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Die Klenk Holz AG steuert auf ein sattes Umsatzwachstum zu. Nach
vorläufigen Zahlen wird eine Steigerung um mehr als 20 Prozent
auf etwa 360 Millionen Euro beim größten deutschen Sägewerksunternehmen
mit Sitz in Oberrot in der Region Heilbronn-Franken erwartet. In
den nächsten Jahren sind millionenschwere Investitionen geplant.
Die Sägen laufen derzeit auf Hochtouren bei der Klenk Holz
AG. Der Oberroter Konzern, größter Sägewerksbetreiber
Deutschlands, steuert in diesem Jahr auf einen neuen Rekordumsatz
in Höhe von etwa 360 Millionen Euro zu, meldete das Unternehmen
gestern. Das entspricht einem Zuwachs um mehr als 20 Prozent -
2003 wurden noch 294 Millionen Euro erzielt, 2002 nur 273 Millionen.
Das Wachstum basiert vor allem auf dem starken Export - er macht
inzwischen 40 Prozent des Umsatzes aus -, aber auch auf der vollen
Leistung des Werks Volgelsheim, die erst in diesem Jahr erreicht
wurde, erläutert Unternehmenssprecher Klaus Böltz. Außerdem
wurde in den eigentlich derzeit schwachen Branchen Baumärkte
und Bauindustrie Zuwachs erzielt.
Für die nächsten Jahre plant das Familienunternehmen
daher mehrere millionenschwere Investitionen. Alleine am Standort
Baruth (Brandenburg) werden 37 Millionen Euro für die Erweiterung
der Produktionskapazität um 50 Prozent sowie ein Heizkraftwerk
ausgegeben.
Im elsässischen Volgelsheim soll die Einschnittleistung im
nächsten Jahr nochmals um 40 Prozent steigen. Im ersten Halbjahr
2005 wird dort eine Produktionshalle für so genanntes Konstruktions-Vollholz,
das in der Bauindustrie verwendet wird, errichtet.
Am Stammsitz Oberrot wird mittlerweile ebenfalls in drei Schichten
gearbeitet, nachdem im zu Ende gehenden Jahr in Lärmschutz
investiert wurde. Hier soll in den nächsten Jahren ein Werk
für Mitteldichte Faserplatten (MDF) angesiedelt werden. Dieses
Material wird zum Beispiel für Hifi-Lautsprecher verwendet,
als Grundstoff dienen Sägeabfälle. Das Werk muss aber
nicht unbedingt von Klenk selbst gebaut werden, sagt Böltz: "In
Baruth ist ja auch ein Partnerunternehmen der Eigentümer."
Die Überlegungen gehen aber noch weiter. Mittlerweile werde
auch wieder darüber nachgedacht, ein Werk für Pressspanklötze
für Paletten zu errichten. In einer ersten Stufe sollen dabei
120 000 Tonnen Klötze pro Jahr hergestellt werden, teilt das
Unternehmen mit. Ein Standort steht aber noch nicht fest, berichtet
Böltz. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde aber an einem der
vier Klenk-Sägewerke in Deutschland - neben Oberrot und Baruth
gibt es auch Standorte in Gaildorf und Wolfegg - investiert. Ein
Zeitpunkt stehe noch nicht fest.
Alle Investitionen haben eins gemeinsam, sagt Böltz: "Wo
investiert wird, werden neue Arbeitsplätze geschaffen." Derzeit
zählt der Konzern 1450 Beschäftigte.
Quelle Heilbronner Stimme, Heiko Fritze
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