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Professoren aus acht Hochschulen Deutschlands, Österreichs
und der Schweiz informierten sich über regionale Projekte,
Institutionen und Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken.
Ziel ist die Schaffung und Pflege von Netzwerken zur Anwerbung
von Fachkräften für die regionale Wirtschaft als auch
gemeinsame Forschungsprojekte der Hochschulen. Die Umstellung auf
Bachelor-Abschlüsse war ebenfalls Thema, was Professoren und
Unternehmen gleichermaßen interessierte.
Zum Auftakt des 1. Internationalen Hochschullehrertreffens in
der Region Heilbronn-Franken stellte Claudia Scheunpflug, Referentin
des IHK-Hauptgeschäftsführers sowohl die „Zukunftsstudie
Heilbronn-Franken 2020“ wie auch das Projekt „Faszination
Technik“, das Modellprojekt „Lernende Region“ als
auch die Aufgaben der AIM Akademie für Information und Management
vor. Interessiert lauschten die Professoren wie die IHK Heilbronn-Franken
gemeinsam mit Partner der Region ein enges Informations-Netzwerk
aufgebaut hat. „Wir möchten Sie als Multiplikatoren
für die Qualitäten unserer Region gewinnen“, betonte
Steffen Schoch, der Wirtschaft, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten
Heilbronn-Frankens vorstellte.
Seit nunmehr drei Jahren ist die WHF aktiv an Hochschulen in Deutschland, Österreich
und der Schweiz unterwegs und stellt die Region als einen interessanten
Arbeits- und Lebensort vor. Die Vermittlung von Praktika und Diplomarbeiten,
die Organisation von Exkursionen und die Vermittlung von Arbeitsplätzen
in Kooperation mit den Agenturen für Arbeit und privaten Jobvermittlern
sind dabei Elemente der Kooperation.
Auch Professor Dr. Gerhard Peter, Rektor der FH Heilbronn nutze
mit seinen Kollegen Windisch und Wild die Gelegenheit dazu, um
die Einbindung seiner Hochschule in die Region vorzustellen. Ob
es das Institut für Mechatronik Heilbronn oder das ACC Automotive
Competence Center ist oder die Steinbeis Tranfserzentren – überall
besteht eine enge Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft
um so marktnahe Absolventen zu „produzieren“.
Auf dem Programm standen ebenso der Besuch im Forschungs- und
Entwicklungszentrum des Weltkonzerns BOSCH oder der Besuch beim
Getriebehersteller Getrag. Dieter Schlenkermann, der Vorsitzende
der GETRAG-Geschäftsleitung stellte höchstpersönlich
sein Unternehmen vor, welches in den letzten Jahren einen enormen
und auch nach außen hin sichtbaren Wandel vollzogen hatte.
Mit Diplomarbeiten und Praktika, wo sich die Wirtschaftsregion
Heilbronn-Franken GmbH stark als Mittler zwischen Unternehmen und
Hochschule engagiert, können junge Menschen schon frühzeitig
mit der dynamischen Region Heilbronn-Franken in Verbindung gebracht
werden und berufliche Herausforderungen annehmen.
Auch der weltweit aufgestellte Ingenieurdienstleister Bertrandt
in Neckarsulm hat großes Interesse an einer Zusammenarbeit
mit den technisch orientierten Hochschulen. Geschäftsstellenleiter
Gürsel Sen öffnete daher gerne seine Türen und berichtete
von den Themenschwerpunkten seines Hauses. „Wir als Dienstleister
leben von hoch qualifiziertem Personal. Deshalb begrüßen
wir die regionalen Aktivitäten mit den Hochschulen sehr,“ betonte
Gürsel Sen. Durch den Einsatz von Praktikanten und Diplomanten
versucht das weltweit aufgestellte Ingenieurbüro seine potenziellen
Fachkräfte kennen zu lernen. Gleichzeitig bedauert Sen, dass
die Qualität der Bewerber in den letzten Monaten deutlich
abgenommen habe und nur wenige passende Bewerbungen bei Bertrandt
eingingen.
Die AUDI-Personalreferentin Christine Appenzeller in Neckarsulm
berichtete über die Zusammenarbeit mit Hochschulen und stellte
Möglichkeiten für einen beruflichen Einstieg vor. „Auch
bei uns in Neckarsulm fehlen hauptsächlich Ingenieure in allen
Fachrichtungen, so dass wir mit umfangreichen Programmen versuchen,
Studenten und Absolventen an uns zu binden“, sagt Appenzeller.
Mit dem Besuch der Heilbronner Innovationsfabrik (IFH) präsentierte
Geschäftsführer Thomas Villinger einen der größten
Brutkästen für Existenzgründer in Süddeutschland.
Er stellte die Möglichkeiten des Venture-Forum-Neckar vor
und traf damit voll die Interessen der Professoren, welches dieses
Angebot gerne an ihre Studenten weitergeben werden.
Die teilnehmenden Professoren lobten den Ablauf des Treffens und
fanden vor allem den interdisziplinären Austausch zwischen
den verschiedenen Fachdisziplinen sehr interessant. „Ein
solches Treffen mit einem so hochkarätigen Forum gibt es sonst
in Deutschland nicht“, betonte Professor Dr. Michael Rösler
von der FH Eberswalde bei Berlin der die Netzwerk-Initiative der
Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) sehr würdigte.
Es wurde der Vorschlag gemacht, zukünftig auch einen Workshopteil
mit einzubinden, wo man dann über die Erfahrungen bei der
Einführung der Bachelor- und Master-Studiengänge diskutieren
könne und eventuell auch schon konkret über gemeinsame
Projekte sprechen könne. Denkbar wäre auch, dass sich
dieser Kreis auch als „Heilbronner Professorengespräch“ fest
etablieren könnte und zukünftig als beratendes Instrument
für Politik und Wirtschaft agieren könne, so die Meinung
vom Schweizer Professor Robert Käser aus Winterthur.
Mit dem Besuch des Heilbronner Weindorfes endete das 1. Internationale
Professorentreffen.
Das nächste Treffen wird vom 7.-10. September 2005 stattfinden
und seinen Schwerpunkt im Bereich Hohenlohe und Schwäbisch
Hall haben.
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