Kinderakademien,
Kinderunis und Marktplätze des Lernens wurden
beim Wettbewerb Lernort der Region 2004 prämiert. Professor
Reinhold Würth betonte: "Wir wollen den anderen Regionen
davonrennen – einfach, weil’s Spaß macht."
Die vierte Regional-Tafel der Bürgerinitiative "pro
Region" war der offizielle Rahmen für die Preisverleihung
des Wettbewerbs "LernOrt der Region". Fünf Städte
wurden für ihre herausragende Bildungsarbeit, mit dem erstmals
durch die Lernende Region Heilbronn-Franken ausgelobten Preis geehrt.
Die Sparkassen der Region finanzierten den mit 10.000€ dotierten
Hauptpreis. Die vier Sonderpreise zu je 2.500€ wurden gemeinsam
von der Dieter-Schwarz-Stiftung und der Firma Würth gesponsert.
Im festlichen Rahmen der Regionaltafel verlieh Reinhold Würth
im
Februar in Schwäbisch Hall den Titel LernOrt der Region 2004
an die
Stadt Öhringen. Die Städte Lauffen am Neckar, Heilbronn,
Niederstetten und Schwäbisch Hall erhielten Sonderpreise
für
spezielle Bildungsprojekte.
„Dass wir zu den wachstumsstärksten Regionen zählen
ist allgemein
bekannt, dass wir zudem ein unglaubliches Engagement im Bereich
Bildung aufbringen, macht dieser Wettbewerb deutlich!“,
so Reinhold Würth. Auch die sieben Jury-Mitglieder sind von
der Arbeit der Netzwerke in den 16 am Wettbewerb beteiligten Kommunen
beeindruckt. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht
gemacht, es gab heftige Diskussionen. Die Qualität der Bildungsarbeit
der anderen Kommunen soll jedoch keinesfalls durch unsere Auswahl
geschmälert werden“, sagt Jury-Mitglied Prof. Iso Wagner.
Am Ende gab es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Städte Bad
Mergentheim, Schwäbisch Hall und Öhringen.
Öhringen – LernOrt der Region 2004
Öhringen ist bestens in Sachen Bildung für die Zukunft
gerüstet. Aus
diesem Grund wird ihr der Titel LernOrt der Region 2004 verliehen.
Vor Ort wird zielgerichtet an einer Verbesserung der Infrastruktur
und der Bildungsangebote für alle Bürger und Bürgerinnen
gearbeitet.
Überzeugt hat die Jury insbesondere der ganzheitliche Bildungsansatz.
Ein umfangreiches und belastbares Netzwerk vieler Beteiligter wurde über
die Jahre hinweg im Bereich Bildung aufgebaut. Viele Betroffene
und Fachkräfte entwickeln innovative Lösungsansätze
und setzen diese in pragmatische Maßnahmen um. Wie gut das
funktioniert zeigt sich am landesweit einmaligen und erfolgreichen Öhringer
Schulentwicklungsprojekt. „Bildung - und zwar für alle
- ist bei uns ganz oben angesiedelt. Deshalb haben wir bei der
Entwicklung des Stadtleitbildes das Oberziel „Öhringen – die
Stadt für Schule und Bildung“ definiert. Wir arbeiten
mit vereinten Kräften an der Zielerreichung.“, sagt
Oberbürgermeister Jochen K. Kübler.
„Kinderakademie Lauffen“ – Förderung für
Hochbegabte
In Lauffen sitzen 150 wissensbegierige und hochbegabte
Grundschulkinder freiwillig nachmittags in kostenlosen Kursen der
Kinderakademie. Der Jury war dies ein Sonderpreis wert, da mit
dem
neuartigen Unterricht, der von Dozenten von Schulen, Firmen und
Fachhochschulen gehalten wird, Hochbegabte frühzeitig praxisnah
gefördert und gefordert werden.
„Kinderuni Heilbronn“ – Förderung des Wissenschaftsbezuges
für Kinder
Ein weiterer Sonderpreis geht an die Heilbronner Kinderuni.
Professoren von verschiedenen Universitäten und der Fachhochschule
Heilbronn informierten letzten Herbst 2400 begeisterte Nachwuchs-Studenten
im Alter von 9 bis 12 Jahren. In kindgerechter Form sollen wissenschaftliche
Fragestellungen die Neugierde auf eine akademische Ausbildung wecken.
Ende Februar wird die Kinderuni zum zweiten Mal durchgeführt.
„Berufswahlreife und Lebensreife Niederstetten“ –
Berufsorientierung für Jugendliche
Mit dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ beeindruckte
die Stadt Niederstetten die Jury. Mit gezielten städtischen
Maßnahmen zur Berufsorientierung und der Einbindung von örtlichen
Unternehmen sollen Jugendliche frühzeitig auf die Berufswahl
und das Berufsleben vorbereitet werden. Die Vermittlung von Sozialkompetenz
spielt dabei eine zentrale Rolle.
„Sommerkeller-Schwäbisch Hall“- oder Aussichten
heiter bis
wolkig
Das Hohenloher Freilandmuseum war für 36 arbeitslose Jugendliche
ein außergewöhnlicher Arbeitsplatz. In alter, traditioneller
Handwerkskunst haben die Jugendlichen den Brauerei-Sommerkeller
nachgebaut. Hierbei wurden wesentliche Schlüsselqualifikationen
wie Pünktlichkeit und Teamarbeit erlernt. Gleichzeitig konnten
die
Jugendlichen Fachkenntnisse und handwerkliches Können erweitern.
Die Jury honoriert mit dem Sonderpreis auch das Ergebnis: fast
ein
Drittel der Jugendlichen hat heute eine Arbeits- oder
Ausbildungsstelle.
Honorierung herausragender Bildungsarbeit
Der Wettbewerb für bildungsinnovative Kommunen möchte
zum einen herausragende Bildungsarbeit honorieren und zugleich
für Lebenslanges Lernen werben. Sechzehn Kommunen haben sich
die Mühe gemacht und in ihrer Bewerbung die beeindruckende
lokale Bildungsarbeit dargestellt.
Es haben sich Kommunen aus der gesamten Region beteiligt, neben
den Gewinnern gingen Bewerbungen von Bad Friedrichshall, Bad Mergentheim,
Bad Wimpfen, Gemeindeverwaltungsverband „Raum Weinsberg,
Crailsheim, Künzelsau, Lauda-Königshofen, Main-Tauber-Kreis,
Neuenstein, Obersulm und Untergruppenbach ein. Der Wettbewerb wird
in zwei Jahren erneut ausgelobt.
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