| Heilbronn-Franken gehört
zu den Top-Lagen in Deutschland. Hier werden viele Kinder geboren
und die Menschen und Unternehmen von der Dynamik angezogen.
"Wer künftig auf eine stabile oder sogar wachsende Einwohnerschaft
verweisen kann, der hat einen entscheidenden Standortfaktor für
die Wirtschaft", weiß Steffen Schoch, Geschäftsführer
der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF). Der Marketingmann,
der sich seit nunmehr fünf Jahren für die Entwicklung
und Vermarktung der Region Heilbronn-Franken einsetzt findet sich
in seiner Arbeit bestätigt. "Wir sind an zahlreichen Hochschulen
in Deutschland, Finnland, Österreich und der Schweiz präsent,
um jungen Studienabsolventen die beruflichen Möglichkeiten
in der Region Heilbronn-Franken aufzuzeigen", so Schoch. Mit
Exkursionen, der Organisation von Praktika und der Vermittlung und
Betreuung von Semester- und Diplomarbeiten hat die WHF einen guten
Draht zu den Studenten gefunden. Zahlreiche Bewerbungen aus allen
Hochschulen flattern bei den Unternehmen auf den Schreibtisch.
Die Top-Lagen, die Menschen anziehen und wo viele Kinder geboren
werden, finden sich in Bayern und Baden-Württemberg, nördlich
des Ruhrgebiets und in einem Streifen zwischen Cloppenburg bis Paderborn,
südlich von Hamburg und nördlich von Wolfsburg. Meist
sind es ländliche Gebiete wie im Hohenlohekreis oder dem Landkreis
Heilbronn, wo weltweit agierende, inhabergeführte mittelständische
Unternehmen zu Hause sind.
"In den letzten 30 Jahren wurde gerade im ländlichen
Hohenlohe mehr als jeder zweite heute existierende Industriearbeitsplatz
neu geschaffen", weiß der Standortlobbyist. In der gesamten
Region, die zudem flächenmäßig die größte
in ganz Baden-Württemberg ist, sind es über 21 Prozent.
Keine andere Region in Deutschland zeigt in diesem Zeitraum eine
höhere Dynamik auf als Heilbronn-Franken. Unternehmen wie Würth,
AUDI, ebmpapst, Gemü, Bürkert, VS, Alfi, Kolbenschmidt,
Wittenstein, Getrag und viele mehr traten von hier aus ihren Siegeszug
in die ganze Welt an. Die Region ist eingebettet in die Metropolregion
Stuttgart mit heute über 3,2 Millionen Einwohnern und hat dieser
gegenüber aber gewaltige Vorteile: günstigere Flächen
zum Wohnen und Arbeiten, topp ausgebildete Fachkräfte und schnell
handelnde Verwaltungen. In der Region Heilbronn-Franken finden sich
die wirtschaftlichen Vorteile einer Großstadt ohne die Nachteile
einer Großstadt in Kauf nehmen zu müssen. "Bei uns
läuft die Akte und nicht der Investor", schmunzelt Steffen
Schoch bei diesem Ausspruch, den er den Bürgermeistern seiner
Region immer wieder als Leitspruch mit auf den Weg gibt.
Und eine zweite These vertritt der "Wirtschaftsförderer
aus Leidenschaft": "Die kleinste Einheit Wirtschaftsförderer
ist der Bürger der Region!". Schoch ist fest davon überzeugt,
dass die knapp 900.000 Bürger der Region Heilbronn-Franken
sich ihrer Rolle als Wirtschaftsförderer bewusst sein müssen.
"Wenn sich jeder als Wirtschaftsförderer versteht, dann
sind wir die größte Wirtschaftsförderergesellschaft
der Welt", bemerkt Schoch.
Mit einer Fertilitätsrate von 1,69 Kindern pro Frau ist die
Region Heilbronn-Franken in Deutschland ganz weit vorne. Spitzenreiter
in Deutschland ist Cloppenburg mit 1,92. Eine Bevölkerung bleibt
aber nur dann stabil, wenn Frauen im Mittel zwei Babys bekommen.
Werden weniger Babys geboren, dann schrumpft die Einwohnerzahl und
damit auch die Chance für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung.
Im Bundesweiten Ranking der Landkreise ist der Landkreis Heilbronn
mit seinem Oberzentrum immerhin an sechster Stelle was die Zukunftsfähigkeit
betrifft. Beurteilt wurden dabei Kinderzahl pro Frau, die Anzahl
der unter 20-jährigen, der Frauenanteil, die Wanderungsbewegungen
und die Bevölkerungsprognose allgemein in Verbindung mit der
vorhandenen Wirtschaftskraft.
"Alleinstellungsmerkmal der Region Heilbronn-Franken ist aber
sicherlich die von der IHK Heilbronn-Franken für die Region
initiierte Zukunftsinitiative Heilbronn-Franken 2020, im Rahmen
der sich nahezu 300 engagierte Bürgermeister, Unternehmervertreter,
Hochschullehrer, Landräte, Politiker, Wirtschaftsförderer
und Bürger mit der Zukunftsfähigkeit der Region auseinandersetzen",
betont Steffen Schoch. Als Hauptziel hat man sich gesteckt, die
"Kinderfreundlichste Region Deutschlands" zu werden. Vor
kurzem hat das Team 2020, welches die Aktivitäten der zahlreichen
Arbeitskreise moderiert, die dazu gehörenden Projekte vorgestellt.
Unter anderem entsteht eine Jobbörse für Unternehmen und
Studenten um Praktikanten und Diplomanten für Unternehmen der
Region zu begeistern. Man setzt sich mit den Fragen der Infrastrukturförderung,
Fragen der Bildung und Qualifizierung sowie einem aktiven Innovationsmanagement
auseinander. Die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft
ist in zahlreichen Projekt- und Arbeitsgruppen integriert und setzt
diese Themen zielorientiert um.
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