Die Bausparkasse Schwäbisch
Hall mit Sitz in der Region Heilbronn-Franken hat 2004 einen Rekordgewinn
von 327 Millionen Euro erzielt. Das ist
eine Steigerung von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Alexander
Erdland, Chef der größten privaten Bausparkasse.
Wegen hoher Vorzieheffekte im Jahr 2003 sank das eingelöste
Bausparneugeschäft zwar um knapp sieben Prozent auf 25,4 Milliarden
Euro. Gegenüber dem «Normaljahr» 2002 sei dies aber
ein Wachstum von 26 Prozent gewesen. 940.000 neue Bausparverträge
seien abgeschlossen worden. Weil man besser als die Branche abgeschnitten
habe, sei der Marktanteil in Deutschland auf über 26 Prozent
gestiegen.
Erdland erwartet für dieses Jahr ein erneutes Rekordergebnis.
Beim Gewinn peilt er 360 Millionen Euro an. Die gesamte Geschäfts-
und Vertriebsleistung - neben dem Bausparen unter anderem Baufinanzierung
und Vorsorgeprodukte - solle um fünf Prozent auf rund 40 Milliarden
Euro wachsen. Die Eigenkapitalrendite soll Ende 2005 rund 15 Prozent
erreichen; 2004 nahm sie von 12,4 auf 13,4 Prozent zu.
Der Schwäbisch-Hall-Chef zeigte sich erfreut über den
Erfolg der Kostensenkungsmaßnahmen. Der Verwaltungsaufwand
liege jetzt wieder auf dem Niveau von 1997, obwohl die Geschäftsleistung
heute um fast 50 Prozent höher liegt. «Die Stückkosten
für die Neuanlage eines Bausparvertrages sind seit 1999 um
beinahe 40 Prozent gesunken», sagte der Bausparmanager.
Erfolgreich sei der Start der beiden neuen Bausparkassen in China
und Rumänien verlaufen. In der Region Tianjin seien über
32.000, in Rumänien über 45.000 Verträge abgeschlossen
worden - jeweils mehr als geplant. Die Schwäbisch Hall AG
(Schwäbisch Hall) habe weitere Märkte in Osteuropa im
Visier, konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.
Die Zahl der Mitarbeiter der Bausparkasse stieg um 2,4 Prozent
auf 11.892.
Quelle: pda/lsw
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