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Nach zweijähriger Vorbereitungsarbeit wurde die Touristenroute "Württemberger
Weinstraße" am Mittwoch, 13. Oktober, eingeweiht. Sie
verbindet auf 511 Kilometern die größte deutsche Rotweinregion
von Metzingen bis Weikersheim.
Baden-Württemberg soll „über den Sympathieträger
Wein als Dachmarke“ ein besonderes Landes-Image aufbauen.
Das hat der Präsident des Weinbauverbandes Württemberg,
Hermann Hohl, am Mittwoch in Tripsdrill anlässlich
der Einweihung der „Württemberger Weinstraße“ angeregt.
Die 511 Kilometer lange Touristenstraße vom Taubertal durch
Hohenlohe ins Neckartal, Leintal, Zabergäu, Stromberg-Enztal,
Bottwartal, Remstal nach Stuttgart und weiter bis zur Alb sei ein
ideales Marketinginstrument, um das Land der Tüftler und Denker
und die europäische Metropolregion Württemberg mit einem
der wertvollsten Kulturgüter - dem Wein - und allen seinen
Stärken draußen positiv darzustellen.
Die Württemberger Weinstraße sei das „rot-weiße
Band für vielfältige Erlebnisse in einer Landschaft mit
viel Freizeitwert“, sagte Hohl: „Hier haben sich Dichter
und Denker versammelt und bei einem guten Glas Württemberger
Geistesgeschichte geschrieben. Hier kann man Burgen und Schlösser,
Kunstschätze und andere Sehenswürdigkeiten, interessante
Städte und freundliche Dörfer erleben, herausragende
Gastronomie genießen und moderne Betriebe kennen lernen.“ Der
Weinbauverbands-Präsident und Regierungsvizepräsident
Dr. Horst Rapp riefen Gemeinden, Weinwirtschaft, Gastronomie, Hotellerie
und Veranstalter auf, an der Weinstraße gemeinsam Aktivitäten
zu entwickeln. Rapp: „Die Straße muss ständig
ins Bewusstsein gerückt werden.“ Sie dürfe kein
Dornröschen-Dasein führen. Hohl: „Tourismuswege
bringen wirtschaftliche Effekte für Regionen, Betriebe und
den gesamten Freizeitmarkt.“ Für den Fremdenverkehr
im Land bezeichnete Klaus Lindemann als Geschäftsführer
der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus-GmbH Wein und Tourismus
als „gelungene Verbindung“.
Die ehemalige „Schwäbische Weinstraße“ stellt
mit der Umbenennung in „Württemberger Weinstraße“ deutlich
die sprachliche Verknüpfung zum Weinland Württemberg,
dem viertgrößten deutschen Anbaugebiet, her. Sie wurde
im Norden von Weikersheim bis Bad Mergentheim und im Süden
von Esslingen bis Metzingen erweitert. Im Westen ist die in den
Landkreis Ludwigsburg hineinführende Weinstraße Kraichgau-Stromberg
teilweise und im Osten die erfolgreiche Remstal-Route voll integriert.
Sowohl Weinwirtschaft wie Gastronomie und Tourismus hatten Interesse
an einer Wiederbelebung der Straße gezeigt. Weinbauverbands-Präsident
Hermann Hohl: „Es ist wichtig, dass wir das Weinbaugebiet
Württemberg noch besser bekannt machen.“ Die landschaftliche
Schönheit und eine einmalige Vielfalt an Weinsorten vom herzhaften
Trollinger über samtige Schwarzrieslinge, kraftvolle Lemberger
und füllige Spätburgunder bis zu Riesling, Müller-Thurgau,
Silvaner, Grauburgunder und Traminer bieten in Württemberg
mit seinen 11386 Hektar Rebfläche das ideale Umfeld der Weinstraße.
Parallel wird auch der Name des 1996 eingeweihten „Radweges
Schwäbische Weinstraße“ angepasst und die Strecke
neu beschildert. Weinstraße, Weinwanderweg und Wein-Radwanderweg
werden künftig in einer Broschüre vorgestellt, die von
der Regio Stuttgart Marketing erstellt und im Januar 2005 auf der
CMT in Stuttgart präsentiert wird.
Die „Schwäbische Weinstraße“ wurde ursprünglich
am 14. September 1993 eingeweiht. Die Betreuung war der politisch
gewollten Abschaffung des Tourismusverbandes Neckarland-Schwaben
zum Opfer gefallen, für den kein direkter Nachfolger vorhanden
war. Daraufhin hatte der Weinbauverband mit seinem Weininstitut
die Initiative für die Wiederbelebung und Neuorientierung
der Straße ergriffen. Die Vorbereitung dauerte lange. Viele
formale Aspekte hatte Verbandsdirektor Karl Heinz Hirsch, der die
umfangreichen Detailaufgaben koordinierte, zu bewältigen.
Die von der Route berührten Regierungspräsidien Stuttgart,
Tübingen und Karlsruhe haben als Genehmigungsbehörde
für solche Touristenstraßen die ersten Strecken-Überlegungen
mit den betroffenen Gemeinden abgestimmt. Aufgrund dieser Anhörung
wurde dann die endgültige Route festgelegt. Die Platzierung
von 580 Schildern wurde in einer zeitaufwändigen Prozedur
mit den örtlichen Behörden im Detail besprochen.
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