Die Künzelsauer Würth-Gruppe hat den Umsatz 2004 nach
vorläufigen Zahlen um 13,7 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro
gesteigert. Das Betriebsergebnis wuchs sogar noch mehr - von 330
auf mindestens 380 Millionen Euro. Würth ist der weltweit
Marktführer und hat seine Heimat in der Region Heilbronn-Franken.
Der weltweite Handel mit Befestigungs- und Montagematerial ist
das Kerngeschäft der Würth-Gruppe. Kompetenz, Qualität
und Kundennähe bilden dabei das Fundament unseres Tuns.
Mit nunmehr über 100.000 Produkten für Handwerk und
Industrie wurde aus dem Schraubenspezialisten ein Spezialist
für Montagetechnik. Innerhalb von fünf Jahrzehnten
führte Prof. Dr. h. c. Reinhold Würth, der den Zweimannbetrieb
1954 nach dem frühen Tod des Vaters übernommen hatte,
das Unternehmen in den Kreis der größten Handelsunternehmen
in Deutschland.
Wenn es um Schrauben, Schraubenzubehör, Dübel, chemisch-technische
Produkte, Möbel- und Baubeschläge, Werkzeuge, Maschinen,
Installationsmaterial, Kfz-Kleinteile sowie Bevorratungs- und Entnahmesysteme
geht, ist Würth der richtige Ansprechpartner. Die Ansprüche
der weltweit über 2,5 Millionen Kunden an die Produkte und
den Service von Würth sind eine Herausforderung für die
Würth-Mitarbeiter. In über 100 Niederlassungen in Deutschland
und über 300 Gesellschaften in 80 Ländern der Welt kümmern
sich über 45.000 Mitarbeiter als kompetente Gesprächspartner
um alle Fragen und Wünsche unserer Kunden.
Der Kundenkreis reicht dabei vom Kfz-Handwerk, dem Holz- und Metall
verarbeitenden Handwerk und Baubetrieben bis hin zu Industrieunternehmen.
Das Ziel ist erreicht, die magische 6 sogar übersprungen.
Erstmals in der 60-jährigen Unternehmensgeschichte hat die
Künzelsauer Würth-Gruppe mehr als 6 Milliarden Euro Umsatz
erzielt. Die neue Rekordmarke beläuft sich nach gestern vorgelegten
vorläufigen Berechnungen auf 6,2 Milliarden.
Insgesamt wuchs der Spezialist für Befestigungstechnik damit
um 13,7 Prozent. Im Ausland erhöhte sich der Umsatz um 13,1
Prozent auf 3,68 Milliarden Euro. Deutlich zugelegt hat die Gruppe
aber auch wieder im Inland: Das Umsatzwachstum lag hier bei 14,6
Prozent. Zwar verstecken sich in diesem Wert auch die Umsätze
einiger Zukäufe des vergangenen Jahres, doch auch auf Basis
der Konzernstruktur vom Januar 2004 wurde Wachstum verzeichnet
- exakt 6,9 Prozent. Damit ging es erstmals seit 2001 auch wieder
auf dem Heimatmarkt aufwärts. 2003 hatte Würth hierzulande
noch einen Rückgang um 0,1 Prozent gemeldet, 2002 sogar um
3,1 Prozent.
"
Wir haben auch in diesen Krisenjahren massiv am Markt investiert.
Das zahlt sich jetzt aus", begründet Unternehmenssprecher
Thomas Oberle die Trendwende in Deutschland. Dabei handele es sich
weniger um Firmenzukäufe und Neugründungen von Tochtergesellschaften
und Niederlassungen im Ausland - 2004 zuletzt in Ecuador -, sondern
um den weiteren Ausbau des Vertriebsnetzes. Sichtbares Zeichen:
Die Zahl der Mitarbeiter ist erneut um 5021 auf nunmehr 46 973
gestiegen, darunter alleine 26 085 Verkäufer.
Zugelegt hat der Konzern auch beim Betriebsergebnis: Nach 330 Millionen
Euro im Vorjahr wurden nach den vorläufigen Berechnungen diesmal
zwischen 380 und 400 Millionen erreicht. Damit wuchs das Ergebnis
noch stärker als der Umsatz.
Einen zwar spürbaren, aber nicht entscheidenden Einfluss auf
das positive Geschäftsjahr hatten die Zukäufe im vergangenen
Jahr. Diese und Währungseffekte herausgerechnet, bleibt unter
dem Strich immer noch ein etwa zehnprozentiges Umsatzplus übrig.
Wie berichtet, hat die Würth-Gruppe 2004 drei größere
Unternehmen übernommen: den Nürnberger Elektrogroßhändler
Lichtzentrale Thurner mit 100 Mitarbeitern und 60 Millionen Euro
Umsatz, den Vorarlberger Möbelbeschläge-Händler
Grass mit 900 Mitarbeitern und 125 Millionen sowie den Baumarkt-Zulieferer
DIY World GmbH mit 370 Mitarbeitern und 175 Millionen Umsatz. Weitere
größere Zukäufe seien vorläufig nicht geplant,
berichtete Oberle.
"
Das ist das, was wir uns vorgestellt haben", kommentierte
der Konzernsprecher das kräftige Umsatzwachstum. Ziel für
das neue Jahr sei nun, diese Raten erneut zu erreichen - also wiederum
ein zweistelliger Zuwachs. Grund zum ausgiebigen Feiern hat die
Würth-Gruppe 2005 ohnehin: Erst feiert Inhaber Reinhold Würth
am 20. April seinen 70. Geburtstag, ehe auch die Keimzelle des
Konzerns, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, im Sommer ihr
60-jähriges Bestehen begeht.
Quelle Heiko Fritze, Heilbronner Stimme 15.01.2005
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