Seit 2001 hat sich nach
Einschätzung der IHK Heilbronn-Franken
die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich in der Region mehr als
verdoppelt - und zwar auf rund 4350. Die Ansiedlungen und Erweiterungen
von Bosch, Getrag, Kriwan, Wittenstein und dem DLR unterstützen
dies nachhaltig.
Forschung und Entwicklung haben in Baden-Württemberg höchste
politische und wirtschaftliche Priorität und bewegen sich
auf einem internationalen Spitzenniveau. Im Vergleich zu Gesamtdeutschland
und anderen wichtigen Industrienationen wie den USA oder Japan
investiert das Land den höchsten Anteil seiner Wirtschaftsleistung
in Forschung und Entwicklung.
Auch die Region Heilbronn-Franken zieht hier mit. Sie ist Heimat
von bedeutenden Forschungseinrichtungen und Instituten in Luft-
und Raumfahrt, Weinwirtschaft, Elektrotechnik/Elektronik, Maschinen-
und Anlagenbau, Kraftfahrzeugtechnik sowie der Silicatforschung.
Viele Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken sind Technologie-
und Innovationsführer ihrer Branche – die Konsequenz
eines idealen technologischen Umfelds.
Nach internen Berechnungen der IHK hat sich Heilbronn-Franken im
Ranking der zwölf Regionen in Baden-Württemberg mittlerweile
ins Mittelfeld vorgearbeitet. Pro 1000 Beschäftigten im Verarbeitenden
Gewerbe seien es mittlerweile über 35 Forscher und Entwickler,
wie eine Überschlagsrechnung der Heilbronner IHK ergeben hat.
"
Wir sind sicher, dass sich die Region jetzt unter den ersten sechs
Plätzen befindet", freut sich Präsident Günter
Steffen. "Wir haben uns damit ein wichtiges Stück Zukunftsfähigkeit
gesichert, denn hier werden die innovativen Ideen und Produkte
entwickelt, mit denen wir uns auf dem globalen Markt behaupten
und von denen wir morgen leben werden."
Hauptgrund für den Sprung in der Statistik sind die Neuansiedlungen
von Getrag in Untergruppenbach und von Bosch in Abstatt. Allein
durch diese beiden Unternehmen habe sich die Zahl der F & E-Mitarbeiter
in der Region um beinahe 2700 erhöht.
Rein statistisch ist das Problem damit erledigt. Dennoch will die
IHK keinen Haken dahinter machen. Denn: Zwei Großansiedlungen
allein verändern nicht die Struktur in der Breite, auch wenn
es in vielen anderen Industrieunternehmen in der Region - etwa
bei Audi, Bürkert, EBM-Papst, Gemü, Kolbenschmidt, R.
Stahl, Schunk, Wittenstein - starke und wachsende Forschungs- und
Entwicklungsabteilungen gibt. "Auch hier ist die Zahl der
Arbeitsplätze überproportional gestiegen", sagt
Steffen. "Wir haben uns nachhaltig verbessert."
Besser ist für Günter Steffen aber nicht gut genug. Deswegen
will die IHK im März einen neuen Initiativkreis Forschung
und Entwicklung ins Leben rufen. "Unser Ziel ist es, Forscher
und Entwickler aus der privaten Wirtschaft und aus öffentlichen
Einrichtungen in der gesamten Region und dem angrenzenden Raum
zu vernetzen", erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer
Heinrich Metzger. Dass auf diese Weise auch neue Projekte angeschoben
werden sollen, versteht sich von selbst.
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