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In vielen KMU´s ist der Generationswechsel ein aktuelles
Thema. Allein in Baden-Württemberg stehen jährlich 11.000
Unternehmen mit ca. 140.000 Mitarbeitern zur Übergabe an.
Davon etwa 10 Prozent in der Region Heilbronn-Franken.
Die IHK Heilbronn-Franken zeichnet federführend für alle
baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern verantwortlich
für den Bereich Gewerbeförderung. Als neuer Ansatz zur
Sicherung der Unternehmensnachfolge wurde hier das Moderatorenkonzept
entwickelt, das auf Landesebene in das 12-Punkte-Programm zur Sicherung
der Unternehmensnachfolge Eingang gefunden hat.
Der Moderator hilft mit abzuklären, ob mögliche Nachfolger
aus dem Familienkreis vorhanden sind oder ein externer Nachfolger
aus dem Mitarbeiterkreis oder von außen gesucht werden muss.
Viele Unternehmer verdrängen die Frage der Unternehmensnachfolge
und schieben diese auf die lange Bank. Dabei ist vielen nicht bewusst,
dass eine optimale Nachfolgeregelung bis zu fünf Jahre dauern
kann. Es geht schließlich nicht nur um betriebswirtschaftliche
oder steuerliche Fragen, die Zeit benötigen, sondern letztendlich
um die Weiterführung des aufgebauten Lebenswerks, für
das der Unternehmer Vorsorge treffen muss.
Mittelpunkt des Moderatorenkonzepts bildet die Person des Moderators.
Er steht als fachlich qualifizierter Ansprechpartner in allen Phasen
der Betriebsübergabe zur Verfügung. Zentrale Aufgabe des
Moderators ist es, potenzielle Übergeber ausfindig zu machen,
anzusprechen und für die rechtzeitige und sorgfältige
Planung der Nachfolge zu sensibilisieren. Darüber hinaus ist
es Aufgabe, bei der Suche nach einem Nachfolger zu unterstützen
und unter Einbindung eines regionalen Beraternetzwerks den gesamten
Übergabeprozess zu begleiten.
Ziel ist es, dem Übergeber frühest möglich die Unterstützung
durch einen fachlich qualifizierten Ansprechpartner und Moderator
anzubieten, der in allen Phasen der Betriebsübergabe zur Verfügung
steht.
Der IHK-Moderator stellt Organisations-
und Methodenwissen zur Verfügung
Zusammenfassend ist es die Aufgabe des Moderators, das erforderliche
Organisations- und Methodenwissen für diese einmalige Aufgabe
des Unternehmers bereitzustellen. Er soll aufzeigen, was ist wann,
wo, mit wem und in welcher Schrittfolge zu tun und im gemeinsamen
Dialog die Entscheidungen vorbereiten und die Umsetzung begleiten.
Konkret heißt das:
... Aufzeigen
der Notwendigkeiten und der Erfolgsfaktoren. Der Profi im Unternehmen
betritt Neuland bei der Übergabe. Hier gilt es, aus den Erfahrungen
anderer zu lernen und diese in dem eigenen Prozess effektiv zu verwerten.
... Klärung
interne oder externe Nachfolge. In diesem Zusammenhang ist die Frage
nach dem Unternehmenswert und den steuerlichen und erbrechtlichen
Auswirkungen unter Einbindung externer Fachleute intensiv zu klären.
... Festlegen
eines konkreten Übergabefahrplans. Die Übergabe des Unternehmens
erfolgt nicht von heute auf morgen. Der Prozess kann sich leicht
auf fünf oder mehr Jahre erstrecken. Um so wichtiger ist ein
detaillierter Fahrplan, an dem sich die Beteiligten orientieren
können.
... Begleitung
und Steuerung des Nachfolge-Prozesses. Der Moderator kann sich bedarfsgerecht
in den Prozess mit individuellen Ausprägungen und Intensitäten
einklinken.
... Unterstützung
bei der Suche nach einem geeigneten externen Übernehmer. Da
die Anzahl der Unternehmen, in denen ein Generationenwechsel stattfindet,
permanent steigt und andererseits immer weniger Unternehmerkinder
in die Fußstapfen der Eltern treten wollen, klafft hier eine
immer größer werdende Lücke. Der Moderator kann
hier seriöse Quellen aufzeigen und bei der Auswahl des geeigneten
Nachfolgers aktiv unterstützen.
... Unterstützung
bei der Auswahl der Fachberater. Hier sind sicherlich in erster
Linie die Fachleute gefragt, die auch bisher das Unternehmen und
den Unternehmer begleitet haben. Aber bei der Vielschichtigkeit
und der Komplexität sind gegebenenfalls weitere Berater wichtig
bzw. punktuell mit einzubinden.
... Hilfestellung
für den Übernehmer bei der Übergabe des Unternehmens.
Auch hier gilt es individuell auf die Gegebenheiten abgestimmt,
den Handlungs- bedarf zu ermitteln und die entsprechenden Bausteine
aus der Vielzahl der Möglichkeiten auszuwählen und vorzustellen.
Mittlerweile tummeln sich auf diesem Gebiet eine Vielzahl von Institutionen,
Verbänden und Berater. Der richtigen Beimischung und Dosierung
gilt ein Augenmerk des Moderators und hilft im Entscheidungsprozess
strukturiert, zielstrebig und vor allem effizient voranzukommen.
Diskretion und Vertraulichkeit sind dabei eine Selbstverständlichkeit.
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