Wegweisende Beschlüsse für eine starke Region Heilbronn-Franken
hat die Verbandsversammlung des Regionalverbandes mit der Aktualisierung
des Entwurfs für den Regionalplan gefasst. Das Papier, das
2006 rechtskräftig wird, ist erheblich verbindlicher für
die Kommunen als bislang. Ein Schwerpunkt ist der Verkehr.
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Der Verkehr ist das Schmiermittel der Gesellschaft", stimmte
Verbandsdirektor Dr. Ekkehard Hein am Freitag in Weinsberg-Gellmersbach
in die Thematik ein und schnitt zwei erkennbare Trends an:
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Seit 1995 ist eine Stagnation im Personenverkehr
erkennbar. |
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Die Zuwachsraten des Güterverkehrs auf unseren Straßen
machen keinen Spaß mehr. Sie liegen zwischenzeitlich
bei plus 100 Prozent. |
Vor diesem Hintergrund steht im Entwurf des neuen Regionalplans
der sechsspurige Ausbau der A 6 ganz oben auf der Prioritätenliste.
Bestandteile sind aber auch neue Autobahn-Anschlussstellen zwischen
Bad Rappenau und Untereisesheim und bei Öhringen sowie der
sechsspurige Ausbau westlich und östlich an A 3-Anschlussstelle
bei Wertheim-Bettingen.
Zur Verbesserung der Situation im Schienenverkehr enthält
der Regionalplan, der im nächsten halben Jahr mit den Kommunen
in der Region Heilbronn-Franken noch im Detail abgestimmt wird,
unter anderem folgende Forderungen:
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Schließung der seit Ende des Zweiten Weltkriegs
eingleisigen Lücke bei Möckmühl-Züttlingen
auf der Strecke Heilbronn-Würzburg. |
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Zweigleisiger Ausbau des Streckenabschnitts Schwäbisch
Hall-Hessental/Backnang. |
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Anbindung der Region an das Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz
und an den Flughafen Stuttgart durch das Projekt "Stuttgart
21". |
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Umsetzung des Integralen Taktfahrplans Baden-Württemberg. |
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Schließung der Elektrifizierungslücke zwischen Öhringen-Cappel
und Schwäbisch Hall-Hessental auf der Bahnstrecke Heilbronn-Schwäbisch
Hall. |
Beim öffentlichen Personennahverkehr enthält der Regionalplan
2006 zwei mutige Inhalte:
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Um die Stadtbahn bis Künzelsau fahren zu
lassen, wird eine ehemalige Schienentrasse für dieses
Vorhaben gesichert. |
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Einführung des Stadtbahnsystems im Raum Untergruppenbach,
Abstatt, Ilsfeld und Beilstein. |
Verabschiedet hat sich der Regionalverband nach wie vor nicht
vom Bau eines Verkehrslandeplatzes im Raum Heilbronn. Der Regionalplan
sieht hierin ein "Prüf-Objekt".
Keinesfalls als Wunsch, sondern als klares Bekenntnis versteht
die Verbandsversammlung die Forderung, den Neckar als Binnenwasserstraße
langfristig in seiner Leistungsfähigkeit zu erhalten. Grundvoraussetzungen
dafür sind der Ausbau der momentan 105 Meter langen Schleusenkammern
für die 135-Meter-Binnenschiffsklasse, die Erhöhung der
Neckarbrücken, damit Containerschiffe passieren können,
und die Einrichtung eines Container-Umschlagplatzes im Heilbronner
Hafen.
Während die Verbandsmitglieder Dr. Lothar Barth (CDU/OB Bad
Mergentheim) und Harald Friese (SPD/Heilbronn) die Verkehrsplanung
in der Region lobten, lehnte Armin Waldbüßer (ÖDP/Grüne/Obersulm)
das Konzept ab: "Der Ausbau der Stadtbahn ist wichtiger als
der A 6-Ausbau und die Schiene hat mehr Bedeutung als die Luftfahrt."
Quelle Joachim Friedl, Heilbronner Stimme vom 15.01.2005
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