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Suppe für Gotthilf, Kutteln für Lothar

     
 
 

22.11.2004


 

Die Krone in Ilsfeld-Auenstein ist eine schwäbische Wirtschaft wie aus dem Bilderbuch. Und sogar am Freitag Abend nach 23 Uhr gibt es noch alles was auf der Karte steht.

Seit diesem Abend besitzt sogar die A 81, dieses ziemlich breite Asphaltband zwischen Stuttgart und Heilbronn, einen gewissen Charme. Von der Ausfahrt Beilstein ist’s ein Katzensprung bis nach Auenstein. Dann immer Richtung Kirchturm halten, hat die Chefin am Telefon gesagt. Und dann treten wir ein in ein Wirtshausbiotop, wie wir es kaum noch für möglich gehalten haben. Donnerstagabend. Der Gastraum ist rappelvoll, in einem der Nebenzimmer tagt ein Verein.

Der Landgasthof Krone, seit über 50 Jahren von Lotte Bay (77) geführt und inzwischen ein gut florierender Familienbetrieb, der auch von den drei Kindern und deren Kindern getragen wird, ist eine schwäbische Wirtschaft wie aus dem Bilderbuch: Mit dunklem Holz halbhoch getäfelte Wände, ein Kachelofen mit Vereinswimpeln oben drauf, ein Stammtisch und eine Küche, die alle Mödelchen der vergangenen Jahrzehnte unbeschadet überstanden hat. Allein die sauren Kutteln mit Bratkartoffeln (große Portion 5,50 Euro, kleine Portion 4 Euro) lohnen die Anfahrt, weiß etwa Lothar Späth, der ab und zu mit seinem Fahrer vorbeischaut. Während Gotthilf Fischer sonntagabends nach den Chorproben meist Appetit auf die Suppen des Hauses verspürt.

Fleisch und Wurst aus eigener Schlachtung, Kartoffeln für den Kartoffelsalat vom eigenen Acker, die Trauben für den Hauswein vom eigenen Wengert. Das Erfolgsrezept klingt so einfach wie unbestechlich. "Jedem Gast den Teller füllen und natürlich gut kochen", sagt Lotte Bay, "das ist die beste Reklame."

Die Kundschaft schätzt nicht nur die solide Küche, sondern auch das Ambiente. Hier hat der Zeitgeist keinen Zutritt. Als die Bays kürzlich einen neuen Fußboden verlegten, mahnten Stammgäste: "Baut euer Lokal ja nicht ganz um." Nur manchmal führt die Chefin doch was Neues ein, manchmal sogar gegen den Widerstand der Belegschaft. Weil sie sich selbst immer darüber geärgert hat, dass sie überall immer nur große Portionen aufgetischt bekam und viel zurückgehen lassen musste, hat in der Krone der Gast die Qual der Wahl zwischen großen und kleinen Portionen (die natürlich nicht wirklich klein sind).

So Leid es uns tut, in diesem Fall muss es aber mal gesagt sein: Hier stimmt’s noch, das Essen und die Preise sowieso, und auch das Betriebsklima. Die Familie arbeitet Hand in Hand, die Angestellten sind treue Seelen, gehören fast schon zum Inventar. Und wenn Lotte Bay sagt, sie habe "noch nie von meinen Schwiegertöchtern oder Enkeln ein böses Wort gehört", gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln.

Wer übrigens glaubt, dass Nachtleben eine City braucht, der sollte mal spätabends in der Krone einkehren, am besten freitags gegen elf, wenn die Vereine zum gemütlichen Teil übergehen. Dann wird dem Herd in der Krone nochmal richtig eingeheizt.

Schätze, wir müssen bald wieder auf die Autobahn. Dann machen wir’s wie der Späth. Und lassen uns fahren.

Landgasthof Krone, Hauptstraße 14, 74360 Ilsfeld-Auenstein, Tel. 0 70 62 / 6 20 65.
Öffnungszeiten: Di-So, 10 Uhr bis Mitternacht.

Gastlichkeit in der Region Heilbronn-Franken
 
         
 
Ich lebe und arbeite gern
in Heilbronn-Franken...
Heilbronn-Franken ist die bedeutendste Rotweinregion Deutschlands und die größte Weinbauregion in Württemberg.
Die in der Region vertretenen Anbaugebieten Baden, Württemberg und Franken arbeiten in der "Südschiene" als starke weinbaupolitische Kraft in Deutschland beispielhaft und erfolgreich zusammen. Der Wein trägt als Markenzeichen unseres Landes zum guten Image der Region bei. Er vermittelt in Verbindung mit der Landschaft und ihrer Kultur ein besonders positives Lebensgefühl. Wo Wein angebaut wird, da lebt man gerne.
Hermann Hohl, Präsident des Weinbauverbandes Württemberg
Weinbauverband
  Württemberg
"Ein funktionierendes Bankwesen ist elementare Grundlage für eine aufstrebende Wirtschaftsregion.
Die Banken und Sparkassen der Region Heilbronn-Franken bieten diese Basis. Die Bankstellendichte liegt über den Vergleichswerten des Landes und des Bundes. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Banken in diesem Wirtschaftsraum ein interesantes Potenzial sehen – gleichzeitig spricht dies für einen ausgeprägten Wettbewerb."
Hans Hambücher, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn
Kreissparkasse Heilbronn