Weniger
junge Menschen in einer Region bedeuten weniger Wissen, weniger
Wachstum und weniger Wohlstand. Die Region Heilbronn-Franken
sucht daher mit umfangreichen Aktivitäten einen engen Schulterschluss
mit den Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Da die Region Heilbronn-Franken selbst nur relativ wenige Hochschulplätze
anbieten kann, sucht die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH
(WHF) nunmehr seit über drei Jahren aktiv den Kontakt zu Hochschulen
vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der
Schwerpunkt liegt auf technischen Studiengängen wie Elektrotechnik,
Maschinenbau, Mechatronik oder Informatik. „Unser Ziel ist
es, die Absolventen als Fachkräfte für die Unternehmen
der Region zu begeistern und gleichzeitig darüber zu informieren,
dass Heilbronn-Franken als Lebens- und Arbeitsort vieles zu bieten
hat“, betont Steffen Schoch der auch auf die aktuelle Prognosstudie
verweist, in der die Region als „besonders familienfreundlich“ bezeichnet
wird.
Durch das Angebot und die Vermittlung von Praktikantenplätzen,
die Ausschreibung von Diplomarbeiten, Organisation von Exkursionen
und regelmäßigen Vorträgen an den Hochschulen – teilweise
gemeinsam mit Unternehmensvertretern und Kollegen der Wirtschaftsförderung – entsteht
so eine hohe Aufmerksamkeit auf die Qualitäten dieser Region.
Das in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal während des Heilbronner
Weindorf stattfindende „Internationale Hochschullehrertreffen“,
soll dazu beitragen, die Professoren als Multiplikatoren zu gewinnen,
den interdisziplinären Austausch zu fördern und das „Heilbronner
Professorengespräch“ als ein fach- und länder-übergreifendes
beratendes Gremium für Politik und Wirtschaft zu installieren.
So wird in diesem Jahr ein international besetzter Gesprächskreis über
die ersten Erfahrungen nach der Umstellung von Diplom- auf Master-
und Bachelorabschlüssen diskutieren. Bereits jetzt haben zahlreiche
Professoren ihre Teilnahme zugesagt.
Sowohl die FH Eberwalde - mit ihrem BWL-Lehrstuhl für Regionalmanagement
- als auch die FH Stralsund mit Ihren Automotive-Studenten haben
sich bereits für eine Fachexkursion in der Region angemeldet. „Bei
diesen Besuchen sollen die Studenten einen umfassenden Überblick über
die Qualitäten und Potenziale unserer Region Heilbronn-Franken
bekommen, Kontakte zu den Personalabteilungen der Unternehmen knüpfen
können und „emotional positiv geladen“ in ihre
Heimat zurück fahren“, sagt Steffen Schoch, der schon
für zahlreiche Absolventen erfolgreich Kontakte zu Unternehmen
vermitteln konnte und den Studenten Erlebnisse in der dynamischsten
Region Baden-Württembergs möglich machen will.
In Planung stehen in 2005 auch Besuche von Studentengruppen aus
Pforzheim und Ilmenau. Bereits jetzt hat sich für 2006 ein
MBA-Studiengang aus Chicago angemeldet, die sich praxisorientiert
dem Thema „Automotive Management“ nähern will. „Durch
die Nähe zu Bosch, Getrag, Audi und vielen weiteren Zulieferbetrieben
ist diese Region geradezu dafür prädestiniert, dass man
hier das im Studium erlernte Wissen mit der Praxis verknüpft“,
sagt Professor Dr. Waldemar Pförtsch, der diese Studentengruppe
leitet. „Von hier hat man die Nähe zu allen wichtigen
Automobilherstellern in Deutschland“, so der Professor weiter.
Gemeinsam mit Thomas R. Villinger, dem Geschäftsführer
der Innovationsfabrik Heilbronn GmbH (IFH), wird Steffen Schoch
die Region und das Thema „Venture Forum Neckar“ im
Rahmen des „Studium Generale“ in Stralsund vorstellen. „Das
Venture Forum Neckar ist ein geeignetes Mittel, um jungen Menschen
mit innovativen Ideen den erfolgreichen beruflichen Einstieg in
der Region Heilbronn-Franken zu erleichtern“, meint auch
Thomas R. Villinger, Vorstand des Venture-Forum-Neckar e.V. und
Chef der Heilbronner Innovationsfabrik.
In Kooperation mit der FH Heilbronn, dem Busunternehmer MÜLLER
aus Massenbachhausen und 100% Kanu & Bike aus Bad Friedrichshall,
sollen Heilbronner Studenten ihre Region in der sie studieren kennen
lernen. Im letzten Jahr erfolgreich begonnen, soll eine Kanutour
und Besichtigung eines Gründerzentrums der Region auch in
diesem Jahr fortgesetzt werden.
Zahlreiche Diplomarbeiten und Praktika konnten so in den letzten
Jahren durch die WHF auf den Weg gebracht werden. Viele Studenten
haben sich nach Abschluss ihres Studiums beruflich in der Region
Heilbronn-Franken orientiert und sind heute in den Unternehmen
gern gesehene und auch benötigte Fachkräfte.
Dieser Tage wird die Diplomarbeit einer Studentin aus Erfurt fertig,
die sich im Auftrag der AUDI AG und der Stadt Neckarsulm der Frage
widmete, welche Wirkungen das AUDI-Forum Neckarsulm auf die touristische
Attraktivität der Region Heilbronn-Franken hat. Vom Technikum
der TU Wien konnten für den Lauffener Spann- und Greiftechnik-Spezialisten
SCHUNK Mechatronikstudenten zum Praktikum vermittelt werden, wie
auch für den IT-Dienstleister Bechtle und die Hohenloher Unternehmen
ebmpapst, Bürkert, GEMÜ und Kriwan.
Die Einbindung der Studenten in die Umsetzung der Zukunftsstudie
Heilbronn-Franken 2020, welche erst die Notwendigkeit der Kontaktsuche
nach Studenten so richtig bewusst machte, ist selbstverständlich. „Ohne
unsere Studenten wäre eine kostengünstige Umsetzung der
Heilbronn-Franken 2020 – Ziele gar nicht machbar“,
sagt auch Michaela Busch von der Künzelsauer Agentur marbet.
Sie ist Leiterin der Projektgruppe „Marketingmaßnahmen“ im
Arbeitskreis „Leben in der Region“.
Interessierte Hochschulen setzen sich bitte direkt mit s.schoch@heilbronn-franken.com in Verbindung.
Weitere Informationen:
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