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Pionierarbeit aus dem Audi-Werk Neckarsulm

     
 
 

17.12.2004


 

Den globalen Wettbewerb bestehen die deutschen Autobauer nur mit technischen Innovationen. Pionierarbeit in Sachen Leichtbau leistet das Audi-Werk in Neckarsulm, wo man in dieser Woche das zehnjährige Bestehen des Aluminium- und Leichtbauzentrums feiert.

Leichtbau wiegt schwer bei Audi, denn Ökologie und Auto - das passt meist nicht zusammen. "Audis Kompetenz in Sachen Leichtbau macht diese konfliktreiche Kombination möglich", sagt Heinrich Timm. Er ist Leiter des Aluminium- und Leichtbauzentrums im Audi-Werk Neckarsulm. Rund 110 Mitarbeiter erforschen dort neue Werkstoffe für den Automobilbau der Zukunft.

Mit großem Erfolg. Seit dem Produktionsstart des ersten Audi A8 im Jahr 1994 hat die Unterländer Auto-Fabrik eine bis dato nicht erreichte Fähigkeit im Fahrzeugbau mit Aluminium entwickelt. "In Neckarsulm wurde in den vergangenen Jahren Pionierarbeit geleistet", betont Werkleiter Jürgen Lunemann. "Wir sind der Konkurrenz in Sachen Leichtbau um Jahre voraus."

Dies dokumentieren nicht zuletzt über 40 Auszeichnungen und Preise für Audis Technologie. Aluminium - das bedeutet weniger Gewicht, weniger Verbrauch und somit sehr umweltfreundliche Modelle.
Im vergangenen Jahrzehnt haben die Spezialisten die Aluminiummodelle A2, A8 und zuletzt den Gallardo von der italienischen Audi-Tochter Lamborghini zur Serienreife gebracht. Rund 320 000 Fahrzeuge mit Aluminiumkarosserie sind von den Neckarsulmer Mitarbeitern bis heute produziert worden. Stolz sind sie vor allem, weil man die Leichtbau-Kompetenz für den gesamten VW-Konzern am Standort gebündelt hat. "Unsere Mitarbeiter waren und sind Garant für unsere Spitzenposition im Leichtbau", sagt der Neckarsulmer Betriebsratsvorsitzende Norbert Rank.

Mittlerweile gehen Forschung und Entwicklung über den reinen Einsatz von Aluminium hinaus. Hochfeste Stähle, faserverstärkte Kunststoffe und Magnesium finden zunehmend Verwendung. In die Karten lassen sich die Neckarsulmer Ingenieure nicht schauen. Viele Projekte sind noch geheim, doch Heinrich Timm hat ein Ziel vor Augen: "Meine Vision ist der wirtschaftliche Leichtbau für die Großserie."

Quelle: Heilbronner Stimme, Beitrag von Alexander Schnell

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