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Zum Oldtimer-Festival nach Hohenlohe
     
 
 

18.4.2004

"Langenburg Classic"
Eine gute Gelegenheit Hohenlohe kennenzulernen

  Vom 23. bis 25. April ist Langenburg zum vierten Mal Schauplatz der "Langenburg Classic", eine der größten und attraktivsten Oldtimer-Veranstaltungen in Deutschland.

Wer nach Hohenlohe kommt, muss in Langenburg gewesen sein, dem "Herz" des romantischen Landes zwischen Kocher und Jagst. Das beherzigte schon Queen Elisabeth II., als sie 1965 in dem 2000 Einwohner zählenden malerischen Bergstädtchen hoch über dem Jagsttal bei ihren Verwandten - dem Fürstenhaus Hohenlohe-Langenburg - Station machte. Vom 23. bis 25. April ist Langenburg zum vierten Mal Schauplatz der "Langenburg Classic", eine der größten und attraktivsten Oldtimer-Veranstaltungen in Deutschland. Eine gute Gelegenheit, um an diesem Wochenende Hohenlohe kennenzulernen.
Als "Mille Miglia in Hohenlohe" gefeiert, war die "Langenburg Classic" bei den drei bisherigen Veranstaltungen ein großer Erfolg: Über 200 kostbare Oldtimer aus ganz Deutschland rollten im letzten und vorletzten Jahr an die Startlinie. Bis zu 20.000 Zuschauer säumten bei idealem Frühlingswetter die Straßen, als Autos und Motorräder mit großer Rennsportvergangenheit bei einer "Berggleichmäßigkeitsprüfung" die kurvige Steige von dem an der Jagst gelegenen Bächlingen nach Langenburg hinaufjagten. Das weckte nicht nur bei den Zuschauern, sondern auch bei den Teilnehmern Erinnerungen an große Bergrennen der Vergangenheit. Das Erfolgsrezept der Veranstaltung: eine perfekte Kombination aus Oldtimerausfahrt durch die bezaubernde Landschaft Hohenlohes am Freitag und Samstag und einer Berggleichmäßigkeitsprüfung am Sonntagmorgen - vor der romantischen Kulisse des Bergstädtchens.

Bis 1806 war Langenburg Zentrum eines deutschen Kleinstaats. Das lässt sich noch heute am prächtigen Schloss mit seinem Barockgarten und den schmucken Bürgerhäusern im "Städtle" ablesen. Weil der Zweite Weltkrieg fast spurlos an Langenburg vorbeizog, blieb ein Juwel für die Nachwelt erhalten.
Von der Terrasse des Schlosscafés schweift der Blick über stille Wälder, Wiesen, weite Getreidefelder und die Jagst. Ein unvergessliches Landschaftsaquarell, gemalt von Mutter Natur. Und das gilt für weite Teile Hohenlohes, das nach seinem Fürstenhaus benannte Ländchen im Nordosten Baden-Württembergs zwischen Öhringen, Bad Mergentheim, Crailsheim und Schwäbisch Hall. Der harmonische Dreiklang aus weiter Ebene, zum Teil tief eingeschnittenen Tälern und den über der Ebene thronenden Keuperstufenbergen macht den besonderen Reiz der Landschaft aus.

Am Samstag, dem "Landtag" fahren die Teilnehmer der "Langenburg Classic" über 200 Kilometer durch diesen idyllischen Landstrich im Nordosten Baden-Württembergs. Die Tour führt zu besonderen landschaftlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten Hohenlohes und Mittelfrankens. Ein besonderer Höhepunkt der Tour 2004 ist Rothenburg, aber auch die stillen Winkel entlang von Kocher, Jagst und Tauber ziehen die Teilnehmer in ihren Bann.
Wer noch mehr über die Automobilgeschichte erfahren möchte, ist im Deutschen Automobilmuseum im Marstall des Schlosses goldrichtig. Wo einst edle Pferde wieherten, erwarten heute auf zirka 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 80 Veteranen der Automobilgeschichte aus den Jahren zwischen 1893 und 1939, sowie historische und zeitgenössische Rennwagen und Sportfahrzeuge den Besucher. Geboren aus einer Idee des Fürsten Kraft zu Hohenlohe-Langenburg und des 1973 tödlich verunglückten Rennfahrers und Journalisten Richard von Frankenberg, wurde das Museum, das beste Beziehungen zu Automobilherstellern wie Porsche pflegt, Ostern 1970 in den stilvollen Räumen des ehemaligen fürstlichen Marstalls eröffnet.
Die zum europäischen Hochadel zählende Fürstenfamilie Hohenlohe regierte bis 1806 das rund 100.000 Einwohner zählende Fürstentum. Mehrere Linien teilten sich die Herrschaft. Das verhinderte ein größere Machtentfaltung, hatte aber einen entscheidenden Vorteil: Die meisten Kleinstädte des Hohenloher Landes waren zugleich Residenzstädtchen mit Schloss, Hofgarten, Hofstaat, höfischem Leben und allem was dazugehört - Theater, Musiker und Künstler aller Art.
Die Kulturreisenden, Radfahrer und Wanderer haben die Region für sich entdeckt - aber immer noch gilt Hohenlohe als Geheimtipp. In dem dünn besiedelten Landstrich mit den weiten Wäldern im Osten und den Rebhängen im Westen, an denen ein guter Tropfen Wein wächst, kann man noch stundenlang wandern, ohne eine Menschenseele zu treffen. Den Höhenpunkt der "Langenburg Classic", das "Bergrennen", ließen sich im Vorjahr rund 10.000 begeisterte Zuschauer nicht entgehen. Ab 9.15 Uhr dröhnen die Motoren historischer Sport- und Rennwagen - Musik in den Ohren der Zuschauer und Teilnehmer. Nicht der Schnellste gewinnt, sondern der Fahrer, der die beiden Wertungsläufe auf der zwei Kilometer langen Strecke möglichst in exakt der gleichen Zeit absolviert. Aber wenn Formel V und Formel II-Fahrzeuge, die Rennsportgeschichte geschrieben haben, historische Sportwagen und schnelle Oldtimer-Motorräder mit klangvollen Namen am Start sind, sind nicht gerade "Schneckenrennen" zu erwarten. Da ist Rennsportatmosphäre garantiert.

Weitere Informationen über die "Langenburg Classic" unter Tel. 07905/940513 oder im Internet

Langenburg Classic

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