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Das neue Jahr birgt Risiken aber auch Chancen für die Wirtschaft
in der Region Heilbronn-Franken. IHK-Präsident Günter
Steffen und Südwest-Geschäftsleiter Werner Braun blicken
nach vorne, weil sich diese dynamische Region in 2004 besser entwickelt
hat als Landes- und Bundesdurchschnitt.
Das Wachstum in Asien schwächt sich ein wenig ab, die USA
bekommen die Folgen des Außenhandelsdefizits zu spüren,
und in Europa gewinnt der Aufschwung nur langsam an Fahrt. So sieht
Werner Braun, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Abteilung
Private & Business Banking bei der Dresdner Bank Südwest,
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das neue Jahr.
Was für den Banker beim Neujahrsempfang in Ratschläge
zu Anlagestrategien mündete, war für IHK-Präsident
Günter Steffen als Gastredner die Vorlage zu einem regionalen
Wirtschafts-Ausblick.
Auch da zeigt die Tendenz klar nach oben, meinte Steffen: Schließlich
habe sich Heilbronn-Franken vergangenes Jahr besser entwickelt
als der Landes- oder Bundesdurchschnitt. Beim produzierenden Gewerbe
habe die Zahl der Arbeitsplätze sogar wieder zugenommen. Daher
war Steffen auch für das neue Jahr zuversichtlich: "Wir
werden nicht mehr Schlusslicht sein in Europa", erwartete
er. "Deutschland wird sich langsam wieder aus dem Tabellenkeller
hocharbeiten."
Für Heilbronn-Franken seien 2005 vor allem die Investitionen
in die Bildung entscheidend: Zum einen werden im Herbst in Heilbronn
und in Schwäbisch Hall zwei neue Berufsschulen fertig gestellt,
zum anderen hat soeben die "Heilbronn Business School" im
Neckarturm ihren Betrieb aufgenommen. "Bildung ist das beste
Investment in eine Region", mahnte Steffen.
Dazu zähle aber auch der Ausbildungspakt, der für 2004
ja erfüllt worden sei. "Ich bin guten Mutes, dass wir
die Vorgaben auch dieses Jahr packen." Weitere wichtige Weichenstellungen
seien die Fertigstellung des Audi-Zentrums Süd und der Stadtbahn
bis Öhringen.
Doch der IHK-Präsident wagte auch einen Blick in die Glaskugel:
Auf elf Fragen hatte er elf Antworten - entweder "ja" oder "nein".
Einiges machte da Hoffnung: Der Aufschwung wird sich nicht abschwächen,
der Dax werde steigen, Heilbronn-Franken weiter überdurchschnittlich
wachsen, auch bei der Zahl der Ausbildungsverträge zulegen
und das produzierende Gewerbe weiter Stellen aufbauen. Andererseits
werde es mehr als fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland
geben, die Krankenkassen senken ihre Beiträge nicht, der Euro
steigt weiter. Und schließlich: Die CDU verliert die beiden
Landtagswahlen - und die Deutsche Bank bleibt selbstständig.
Damit hatte Steffen die Lacher der Banker auf seiner Seite.
Quelle Heiko Fritze, Heilbronner Stimme vom 15. Januar 2005
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