Die besten Oberklassewagen werden nicht in Stuttgart, München
oder Ingolstadt produziert sondern in Neckarsulm in der Region
Heilbronn-Franken. Mehr als 108.000 Leser von „auto motor
und sport“ wählten bei der Leserwahl „Die Besten
Autos 2005“ ihre Favoriten. AUDI gewinnt in vier Kategorien!
Triumph für Audi bei der auto motor und sport-Leserwahl „Die
besten Autos 2005“. Gleich in vier Kategorien setzten über
108.000 Leser der führenden Automobilzeitschrift „auto
motor und sport“ die Autos aus Neckarsulm und Ingolstadt
an die Spitze. Mit seinem diesjährigen Vierfach-Erfolg wird
Audi zum Überflieger der traditionsreichen Leserwahl, die
jetzt zum 29. Mal durchgeführt wurde - zeitgleich nach identischer
Methode in 16 Ländern mit über 310.000 Teilnehmern -
und die in der Branche als wichtiges Stimmungsbarometer für
den deutschen Automarkt gilt.
Komplett wird der Erfolg des Volkswagen-Konzerns durch drei weitere
Auszeichnungen für den VW Polo, den Geländewagen Touareg
und den Multivan. Damit gehen in der Gesamtwertung sieben von zehn
Titeln an den Konzern.
Besonders bemerkenswert ist die Vielzahl der Erstplatzierungen
von Audi: Die Marke holt mit dem A3, dem A4, dem A6 und dem luxuriösen
A8 die Titel in den publikumsträchtigsten Kategorien. Allerdings
profitiert Audi bei seinem Triumph von der Gunst der Stunde, in
allen vier Sieger-Kategorien mit Neuheiten oder Modellüberarbeitungen
am Start gewesen zu sein.
Die Siege für Audi fallen in den einzelnen Klassen dabei deutlich
aus. So distanziert der optisch frisch herausgeputzte Audi A4 die
ebenfalls neu renovierte Mercedes C-Klasse um 19,3 Prozent, und
der Audi A8 hängt die Mercedes S-Klasse um 24,9 Prozent ab.
Mit einem Minus von 24,5 Prozentpunkten kassiert die E-Klasse
den höchsten prozentualen Verlust aller Modelle und kommt
gerade noch auf 11,8 Prozent. Bei der Wahl 2003 waren das noch
50,7 Prozent.
Achtungserfolge gibt es für die Mercedes-Kleinwagenmarke
Smart, für die der Smart Fourfour Platz zwei und der Fourtwo
Platz drei holt.
Mit drei Klassensiegen avanciert Volkswagen bei der Wahl 2005
zum zweiterfolgreichsten Hersteller. Besonderen Glanz versprüht
der Triumph des VW Touareg bei den Geländewagen. Der VW Polo
dominiert weiter bei den Kleinwagen, wie der Multivan bei den Vans.
Eine wichtige Rolle könnte VW freilich auch bei der Wahl
2006 spielen. Dort
wird sich zeigen, wie stabil der Aufwärtstrend von Audi ist,
wenn VW mit dem neuen Passat, BMW mit dem Dreier und dem überarbeiteten
Siebener und Mercedes mit der S-Klasse und den brandneuen Modellen
der R- und B-Klasse in wichtigen Kategorien gegen die Favoriten
von Audi antritt.
Die Leserwahl „Die Besten Autos 2005“ wurde neben
Deutschland in insgesamt 15 europäischen Ländern mit
insgesamt 310.000 Teilnehmern durchgeführt.
Die Plätze eins bis drei der Gesamtwertung
Keine Veränderungen bei den Platzierungen im Vergleich zur
Wahl 2004 gibt es auf den Podiumsplätzen bei den Mini
Cars.
Maß der Dinge bleibt hier der Mini, der zum vierten Mal in
Serie sowohl die Gesamt- als auch die Importwertung gewinnt. Gut
bekommen zu sein scheint dem Mini die kleine Produkt-Auffrischung.
Der Zweitürer legt um 3,3 auf 43,8 Prozent zu und baut seinen
Vorsprung auf den VW Lupo (21,3 Prozent) aus. Rang drei verteidigt
mit minimal verbesserten Werten der Smart Fortwo, neu auf Platz
vier rückt der Fiat Panda, der am Citroen C2 vorbeizieht.
Unangefochtene Spitze bleibt bei den Kleinwagen der
VW Polo. Der VW-Dauerbrenner legt knapp ein Prozent auf 34,4 Prozent
zu. Nicht
mithalten kann da der Smart Forfour, der aber immerhin um 2,4 Prozent
auf 14,1 Prozent zulegen kann. Neu auf dem Treppchen ist der Ford
Fiesta, der mit einem Zuwachs um 0,7 auf 9,6 Prozent den Opel Corsa
(9,2 Prozent) verdrängt. Stark der Neueinstieg des Schiebetürenautos
Peugeot 1007 auf Rang sechs hinter dem größeren Bruder
Peugeot 206.
