Übersicht

 
 
   

Wissen, Wachstum und Wohlstand durch junge Fachkräfte

     
 
 

14.2.05


 

Weniger junge Menschen in einer Region bedeuten weniger Wissen, weniger Wachstum und weniger Wohlstand. Die Region Heilbronn-Franken sucht daher mit umfangreichen Aktivitäten einen engen Schulterschluss mit den Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Da die Region Heilbronn-Franken selbst nur relativ wenige Hochschulplätze anbieten kann, sucht die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF) nunmehr seit über drei Jahren aktiv den Kontakt zu Hochschulen vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt auf technischen Studiengängen wie Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik oder Informatik. „Unser Ziel ist es, die Absolventen als Fachkräfte für die Unternehmen der Region zu begeistern und gleichzeitig darüber zu informieren, dass Heilbronn-Franken als Lebens- und Arbeitsort vieles zu bieten hat“, betont Steffen Schoch der auch auf die aktuelle Prognosstudie verweist, in der die Region als „besonders familienfreundlich“ bezeichnet wird.

Durch das Angebot und die Vermittlung von Praktikantenplätzen, die Ausschreibung von Diplomarbeiten, Organisation von Exkursionen und regelmäßigen Vorträgen an den Hochschulen – teilweise gemeinsam mit Unternehmensvertretern und Kollegen der Wirtschaftsförderung – entsteht so eine hohe Aufmerksamkeit auf die Qualitäten dieser Region. Das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal während des Heilbronner Weindorf stattfindende „Internationale Hochschullehrertreffen“, soll dazu beitragen, die Professoren als Multiplikatoren zu gewinnen, den interdisziplinären Austausch zu fördern und das „Heilbronner Professorengespräch“ als ein fach- und länder-übergreifendes beratendes Gremium für Politik und Wirtschaft zu installieren. So wird in diesem Jahr ein international besetzter Gesprächskreis über die ersten Erfahrungen nach der Umstellung von Diplom- auf Master- und Bachelorabschlüssen diskutieren. Bereits jetzt haben zahlreiche Professoren ihre Teilnahme zugesagt.

Sowohl die FH Eberwalde - mit ihrem BWL-Lehrstuhl für Regionalmanagement - als auch die FH Stralsund mit Ihren Automotive-Studenten haben sich bereits für eine Fachexkursion in der Region angemeldet. „Bei diesen Besuchen sollen die Studenten einen umfassenden Überblick über die Qualitäten und Potenziale unserer Region Heilbronn-Franken bekommen, Kontakte zu den Personalabteilungen der Unternehmen knüpfen können und „emotional positiv geladen“ in ihre Heimat zurück fahren“, sagt Steffen Schoch, der schon für zahlreiche Absolventen erfolgreich Kontakte zu Unternehmen vermitteln konnte und den Studenten Erlebnisse in der dynamischsten Region Baden-Württembergs möglich machen will.

In Planung stehen in 2005 auch Besuche von Studentengruppen aus Pforzheim und Ilmenau. Bereits jetzt hat sich für 2006 ein MBA-Studiengang aus Chicago angemeldet, die sich praxisorientiert dem Thema „Automotive Management“ nähern will. „Durch die Nähe zu Bosch, Getrag, Audi und vielen weiteren Zulieferbetrieben ist diese Region geradezu dafür prädestiniert, dass man hier das im Studium erlernte Wissen mit der Praxis verknüpft“, sagt Professor Dr. Waldemar Pförtsch, der diese Studentengruppe leitet. „Von hier hat man die Nähe zu allen wichtigen Automobilherstellern in Deutschland“, so der Professor weiter.

Gemeinsam mit Thomas R. Villinger, dem Geschäftsführer der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH (IFH), wird Steffen Schoch die Region und das Thema „Venture Forum Neckar“ im Rahmen des „Studium Generale“ in Stralsund vorstellen. „Das Venture Forum Neckar ist ein geeignetes Mittel, um jungen Menschen mit innovativen Ideen den erfolgreichen beruflichen Einstieg in der Region Heilbronn-Franken zu erleichtern“, meint auch Thomas R. Villinger, Vorstand des Venture-Forum-Neckar e.V. und Chef der Heilbronner Innovationsfabrik.

In Kooperation mit der FH Heilbronn, dem Busunternehmer MÜLLER aus Massenbachhausen und 100% Kanu & Bike aus Bad Friedrichshall, sollen Heilbronner Studenten ihre Region in der sie studieren kennen lernen. Im letzten Jahr erfolgreich begonnen, soll eine Kanutour und Besichtigung eines Gründerzentrums der Region auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Zahlreiche Diplomarbeiten und Praktika konnten so in den letzten Jahren durch die WHF auf den Weg gebracht werden. Viele Studenten haben sich nach Abschluss ihres Studiums beruflich in der Region Heilbronn-Franken orientiert und sind heute in den Unternehmen gern gesehene und auch benötigte Fachkräfte.

Dieser Tage wird die Diplomarbeit einer Studentin aus Erfurt fertig, die sich im Auftrag der AUDI AG und der Stadt Neckarsulm der Frage widmete, welche Wirkungen das AUDI-Forum Neckarsulm auf die touristische Attraktivität der Region Heilbronn-Franken hat. Vom Technikum der TU Wien konnten für den Lauffener Spann- und Greiftechnik-Spezialisten SCHUNK Mechatronikstudenten zum Praktikum vermittelt werden, wie auch für den IT-Dienstleister Bechtle und die Hohenloher Unternehmen ebmpapst, Bürkert, GEMÜ und Kriwan.

Die Einbindung der Studenten in die Umsetzung der Zukunftsstudie Heilbronn-Franken 2020, welche erst die Notwendigkeit der Kontaktsuche nach Studenten so richtig bewusst machte, ist selbstverständlich. „Ohne unsere Studenten wäre eine kostengünstige Umsetzung der Heilbronn-Franken 2020 – Ziele gar nicht machbar“, sagt auch Michaela Busch von der Künzelsauer Agentur marbet. Sie ist Leiterin der Projektgruppe „Marketingmaßnahmen“ im Arbeitskreis „Leben in der Region“.

Interessierte Hochschulen setzen sich bitte direkt mit s.schoch@heilbronn-franken.com in Verbindung.

Weitere Informationen:

Hochschullehrertreffen
 
         
 

Heilbronn-Franken...

"Die Standortqualität und damit die Stärke unseres Landes beruht zum großen Teil darauf, dass

es gelungen ist, die ländlichen Regionen zu attraktiven und strukturell starken Lebens- und Arbeitsräumen zu entwickeln. Die dynamische Region Heilbronn-Franken ist das beste Beispiel dafür."
Günther H. Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
   
"Es tut gut, in eine Region zu kommen, in der es gut läuft. Heilbronn-Franken ist „Lokomotive“
und Beispiel für ganz Deutschland, was Wirtschaftskraft Bevölkerungszuwachs, Job-Center und Lehrstellen-Bilanz betrifft."
Wolfgang Clement, ehem. Bundeswirtschaftsminister
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit