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Reinhold Würth mit Ludwig-Erhard-Medaille ausgezeichnet
     
 
 

28.4.2004

Medaillenverleihung im Stuttgarter Neuen Schloss

 

Der "Hohenloher Schraubenhändler" Reinhold Würth wurde für seine Verdienste um die soziale Marktwirtschaft mit der Ludwig-Erhard-Medaille ausgezeichnet.

Professor Dr. h. c. Reinhold Würth, Vorsitzender des Beirats der Würth-Gruppe, ist am Dienstagabend, 27. April 2004, mit der Ludwig-Erhard-Medaille ausgezeichnet worden. Die nach dem legendären Wirtschaftsminister Ludwig Erhard benannte Stiftung zeichnet Persönlichkeiten aus, die "beispielhafte Leistungen für das Gemeinwohl und die Fortentwicklung der sozialen Marktwirtschaft" erbracht haben. Die Ludwig-Erhard-Stiftung würdigt damit das Lebenswerk von Reinhold Würth als Unternehmer sowie sein soziales und kulturelles Engagement.

Bei der Feierstunde im Stuttgarter Neuen Schloss nannte Martin Grüner, Schatzmeister der Ludwig-Erhard-Stiftung, die unternehmerische Leistung von Reinhold Würth ein Paradebeispiel für das Wirtschaftswunder im Nachkriegsdeutschland. Ludwig Erhard habe mit seinen Wirtschaftsreformen die Grundlage gelegt, die Karrieren wie die von Würth ermöglicht haben. In 55 Jahren hat Reinhold Würth aus der kleinen, nach dem frühen Tod des Vaters übernommenen Schraubenhandlung im hohenlohischen Künzelsau, einen Weltkonzern mit einem Jahresumsatz von 5,4 Milliarden Euro und über 42.000 Mitarbeitern gemacht.

Für Staatsminister Christoph Palmer, der den Festvortrag hielt, verkörpert Reinhold Würth "das Idealbild des Eigentümer-Unternehmers". In seiner Person verbinde sich in außergewöhnlicher Weise "visionäre Weitsicht und praktische Gestaltungskraft". Er sei "überzeugter Humanist und Europäer, beeindruckender Kunstmäzen, profunder Menschenkenner, großer Motivator und Verkäufer".

Für den vielfach Ausgezeichneten ist es ein "besonderer Tag". Der Beiratsvorsitzende der Würth-Gruppe empfindet die Auszeichnung als "große Ehre" und bedankte sich dafür bei der Ludwig-Erhard-Stiftung. In seiner Dankesrede mit dem Titel "Mut zur Übernahme von Verantwortung" forderte Professor Würth volle Identifikation mit dem Standort Deutschland. Dazu müsse die Eigenverantwortung der Bürger ausgebaut werden und der Staat sich aus vielen Lebensbereichen zurückziehen. "Die Politik", so Reinhold Würth, "muss nach den Grundsätzen Ludwig Erhards handeln, dann haben wir in diesem Land eine große Zukunft vor uns".

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