Übersicht

 
 
   

Koreanische Wirtschaftsdelegation in der Region

     
 
 

27.9.2004


 

Eine hochkarätig besetzte Delegation der koreanischen Dedeok Valley Venture Association (DVVA) war am 20. September 2004 zu Gast in der Innovationsfabrik Heilbronn und nahm am „Wirtschaftsforum Korea“ in Heilbronn teil. Ziele dieses Wirtschaftsforums waren der Informationsaustausch und die Kooperationsanbahnung von Klein- und mittleren Unternehmen der Region Heilbronn-Franken und dem Großraum Seoul.

Hintergrund des „Wirtschaftsforums Korea“ ist die Entwicklung der koreanischen Wirtschaft und die Perspektiven der bilateralen Handelsbeziehungen mit Baden-Württemberg. Südkorea durchlief in den vergangenen Jahrzehnten einen imponierenden Aufstieg von einem armen Entwicklungsland zu einem modernen Industrieland. Die weitere Modernisierung erfordert jedoch wirtschaftliche Liberalisierung und eine noch stärkere Öffnung des Landes. Dadurch ergeben sich für deutsche innovative Unternehmen einzigartige Geschäftschancen in Südkorea. Diese Chancen stellten Experten auf dem „Wirtschaftsforum" vor. Darüber hinaus erhielten die Unternehmen aus Korea und Heilbronn im Rahmen einer Kooperationsbörse die Möglichkeit, sich über gemeinsame Aktivitäten auszutauschen.

Die 36-köpfige Delegation setzte sich zusammen aus Vertretern koreanischer Klein- und Mittelständischer Technologieunternehmen, des Bankensektors und der Verbandsgeschäftsstelle der Dedeok Valley Venture Association (DVVA). Auf der deutschen Seite nahmen neben der IFH Innovationsfabrik Heilbronn GmbH, die IFH - Unternehmen ASAP Com GmbH, EMedia Office GmbH, IB Solution GmbH, SBE network solutions GmbH und Optotools GmbH an dem Wirtschaftsforum teil.

Die Dedeok Valley Venture Association (DVVA) vereinigt unter ihrem Dach mehr als 1.200 klein- und mittelständischer Unternehmen. Delegationsleiter Jong Tae Baek, Chairman der DVVA zeigte sich beeindruckt über den Entwicklungsstand technologieorientierter junger Unternehmen am Standort Heilbronn.

Als wichtige Felder für eine intensivere Zusammenarbeit nannte der Geschäftsführer der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH, Thomas R. Villinger die Bereiche Informationstechnologie, Software, Elektronik & Optoelektronik. In diesen und vielen anderen Feldern verfüge die Unternehmenslandschaft innerhalb der Innovationsfabrik Heilbronn über ein exzellentes Know How. „Das sind gute Voraussetzungen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Unternehmen in der IFH sind an Kooperationen mit Partnern in Asien und vor allem in Korea sehr interessiert“, so Thomas R. Villinger.

Markus Haberkern, Geschäftsführer von EMedia Office GmbH sieht in dem durchgeführten Wirtschaftsforum einen deutlichen Standortvorteil der Innovationsfabrik. „Im Zuge der Globalisierung sind internationale Kontakte auch für klein- und mittlere Unternehmen die Basis für zukünftige Geschäfte“. „Ich kann mir gut vorstellen, dass aus den geknüpften Kontakten im Bereich spezieller Softwarelösung, zukünftige bilaterale Projekte in Deutschland oder Asien entstehen können“, so Haberkern.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Korea sind bereits heute sehr eng. Korea ist für Deutschland nach der Volksrepublik China und Japan der drittwichtigste Absatzmarkt in Asien. Deutschland bleibt weiterhin wichtigster europäischer Handelspartner, bilateral stiegen im vergangenen Jahr Exporte (plus 31%) und Importe (plus 25%) überproportional. Das bilaterale Gesamthandelsvolumen hat 2003 auch dank der Euro-Stärke eine Rekordhöhe von Mrd. 12,4 USD erreicht. Damit ist das alte Niveau von vor der Asienkrise wieder erreicht. Deutschland ist zweitgrößer europäischer Investor in Korea (realisierte Investitionen insgesamt ca. 5,25 Mrd. USD). Rund 200 deutsche Unternehmen sind in Südkorea vertreten. Deutsche und deutsch-koreanische Unternehmen beschäftigen über 100 000 koreanische Arbeitnehmer.