Für Spannung sorgen die Ergebnisse in der unteren
Mittelklasse.
Vergangenes Jahr schon kratzte der Audi A3 am Siegerpodest des
VW Golf. Jetzt ist es passiert: Obwohl der Audi A3 im Vergleich
zum Vorjahr 0,4 Prozent verliert, reicht es zum Gesamtsieg.
Schuld daran ist Klassenneuling BMW, der mit dem Einser für
eine Neuverteilung der Publikumsgunst sorgt. Am Ende bleibt für
Seriensieger VW Golf nur Rang drei hinter dem Konzernbruder und
dem Einser BMW. Nicht mithalten kann da die neue Mercedes A-Klasse,
die zwar ihr Ergebnis auf 10,6 Prozent verdoppeln kann, damit aber
nicht über den vierten Platz hinaus kommt.
Kein neues Bild an der Spitze, aber nicht weniger Spannung in
der Mittelklasse. Gab es bei der Wahl 2004 noch ein Kopf an Kopf-Rennen
zwischen dem zweitplatzierten Dreier-BMW und dem Audi A4, legt
der optisch deutlich aufgefrischte Audi um 11,9 auf 38,9 Prozent
zu. Neu auf Platz zwei ist die Mercedes C-Klasse, die um 5,1 Prozent
auf 19,6 Prozent zugelegt. Klare Botschaft der Wähler: Das
Mercedes Facelift ist zu dezent ausgefallen. Die angejahrte Dreier-Reihe
von BMW verliert knapp zehn Prozent und fährt Platz drei ein.
Umwälzende Ergebnisse produziert die Leserwahl 2005 in der
oberen Mittelklasse. Der neue Audi A6 legt imponierende 19,8 Prozent
zu und stürmt mit jetzt 30,2 Prozent von Rang drei auf Rang
eins vor. Auf Platz zwei steht nun mit dem Mercedes CLS (26,1 Prozent)
ein Neuling. Bitter ist das für die bisherigen Klassenlieblinge:
Die BMW Fünfer-Reihe, 2004 noch Sieger, büßt 15,6
Prozent ein, die Mercedes E-Klasse verliert zu Gunsten des neuen
CLS Stimmen und ist nicht mehr auf dem Siegerpodest vertreten.
In der Luxusklasse zementiert der Audi A8 mit einem Zuwachs um
3,2 auf 40
Prozent seine Führungsposition vor der Mercedes S-Klasse (15,1
Prozent). Dritter mit deutlichem Abstand bleibt der Siebener BMW,
der erneut Zustimmung verliert und mit 10,9 Prozent nur noch denkbar
knapp vor dem Maybach (10,5 Prozent) rangiert. Neu gemischt werden
in der Luxusklasse die Karten, wenn bei der nächsten Wahl
die neue Mercedes S-Klasse und der optisch runderneuerte Siebener
BMW antritt.
Pole-Position für Porsche heißt es bei den Sportwagen,
allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Hatte im vergangenen Jahr
der Super-Renner Porsche Carrera GT die Siegerkrone nach Zuffenhausen
geholt, ist nun der Porsche 911 wieder vorn. Auf den Plätzen
folgen BMW Sechser Coupé und Mercedes SLR McLaren, beide
mit nachlassender Zustimmungsquote.
Auch wenn der Mercedes SL in der Kategorie Cabrios deutliche Verluste
hinnehmen muss, reichen die 18,4 Prozent zum Gesamtsieg vor dem
kleineren Markenbruder SLK, der im neuen Gewand sehr deutlich auf
12,9 Prozent zulegen kann. Auf Rang drei platziert sich das BMW
Sechser Cabrio (10 Prozent) und verdrängt damit das Porsche
911 Cabrio. Tief ist der Fall für den BMW Z4: 2004 mit 14,9
Prozent noch auf Rang zwei, stürzt der Roadster auf 5,9 Prozent
und Platz sechs ab.
Eine neue Nummer eins gibt es bei den Geländewagen: Weil
der VW Touareg um 2,5 auf 20,3 Prozent zulegt und der BMW X5 nach
vier Siegen in Folge inzwischen Ermüdungserscheinungen aufweist,
siegt der Touareg letztlich knapp. Auf Platz drei gewinnt der Porsche
Cayenne vier Prozent hinzu, es folgen Mercedes G-Klasse und Mercedes
M-Klasse. Nur ein Jahr nach seinem Einstieg ins Geländewagensegment
verliert der kleinere
Bruder des X5, der BMW X3, deutlich von 12 auf 7,2 Prozent.
Verschiebungen gibt es bei den Vans nur hinter dem Podium. Deutlich
zulege kann der Ford Focus C-Max auf 6,6 Prozent, was Rang vier
bedeutet. Davor bleibt das Bild unverändert: VW Multivan (27,4
Prozent) gewinnt vor VW Touran (18,3 Prozent) und Mercedes Viano
(7,6 Prozent).
Quelle: Auto Motor und Sport Heft 4 vom 2. Februar 2005
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