländchen im Nordosten Baden-Württembergs zwischen
Öhringen, Bad Mergentheim, Crailsheim und Schwäbisch Hall.
Der harmonische Dreiklang aus weiter Ebene, zum Teil tief eingeschnittenen
Tälern und den über der Ebene thronenden Keuperstufenbergen
macht den besonderen Reiz der Landschaft aus.
Am Samstag, dem "Landtag" fahren die Teilnehmer der "Langenburg
Classic" über 200 Kilometer durch diesen idyllischen Landstrich
im Nordosten Baden-Württembergs. Die Tour führt zu besonderen
landschaftlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten
Hohenlohes und Mittelfrankens. Ein besonderer Höhepunkt der
Tour 2004 ist Rothenburg, aber auch die stillen Winkel entlang von
Kocher, Jagst und Tauber ziehen die Teilnehmer in ihren Bann.
Wer noch mehr über die Automobilgeschichte erfahren möchte,
ist im Deutschen Automobilmuseum im Marstall des Schlosses goldrichtig.
Wo einst edle Pferde wieherten, erwarten heute auf zirka 2000 Quadratmetern
Ausstellungsfläche rund 80 Veteranen der Automobilgeschichte
aus den Jahren zwischen 1893 und 1939, sowie historische und zeitgenössische
Rennwagen und Sportfahrzeuge den Besucher. Geboren aus einer Idee
des Fürsten Kraft zu Hohenlohe-Langenburg und des 1973 tödlich
verunglückten Rennfahrers und Journalisten Richard von Frankenberg,
wurde das Museum, das beste Beziehungen zu Automobilherstellern
wie Porsche pflegt, Ostern 1970 in den stilvollen Räumen des
ehemaligen fürstlichen Marstalls eröffnet.
Die zum europäischen Hochadel zählende Fürstenfamilie
Hohenlohe regierte bis 1806 das rund 100.000 Einwohner zählende
Fürstentum. Mehrere Linien teilten sich die Herrschaft. Das
verhinderte ein größere Machtentfaltung, hatte aber einen
entscheidenden Vorteil: Die meisten Kleinstädte des Hohenloher
Landes waren zugleich Residenzstädtchen mit Schloss, Hofgarten,
Hofstaat, höfischem Leben und allem was dazugehört - Theater,
Musiker und Künstler aller Art.
Die Kulturreisenden, Radfahrer und Wanderer haben die Region für
sich entdeckt - aber immer noch gilt Hohenlohe als Geheimtipp. In
dem dünn besiedelten Landstrich mit den weiten Wäldern
im Osten und den Rebhängen im Westen, an denen ein guter Tropfen
Wein wächst, kann man noch stundenlang wandern, ohne eine Menschenseele
zu treffen. Den Höhenpunkt der "Langenburg Classic",
das "Bergrennen", ließen sich im Vorjahr rund 10.000
begeisterte Zuschauer nicht entgehen. Ab 9.15 Uhr dröhnen die
Motoren historischer Sport- und Rennwagen - Musik in den Ohren der
Zuschauer und Teilnehmer. Nicht der Schnellste gewinnt, sondern
der Fahrer, der die beiden Wertungsläufe auf der zwei Kilometer
langen Strecke möglichst in exakt der gleichen Zeit absolviert.
Aber wenn Formel V und Formel II-Fahrzeuge, die Rennsportgeschichte
geschrieben haben, historische Sportwagen und schnelle Oldtimer-Motorräder
mit klangvollen Namen am Start sind, sind nicht gerade "Schneckenrennen"
zu erwarten. Da ist Rennsportatmosphäre garantiert.
Weitere Informationen über die "Langenburg Classic"
unter Tel. 07905/940513 oder im Internet
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