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WHF bedeutende Plattform für die Region Heilbronn-Franken

     
 
 

30.7.2004

 

Wirtschaftlich vernünftiges Handeln, Zustimmung zu den realisierten und geplanten Aktivitäten und ein deutliches Bekenntnis zur Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) sprachen die Gesellschafter bei der jüngsten Versammlung in der IHK Heilbronn-Franken aus. Neue Schwerpunktsetzung in der Arbeit zeigt erste Erfolge.

Die Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) stellte in ihrer jüngsten Sitzung am 28. Juli 2004 den Jahresabschluss für das Jahr 2003 fest, entschied über die Ergebnisverwendung und erteilte dem Geschäftsführer Steffen Schoch einstimmig die Entlastung. Hauptgesellschafter der WHF, die im Jahr 1998 gegründet wurde und seit 1999 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hat, sind die IHK Heilbronn-Franken und die Stadt Heilbronn mit je 32 Prozent. Gemeinsam 32 Prozent haben die Landkreise Heilbronn, Hohenlohe, Main-Tauber und Schwäbisch Hall sowie der Regionalverband Heilbronn-Franken. Mit vier Prozent ist die Handwerkskammer Heilbronn-Franken an der GmbH beteiligt.

Der Haushalt der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH hatte im vergangenen Jahr ein Volumen von rund 324.000 € - 40.000 € weniger als im Jahr zuvor - wovon rund 15 Prozent durch Kooperationen und Sponsoringmaßnahmen finanziert werden konnten. Durch die enge Kooperation mit der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH konnten die Personalkosten zu Gunsten von mehr Marktaktivitäten um über 10 Prozent reduziert werden.

Der Schwerpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr lag im Betreiben von Imagewerbung und Standortmarketing für die größte der zwölf Regionen des Landes Baden-Württemberg. Mit Aufsehen erregenden Veranstaltungen und Messebeteiligungen in Deutschland, Österreich, Italien, China und der Schweiz konnten Netzwerke zu wichtigen Zielmärkten und Unternehmen geknüpft werden. Auch die Medien anerkennen die Aktivitäten der WHF. "Das größte Lob für die Region Heilbronn-Franken ist es, wenn die umliegenden Regionen sich beklagen, dass wir so aktiv sind", betont Heinrich Metzger, Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, der sich klar für die weitere Unterstützung der WHF durch die IHK Heilbronn-Franken aussprach und diese als "bedeutende Plattform für die Region" bezeichnete.

Durch die Auswertung von Informationsquellen, Firmengespräche auf Messen und die Recherche im Markt konnte der direkte Kontakt zu Unternehmen gefunden werden, die über eine Ausweitung ihres Geschäftsbetriebes nachdenken, der auch in der Region Heilbronn-Franken liegen könnte. Gemeinsam mit den kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften konnten so in den vergangen neun Monaten 20 Unternehmensanfragen bearbeitet werden. Dabei handelt es sich um Zulieferer im Automobilbereich, Dienstleister und Handelsunternehmen.

Um junge Fachkräfte zu motivieren in der dynamischen Region Heilbronn-Franken ihren beruflichen Einstieg zu suchen, dafür fanden an den Hochschulen zwischen der Ostsee und den Alpen zahlreiche Präsentationen statt. Die Vermittlung von Haus-, Diplom- und Studienarbeiten als auch die Vermittlung von Arbeitsstellen in Kooperation mit den Agenturen für Arbeit in der Region waren wichtige Elemente der WHF-Arbeit, die vom Heilbronner Oberbürgermeister und Gesellschafterversammlungsvorsitzenden Helmut Himmelsbach im Zusammenhang mit dem Bewusstsein um die demografische Entwicklung und dem dadurch drohenden Fachkräftemangel als sehr bedeutend bezeichnet wurden. Auch der Kontakt zu den Hochschullehrern an den Partnerhochschulen sei ein wichtiges Experiment, so IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger, um damit bundesweit an Multiplikatoren heran zu kommen und diese auf die Unternehmen, Landschaften und Menschen in der Region Heilbronn-Franken aufmerksam zu machen.

In den kommenden Monaten sollen neben den laufenden Aktivitäten, die derzeit einen Wandel von der reinen Marketingorientierung hin zur stärkeren Vertriebsorientierung des Standortes erfahren, vor allem die Kontakte zu den "Vier Motoren" (Zusammenschluss von vier starken Regionen) in Europa vertieft werden. Dazu zählen neben Baden-Württemberg die Regionen Rhône-Alpes, Lombardei und Katalonien. Diese sind - wie auch die Region Heilbronn-Franken - sehr stark durch den Automobil- und Maschinenbau geprägt. Die Moderation von Unternehmenskontakten zwischen diesen Räumen gemeinsam mit der Gesellschaft für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit Baden-Württemberg (GWZ) und den kommunalen Einrichtungen der Wirtschaftsförderung soll letztlich dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen auf europäischer Ebene zu fördern, den Kontakt zwischen den Wirtschaftsförderern zu stärken und den Standort Heilbronn-Franken noch bekannter zu machen und Unternehmer zusammen zu bringen.

Den Kern der Medienaktivitäten stellt der inzwischen bestens eingeführte Internetauftritt www.heilbronn-franken.com dar, der sowohl Investoren als auch Gästen einen umfangreichen Überblick über die Qualitäten der Region Heilbronn-Franken gibt. "Das ist ein gutes Aushängeschild für die Region", betont Dr. Ekkehard Hein, Direktor des Regionalverband Heilbronn-Franken. Mit knapp 5.000 Anwendersitzungen im Monat ist diese Homepage eine der meist besuchten Regionalportale in Deutschland.

Unisono sprachen sich die Gesellschaftervertreter für die Notwendigkeit der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH als neutrale regionale Plattform aus. Noch nie sei das "Wir-Gefühl" in der Region so stark gewesen und noch nie sei die Region in der Gesamtheit so gut vermarktet worden wie heute. Die Landräte Klaus Czernuska (Heilbronn), Helmut M. Jahn (Hohenlohekreis) und Gerhard Bauer (Schwäbisch Hall) wie auch Klaus Hackert der Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken anerkannten, dass die WHF dazu einen Großteil beitrage und sich auch durch Kooperationen mit der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V. sinnvolle und wirkungsvolle Synergien ergeben. Gleichzeitig war man sich aber auch einig, dass auf Grund der kommunalen Finanzsituation neue Modelle diskutiert werden müssen, um die Finanzierung auch dauerhaft sichern zu können.

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