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Den globalen Wettbewerb bestehen die deutschen Autobauer nur mit
technischen Innovationen. Pionierarbeit in Sachen Leichtbau leistet
das Audi-Werk in Neckarsulm, wo man in dieser Woche das zehnjährige
Bestehen des Aluminium- und Leichtbauzentrums feiert.
Leichtbau wiegt schwer bei Audi, denn Ökologie und Auto -
das passt meist nicht zusammen. "Audis Kompetenz in Sachen
Leichtbau macht diese konfliktreiche Kombination möglich",
sagt Heinrich Timm. Er ist Leiter des Aluminium- und Leichtbauzentrums
im Audi-Werk Neckarsulm. Rund 110 Mitarbeiter erforschen dort neue
Werkstoffe für den Automobilbau der Zukunft.
Mit großem Erfolg. Seit dem Produktionsstart des ersten Audi
A8 im Jahr 1994 hat die Unterländer Auto-Fabrik eine bis dato
nicht erreichte Fähigkeit im Fahrzeugbau mit Aluminium entwickelt. "In
Neckarsulm wurde in den vergangenen Jahren Pionierarbeit geleistet",
betont Werkleiter Jürgen Lunemann. "Wir sind der Konkurrenz
in Sachen Leichtbau um Jahre voraus."
Dies dokumentieren nicht zuletzt über 40 Auszeichnungen und
Preise für Audis Technologie. Aluminium - das bedeutet weniger
Gewicht, weniger Verbrauch und somit sehr umweltfreundliche Modelle.
Im vergangenen Jahrzehnt haben die Spezialisten die Aluminiummodelle
A2, A8 und zuletzt den Gallardo von der italienischen Audi-Tochter
Lamborghini zur Serienreife gebracht. Rund 320 000 Fahrzeuge mit
Aluminiumkarosserie sind von den Neckarsulmer Mitarbeitern bis
heute produziert worden. Stolz sind sie vor allem, weil man die
Leichtbau-Kompetenz für den gesamten VW-Konzern am Standort
gebündelt hat. "Unsere Mitarbeiter waren und sind Garant
für unsere Spitzenposition im Leichtbau", sagt der Neckarsulmer
Betriebsratsvorsitzende Norbert Rank.
Mittlerweile gehen Forschung und Entwicklung über den reinen
Einsatz von Aluminium hinaus. Hochfeste Stähle, faserverstärkte
Kunststoffe und Magnesium finden zunehmend Verwendung. In die Karten
lassen sich die Neckarsulmer Ingenieure nicht schauen. Viele Projekte
sind noch geheim, doch Heinrich Timm hat ein Ziel vor Augen: "Meine
Vision ist der wirtschaftliche Leichtbau für die Großserie."
Quelle: Heilbronner Stimme, Beitrag von Alexander Schnell
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