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Heilbronner Porsche-Veredler legt Rundenrekord in Oschersleben vor
     
 
 

7.5.2004

KORO erreichte Runderekord auf der Nordschleife

  Erstmalig wurden Porsche Saugmotoren auf 4.0 Liter Hubraum und mehr erweitert. Die Heilbronner Motorenschmiede KORO erreichte Runderekord auf der Nordschleife. Das Unternehmen KORO hat seine Heimat in der Innovationsfabrik Heilbronn, einer der größten Brutkästen für innovative Unternehmensgründer in Süddeutschland inmitten der dynamischen Region Heilbronn-Franken.

"Die Mobilitätsbranche spielt in der Region Heilbronn-Franken eine bedeutende Rolle", betont Steffen Schoch, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH. Rings um das große AUDI-Werk in Neckarsulm, wo die A 2, A 6 und A 8-Modelle gebaut werden und wo sich ein weltweit führendes Leichtbauzentrum im Automobilbau entwickelt hat, finden sich auch eine große Anzahl an Zulieferern und Dienstleistern wider, die dieser innovationstreibenden Branche zuliefern. Eines dieser Unternehmen ist die KORO automotive engineering GmbH, die ihre Heimat in der Innovationsfabrik Heilbronn gefunden hat und in einem innovativen und dynamischen Umfeld Motoren entwickelt.

Mehrleistung sollte ausschließlich aus der Tiefe des Hubraums resultieren. Denn nur so sind die konstruktiven Nachteile eines turbounterstützten Aggregats auszuschließen. Mit dieser Philosophie überzeugt die KORO AG nicht nur die Tester von AutoBild Test&Tuning bei der Vorlage der Rundenrekord-Fabelzeit von 1:39,65 auf dem Ring in Oschersleben, sondern auch eine ständige wachsende Fangemeinde von Porsche GT3-Fahrern. Im Gegensatz zu vielen anderen, die es vergeblich versucht haben, ist es der Truppe um Unternehmenschef Erwin Korostenski gelungen, den im Original über 3,6 Liter Hubraum verfügenden Porsche GT3 auf 4,6 Liter auszubauen und damit das Leistungspotential des Sportlers um über 100 PS zu steigern.

Entscheidendes Kriterium für die neue Bestzeit für Straßen zugelassene Fahrzeuge auf dem Ring in Oschersleben ist jedoch weniger die reine Motormehrleistung, sondern das zur Verfügung stehende breite Drehzahlband. Parallel zur hohen Literleistung von 104 PS präsentiert sich der KORO-Porsche damit als elastischer Langhuber mit einem maximalen Drehmoment von 500 Nm bei 5.200 U/min, der nicht nur die Schaltarbeit erleichtert, sondern durch sein zeitnahes Ansprechverhalten aus den Kurven heraus enorme Beschleunigungswerte aufzeigt.

Während der in Oschersleben präsentierte Bolide trotz der Straßenzulassung eher die Charakteristik eines Rennfahrzeugs verkörpert, hat die Mannschaft um Erwin Korostenski eine völlig andere Klientel ins Auge gefasst: "Wir bieten zunächst einmal allen GT3 Fahrern ein völlig neues, authentisches Leistungsgefühl in ihrem Porsche," formuliert Korostenski seinen Anspruch. "Sicherlich ist der GT3-Kunde grundsätzlich schon ein eher sportlich orientierter Autofahrer. Deshalb haben wir unsere Leistungserweiterungen zunächst auf diese Klientel abgestimmt". Dennoch braucht der Kunde trotz Umbau nicht auf den fabrikatsüblichen Komfort zu verzichten. Auch äußerlich unterscheidet sich der KORO-Porsche kaum vom Original. Aber spätestens mit dem Anlassen des Motors und dem Brabbeln der hochgezüchteten sechs Zylinder meint man das Wort "Nordschleife" aus dem fauchenden Aggregat herauszuhören.

Technisch bietet KORO mit seinen drei erhältlichen Ausbaustufen - 4.0l, 4.4l und 4.6l - eine auf den ersten Blick zwar simple, aber gerade deshalb geniale Lösung. Während der 4,0 Liter-Ausbau die rund 40 Mehr-PS aus größeren und vor allem technisch neu entwickelten und konstruierten Zylinderbüchsen holt, greift bei der 4,4 Liter-Version schon eine komplexe Kombination aus Büchse, Kurbelwelle, Pleuel und Kolben. Dafür stellt dieses Aggregat dann auch rund 70 zusätzliche Pferdestärken zur Verfügung. Die Top-Speed von 324 km/h wird dann lediglich von der 480 PS-starken, 330 km/h schnellen 4,6 Liter-Version übertroffen, die ebenfalls über die patentierten Büchsen und Kurbelwelle verfügt.

Noch interessanter als die Vmax-Daten sind für den sportlichen Fahrer die Beschleunigungswerte. Zwischen 4,0 und 4,3 Sekunden verstreichen je nach Ausbaustufe bis zum Erreichen der 100 km/h-Schwelle und auch die schon nach 11,7 Sekunden erreichten 200 km/h bei der 4.6 Liter Version ist lediglich Durchgangsstation auf dem Weg zur 300 km/h-Marke.

Im Vergleich zu technisch weniger anspruchsvollen Turbo-Leistungsteigerungen verhalten sich die Preise für den Motorumbau bei KORO eher moderat. Pro zusätzliche Pferdestärke sind in der 4.0 Liter-Version 512 € fällig, beim 4.6 Liter-Ausbau sind es 486 €. Der Kunde erhält mit jedem Motor ein individuelles Prüfstandsprotokoll und damit ein Zertifikat über das tatsächliche Leistungsniveau seines GT3.

 
         
 
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"Die Region Heilbronn-Franken ist bestens aufgestellt."
Franz Müntefering, ehem. Vize-Kanzler der Bundesrepublik Deutschland
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