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Eine hochkarätig besetzte Delegation der koreanischen Dedeok
Valley Venture Association (DVVA) war am 20. September 2004 zu
Gast in der Innovationsfabrik Heilbronn und nahm am „Wirtschaftsforum
Korea“ in Heilbronn teil. Ziele dieses Wirtschaftsforums
waren der Informationsaustausch und die Kooperationsanbahnung von
Klein- und mittleren Unternehmen der Region Heilbronn-Franken und
dem Großraum Seoul.
Hintergrund des „Wirtschaftsforums Korea“ ist die Entwicklung
der koreanischen Wirtschaft und die Perspektiven der bilateralen
Handelsbeziehungen mit Baden-Württemberg. Südkorea durchlief
in den vergangenen Jahrzehnten einen imponierenden Aufstieg von
einem armen Entwicklungsland zu einem modernen Industrieland. Die
weitere Modernisierung erfordert jedoch wirtschaftliche Liberalisierung
und eine noch stärkere Öffnung des Landes. Dadurch ergeben
sich für deutsche innovative Unternehmen einzigartige Geschäftschancen
in Südkorea. Diese Chancen stellten Experten auf dem „Wirtschaftsforum" vor.
Darüber hinaus erhielten die Unternehmen aus Korea und Heilbronn
im Rahmen einer Kooperationsbörse die Möglichkeit, sich über
gemeinsame Aktivitäten auszutauschen.
Die 36-köpfige Delegation setzte sich zusammen aus Vertretern
koreanischer Klein- und Mittelständischer Technologieunternehmen,
des Bankensektors und der Verbandsgeschäftsstelle der Dedeok
Valley Venture Association (DVVA). Auf der deutschen Seite nahmen
neben der IFH Innovationsfabrik Heilbronn GmbH, die IFH - Unternehmen
ASAP Com GmbH, EMedia Office GmbH, IB Solution GmbH, SBE network
solutions GmbH und Optotools GmbH an dem Wirtschaftsforum teil.
Die Dedeok Valley Venture Association (DVVA) vereinigt unter ihrem
Dach mehr als 1.200 klein- und mittelständischer Unternehmen.
Delegationsleiter Jong Tae Baek, Chairman der DVVA zeigte sich
beeindruckt über den Entwicklungsstand technologieorientierter
junger Unternehmen am Standort Heilbronn.
Als wichtige Felder für eine intensivere Zusammenarbeit nannte
der Geschäftsführer der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH,
Thomas R. Villinger die Bereiche Informationstechnologie, Software,
Elektronik & Optoelektronik. In diesen und vielen anderen Feldern
verfüge die Unternehmenslandschaft innerhalb der Innovationsfabrik
Heilbronn über ein exzellentes Know How. „Das sind gute
Voraussetzungen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Die Unternehmen in der IFH sind an Kooperationen mit Partnern in
Asien und vor allem in Korea sehr interessiert“, so Thomas
R. Villinger.
Markus Haberkern, Geschäftsführer von EMedia Office GmbH
sieht in dem durchgeführten Wirtschaftsforum einen deutlichen
Standortvorteil der Innovationsfabrik. „Im Zuge der Globalisierung
sind internationale Kontakte auch für klein- und mittlere
Unternehmen die Basis für zukünftige Geschäfte“. „Ich
kann mir gut vorstellen, dass aus den geknüpften Kontakten
im Bereich spezieller Softwarelösung, zukünftige bilaterale
Projekte in Deutschland oder Asien entstehen können“,
so Haberkern.
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Korea
sind bereits heute sehr eng. Korea ist für Deutschland nach
der Volksrepublik China und Japan der drittwichtigste Absatzmarkt
in Asien. Deutschland bleibt weiterhin wichtigster europäischer
Handelspartner, bilateral stiegen im vergangenen Jahr Exporte (plus
31%) und Importe (plus 25%) überproportional. Das bilaterale
Gesamthandelsvolumen hat 2003 auch dank der Euro-Stärke eine
Rekordhöhe von Mrd. 12,4 USD erreicht. Damit ist das alte
Niveau von vor der Asienkrise wieder erreicht. Deutschland ist
zweitgrößer europäischer Investor in Korea (realisierte
Investitionen insgesamt ca. 5,25 Mrd. USD). Rund 200 deutsche Unternehmen
sind in Südkorea vertreten. Deutsche und deutsch-koreanische
Unternehmen beschäftigen über 100 000 koreanische Arbeitnehmer.
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