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Regionales Aktionsbündnis übergibt Pläne für A 6 an Minister

     
 
 

29.11.2004


 

Mit 300 000 Euro hat die Region Heilbronn-Franken in einer bislang einmaligen Aktion in Deutschland die Vorplanung für den Ausbau der A 6 zwischen Weinsberg und Feuchtwangen vorfinanziert. Jetzt wurden die Pläne dem Minister übergeben.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Stefan Mappus steht zur Zusage seines Vorgängers Ulrich Müller, den sechsspurigen Ausbau der A6 "so schnell wie möglich" und nicht erst in 10 bis 15 Jahren voranzubringen. Die notwendige Voraussetzung für einen A6-Ausbau ist seit Juni erfüllt, als der Autobahn-Abschnitt zwischen dem Weinsberger Kreuz und Kupferzell in den "vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wurde. Mit dazu beigetragen hat ein regionales Aktionsbündnis aus Politik und Wirtschaft, das nicht nur Forderungen stellte und fleißig mehr als 50.000 Unterschriften sammelte, sondern für die Vorplanung - ein bundesweit einmaliger Vorgang - 400.000 Euro zur Verfügung stellte.
300.000 Euro reichten für die in vier Leitz-Ordnern zusammengefasste Vorplanung aus, die gestern im Gebäude der Autobahnpolizei beim Weinsberger Kreuz vom Aktionsbündnis an Verkehrsminister Stefan Mappus und Regierungspräsident Dr. Udo Andriof übergeben wurde. Eine "tolle Geste der Region, die auch in Berlin Eindruck hinterlässt", so Mappus.

Der Verkehrsminister verspricht zwar, "bei der Infrastruktur alles zu tun, was wir tun können". Jeder Zeitrahmen für den sechsspurigen A6-Ausbau zwischen Weinsberger Kreuz und Kupferzell müsse aber zwangsläufig "spekulativ" bleiben, da der Bund in diesem Jahr nur 170 Millionen Euro, nächstes Jahr lediglich 85 und 2006 bloß noch 60 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Stefan Mappus: "Wenn es so bleibt, wird es schwierig im nächsten Jahrzehnt." Aus seiner Sicht müssten jährlich zwischen 250 und 300 Millionen Euro vom Bund nach Baden-Württemberg fließen. Nur unter dieser Voraussetzung "könnte sich schon in fünf Jahren etwas tun".

Abgesehen von den offenen Problemen der Finanzierung ist das weitere Verfahren recht kompliziert, wie Straßenbauamts-Leiter Horst Herrmann erläuterte. Von seiner Behörde wurden die gestern übergebenen Vorentwurfspläne für die Abschnitte von Weinsberg nach Bretzfeld und Öhringen nach Kupferzell begleitet und sind bereits weitgehend vom Regierungspräsidium Stuttgart überprüft. Sobald dies abgeschlossen ist, muss das baden-württembergische Verkehrsministerium den Entwurf genehmigen, ehe das Bundesverkehrsministerium den so genannten Sichtvermerk erteilen kann.

Erst wenn diese Genehmigung aus Berlin vorliegt, kann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, wofür der Bund nur eine Pauschale gibt, so dass dazu Landesmittel erforderlich werden.

Quelle: Heilbronner Stimme/Gerd Kempf

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