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Auslandsnachfrage treibt das Geschäft

     
 
 

16.11.2004


 

Die rasante Aufwärtsentwicklung bei der Waldenburger R. Stahl AG hält an. Der Geschäftsbereich Explosionsschutz hat den Umsatz in den ersten neun Monaten um über 16 Prozent gesteigert. Bei der Fördertechnik findet eine Verlagerung des Umsatzes hin zu ertragreicheren Produkten statt.

Das Waldenburger Wetter mag zwar herbstlich sein, über dem Geschäft des Hohenloher Unternehmens scheint zurzeit aber die Sonne. Obwohl die Umsätze im Heimatmarkt Deutschland weiterhin rückläufig sind, legt das Unternehmen nach neun Monaten glänzende Zahlen vor: Im Konzern ist der Umsatz demnach um elf Prozent auf 181 Millionen Euro gestiegen, in Explosionsschutz sogar um 16 Prozent auf 95,3 Millionen Euro. Auch das Ergebnis ist in die Höhe geschnellt: Vor Steuern (und nach den in der Fördertechnik angefallenen Restrukturierungsaufwendungen) verbuchen die Waldenburger ein Ergebnis von 4,1 Millionen Euro - vor Jahresfrist hatte das Unternehmen gerade die Verlustzone verlassen.

Besser als geplant schnitt dabei auch die Fördertechnik ab, sagt Schomaker. Dort hatte das Unternehmen sogar mit rückläufigen Umsätzen gerechnet, weil auf wenig profitables Geschäft bewusst verzichtet worden sei. "Der Markt hat unser Angebot mit anspruchsvollen und kundenindividuellen Lösungen wesentlich schneller als erwartet angenommen." Wichtig ist für den Vorstandsvorsitzenden auch, dass die Mitarbeiter die Restrukturierung - wie berichtet sollen in der Fördertechnik bis 2006 knapp 90 Stellen wegfallen - mittragen. Erste Auswirkungen der Restrukturierung, unter anderem verzichteten die Beschäftigten auf gewisse Lohnbestandteile, seien in den jüngsten Quartalszahlen bereits spürbar.

Die Hohenloher profitieren beim Auftragseingang von den hohen Ölpreisen: "Wir merken, dass unsere Kunden investieren, um den letzten Tropfen herauszuholen", sagt Schomaker. Mittelfristig rechnet er mit weiteren Zuwächsen, weil die hohen Marktpreise Investitionen in neue Förderanlagen nach sich ziehen werden - die wiederum mit explosionsgeschützten Schaltungen ausgestattet werden müssen.

Trotz des weiterhin "herausfordernden Umfelds" mit einem schwachen Dollar und den hohen Stahlpreisen rechnet Schomaker für das Gesamtjahr unverändert mit einem Umsatzplus von deutlich mehr als fünf Prozent und einer "deutlich überproportionalen" Ergebnissteigerung. Den Vorjahresgewinn, der im Wesentlichen aus dem vierten Quartal stammte, hat das Unternehmen ja bereits übertroffen.

Unterdessen hat die Neckarsulmer TDS AG bekannt gegeben, dass ihre Tochter BFD künftig die Personalabrechnung der rund 2200 Mitarbeiter des Waldenburger Unternehmens übernehmen wird. Sechs Stahlianer erhalten in diesem Zusammenhang das Angebot, nach Neckarsulm zu wechseln wo sie Kern einer neuen BFD-Niederlassung werden sollen, über die auch andere Kunden in der Region betreut werden können. "Wir waren da nicht wirtschaftlich", begründet Schomaker den Outsourcing-Schritt bei der Abrechnung. Eine weitergehende Auslagerung der Personalabteilung lehnt er allerdings ab: "Personalarbeit ist für mich eine absolute Kernkompetenz."

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