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Wirtschaftlich vernünftiges Handeln, Zustimmung zu den realisierten
und geplanten Aktivitäten und ein deutliches Bekenntnis zur
Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) sprachen die Gesellschafter
bei der jüngsten Versammlung in der IHK Heilbronn-Franken aus.
Neue Schwerpunktsetzung in der Arbeit zeigt erste Erfolge.
Die Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken
GmbH (WHF) stellte in ihrer jüngsten Sitzung am 28. Juli 2004
den Jahresabschluss für das Jahr 2003 fest, entschied über
die Ergebnisverwendung und erteilte dem Geschäftsführer
Steffen Schoch einstimmig die Entlastung. Hauptgesellschafter der
WHF, die im Jahr 1998 gegründet wurde und seit 1999 ihren Geschäftsbetrieb
aufgenommen hat, sind die IHK Heilbronn-Franken und die Stadt Heilbronn
mit je 32 Prozent. Gemeinsam 32 Prozent haben die Landkreise Heilbronn,
Hohenlohe, Main-Tauber und Schwäbisch Hall sowie der Regionalverband
Heilbronn-Franken. Mit vier Prozent ist die Handwerkskammer Heilbronn-Franken
an der GmbH beteiligt.
Der Haushalt der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH hatte
im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 324.000 € - 40.000
€ weniger als im Jahr zuvor - wovon rund 15 Prozent durch Kooperationen
und Sponsoringmaßnahmen finanziert werden konnten. Durch die
enge Kooperation mit der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH konnten
die Personalkosten zu Gunsten von mehr Marktaktivitäten um
über 10 Prozent reduziert werden.
Der Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr lag im Betreiben
von Imagewerbung und Standortmarketing für die größte
der zwölf Regionen des Landes Baden-Württemberg. Mit Aufsehen
erregenden Veranstaltungen und Messebeteiligungen in Deutschland,
Österreich, Italien, China und der Schweiz konnten Netzwerke
zu wichtigen Zielmärkten und Unternehmen geknüpft werden.
Auch die Medien anerkennen die Aktivitäten der WHF. "Das
größte Lob für die Region Heilbronn-Franken ist
es, wenn die umliegenden Regionen sich beklagen, dass wir so aktiv
sind", betont Heinrich Metzger, Hauptgeschäftsführer
der IHK Heilbronn-Franken, der sich klar für die weitere Unterstützung
der WHF durch die IHK Heilbronn-Franken aussprach und diese als
"bedeutende Plattform für die Region" bezeichnete.
Durch die Auswertung von Informationsquellen, Firmengespräche
auf Messen und die Recherche im Markt konnte der direkte Kontakt
zu Unternehmen gefunden werden, die über eine Ausweitung ihres
Geschäftsbetriebes nachdenken, der auch in der Region Heilbronn-Franken
liegen könnte. Gemeinsam mit den kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften
konnten so in den vergangen neun Monaten 20 Unternehmensanfragen
bearbeitet werden. Dabei handelt es sich um Zulieferer im Automobilbereich,
Dienstleister und Handelsunternehmen.
Um junge Fachkräfte zu motivieren in der dynamischen Region
Heilbronn-Franken ihren beruflichen Einstieg zu suchen, dafür
fanden an den Hochschulen zwischen der Ostsee und den Alpen zahlreiche
Präsentationen statt. Die Vermittlung von Haus-, Diplom- und
Studienarbeiten als auch die Vermittlung von Arbeitsstellen in Kooperation
mit den Agenturen für Arbeit in der Region waren wichtige Elemente
der WHF-Arbeit, die vom Heilbronner Oberbürgermeister und Gesellschafterversammlungsvorsitzenden
Helmut Himmelsbach im Zusammenhang mit dem Bewusstsein um die demografische
Entwicklung und dem dadurch drohenden Fachkräftemangel als
sehr bedeutend bezeichnet wurden. Auch der Kontakt zu den Hochschullehrern
an den Partnerhochschulen sei ein wichtiges Experiment, so IHK-Hauptgeschäftsführer
Heinrich Metzger, um damit bundesweit an Multiplikatoren heran zu
kommen und diese auf die Unternehmen, Landschaften und Menschen
in der Region Heilbronn-Franken aufmerksam zu machen.
In den kommenden Monaten sollen neben den laufenden Aktivitäten,
die derzeit einen Wandel von der reinen Marketingorientierung hin
zur stärkeren Vertriebsorientierung des Standortes erfahren,
vor allem die Kontakte zu den "Vier Motoren" (Zusammenschluss
von vier starken Regionen) in Europa vertieft werden. Dazu zählen
neben Baden-Württemberg die Regionen Rhône-Alpes, Lombardei
und Katalonien. Diese sind - wie auch die Region Heilbronn-Franken
- sehr stark durch den Automobil- und Maschinenbau geprägt.
Die Moderation von Unternehmenskontakten zwischen diesen Räumen
gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale wirtschaftliche
Zusammenarbeit Baden-Württemberg (GWZ) und den kommunalen Einrichtungen
der Wirtschaftsförderung soll letztlich dazu beitragen, die
Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen auf europäischer Ebene
zu fördern, den Kontakt zwischen den Wirtschaftsförderern
zu stärken und den Standort Heilbronn-Franken noch bekannter
zu machen und Unternehmer zusammen zu bringen.
Den Kern der Medienaktivitäten stellt der inzwischen bestens
eingeführte Internetauftritt www.heilbronn-franken.com dar,
der sowohl Investoren als auch Gästen einen umfangreichen Überblick
über die Qualitäten der Region Heilbronn-Franken gibt.
"Das ist ein gutes Aushängeschild für die Region",
betont Dr. Ekkehard Hein, Direktor des Regionalverband Heilbronn-Franken.
Mit knapp 5.000 Anwendersitzungen im Monat ist diese Homepage eine
der meist besuchten Regionalportale in Deutschland.
Unisono sprachen sich die Gesellschaftervertreter für die
Notwendigkeit der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH als neutrale
regionale Plattform aus. Noch nie sei das "Wir-Gefühl"
in der Region so stark gewesen und noch nie sei die Region in der
Gesamtheit so gut vermarktet worden wie heute. Die Landräte
Klaus Czernuska (Heilbronn), Helmut M. Jahn (Hohenlohekreis) und
Gerhard Bauer (Schwäbisch Hall) wie auch Klaus Hackert der
Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken anerkannten,
dass die WHF dazu einen Großteil beitrage und sich auch durch
Kooperationen mit der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken
e.V. sinnvolle und wirkungsvolle Synergien ergeben. Gleichzeitig
war man sich aber auch einig, dass auf Grund der kommunalen Finanzsituation
neue Modelle diskutiert werden müssen, um die Finanzierung
auch dauerhaft sichern zu können.
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