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Bei Klenk Holz läuft die Säge rund

     
 
 

17.12.2004


 

Die Klenk Holz AG steuert auf ein sattes Umsatzwachstum zu. Nach vorläufigen Zahlen wird eine Steigerung um mehr als 20 Prozent auf etwa 360 Millionen Euro beim größten deutschen Sägewerksunternehmen mit Sitz in Oberrot in der Region Heilbronn-Franken erwartet. In den nächsten Jahren sind millionenschwere Investitionen geplant.

Die Sägen laufen derzeit auf Hochtouren bei der Klenk Holz AG. Der Oberroter Konzern, größter Sägewerksbetreiber Deutschlands, steuert in diesem Jahr auf einen neuen Rekordumsatz in Höhe von etwa 360 Millionen Euro zu, meldete das Unternehmen gestern. Das entspricht einem Zuwachs um mehr als 20 Prozent - 2003 wurden noch 294 Millionen Euro erzielt, 2002 nur 273 Millionen.

Das Wachstum basiert vor allem auf dem starken Export - er macht inzwischen 40 Prozent des Umsatzes aus -, aber auch auf der vollen Leistung des Werks Volgelsheim, die erst in diesem Jahr erreicht wurde, erläutert Unternehmenssprecher Klaus Böltz. Außerdem wurde in den eigentlich derzeit schwachen Branchen Baumärkte und Bauindustrie Zuwachs erzielt.

Für die nächsten Jahre plant das Familienunternehmen daher mehrere millionenschwere Investitionen. Alleine am Standort Baruth (Brandenburg) werden 37 Millionen Euro für die Erweiterung der Produktionskapazität um 50 Prozent sowie ein Heizkraftwerk ausgegeben.

Im elsässischen Volgelsheim soll die Einschnittleistung im nächsten Jahr nochmals um 40 Prozent steigen. Im ersten Halbjahr 2005 wird dort eine Produktionshalle für so genanntes Konstruktions-Vollholz, das in der Bauindustrie verwendet wird, errichtet.

Am Stammsitz Oberrot wird mittlerweile ebenfalls in drei Schichten gearbeitet, nachdem im zu Ende gehenden Jahr in Lärmschutz investiert wurde. Hier soll in den nächsten Jahren ein Werk für Mitteldichte Faserplatten (MDF) angesiedelt werden. Dieses Material wird zum Beispiel für Hifi-Lautsprecher verwendet, als Grundstoff dienen Sägeabfälle. Das Werk muss aber nicht unbedingt von Klenk selbst gebaut werden, sagt Böltz: "In Baruth ist ja auch ein Partnerunternehmen der Eigentümer."

Die Überlegungen gehen aber noch weiter. Mittlerweile werde auch wieder darüber nachgedacht, ein Werk für Pressspanklötze für Paletten zu errichten. In einer ersten Stufe sollen dabei 120 000 Tonnen Klötze pro Jahr hergestellt werden, teilt das Unternehmen mit. Ein Standort steht aber noch nicht fest, berichtet Böltz. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde aber an einem der vier Klenk-Sägewerke in Deutschland - neben Oberrot und Baruth gibt es auch Standorte in Gaildorf und Wolfegg - investiert. Ein Zeitpunkt stehe noch nicht fest.

Alle Investitionen haben eins gemeinsam, sagt Böltz: "Wo investiert wird, werden neue Arbeitsplätze geschaffen." Derzeit zählt der Konzern 1450 Beschäftigte.

Quelle Heilbronner Stimme, Heiko Fritze

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