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Mit Bildung anderen Regionen davonrennen

     
 
 

14.2.05


 

Kinderakademien, Kinderunis und Marktplätze des Lernens wurden beim Wettbewerb Lernort der Region 2004 prämiert. Professor Reinhold Würth betonte: "Wir wollen den anderen Regionen davonrennen – einfach, weil’s Spaß macht."

Die vierte Regional-Tafel der Bürgerinitiative "pro Region" war der offizielle Rahmen für die Preisverleihung des Wettbewerbs "LernOrt der Region". Fünf Städte wurden für ihre herausragende Bildungsarbeit, mit dem erstmals durch die Lernende Region Heilbronn-Franken ausgelobten Preis geehrt. Die Sparkassen der Region finanzierten den mit 10.000€ dotierten Hauptpreis. Die vier Sonderpreise zu je 2.500€ wurden gemeinsam von der Dieter-Schwarz-Stiftung und der Firma Würth gesponsert.

Im festlichen Rahmen der Regionaltafel verlieh Reinhold Würth im Februar in Schwäbisch Hall den Titel LernOrt der Region 2004 an die Stadt Öhringen. Die Städte Lauffen am Neckar, Heilbronn, Niederstetten und Schwäbisch Hall erhielten Sonderpreise für spezielle Bildungsprojekte.

„Dass wir zu den wachstumsstärksten Regionen zählen ist allgemein bekannt, dass wir zudem ein unglaubliches Engagement im Bereich Bildung aufbringen, macht dieser Wettbewerb deutlich!“, so Reinhold Würth. Auch die sieben Jury-Mitglieder sind von der Arbeit der Netzwerke in den 16 am Wettbewerb beteiligten Kommunen beeindruckt. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, es gab heftige Diskussionen. Die Qualität der Bildungsarbeit der anderen Kommunen soll jedoch keinesfalls durch unsere Auswahl geschmälert werden“, sagt Jury-Mitglied Prof. Iso Wagner. Am Ende gab es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen der Städte Bad Mergentheim, Schwäbisch Hall und Öhringen.

Öhringen – LernOrt der Region 2004

Öhringen ist bestens in Sachen Bildung für die Zukunft gerüstet. Aus diesem Grund wird ihr der Titel LernOrt der Region 2004 verliehen.

Vor Ort wird zielgerichtet an einer Verbesserung der Infrastruktur und der Bildungsangebote für alle Bürger und Bürgerinnen gearbeitet.

Überzeugt hat die Jury insbesondere der ganzheitliche Bildungsansatz. Ein umfangreiches und belastbares Netzwerk vieler Beteiligter wurde über die Jahre hinweg im Bereich Bildung aufgebaut. Viele Betroffene und Fachkräfte entwickeln innovative Lösungsansätze und setzen diese in pragmatische Maßnahmen um. Wie gut das funktioniert zeigt sich am landesweit einmaligen und erfolgreichen Öhringer Schulentwicklungsprojekt. „Bildung - und zwar für alle - ist bei uns ganz oben angesiedelt. Deshalb haben wir bei der Entwicklung des Stadtleitbildes das Oberziel „Öhringen – die Stadt für Schule und Bildung“ definiert. Wir arbeiten mit vereinten Kräften an der Zielerreichung.“, sagt Oberbürgermeister Jochen K. Kübler.

„Kinderakademie Lauffen“ – Förderung für Hochbegabte

In Lauffen sitzen 150 wissensbegierige und hochbegabte Grundschulkinder freiwillig nachmittags in kostenlosen Kursen der Kinderakademie. Der Jury war dies ein Sonderpreis wert, da mit dem neuartigen Unterricht, der von Dozenten von Schulen, Firmen und Fachhochschulen gehalten wird, Hochbegabte frühzeitig praxisnah gefördert und gefordert werden.

„Kinderuni Heilbronn“ – Förderung des Wissenschaftsbezuges für Kinder

Ein weiterer Sonderpreis geht an die Heilbronner Kinderuni.
Professoren von verschiedenen Universitäten und der Fachhochschule Heilbronn informierten letzten Herbst 2400 begeisterte Nachwuchs-Studenten im Alter von 9 bis 12 Jahren. In kindgerechter Form sollen wissenschaftliche Fragestellungen die Neugierde auf eine akademische Ausbildung wecken. Ende Februar wird die Kinderuni zum zweiten Mal durchgeführt.

„Berufswahlreife und Lebensreife Niederstetten“ –
Berufsorientierung für Jugendliche

Mit dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ beeindruckte die Stadt Niederstetten die Jury. Mit gezielten städtischen Maßnahmen zur Berufsorientierung und der Einbindung von örtlichen Unternehmen sollen Jugendliche frühzeitig auf die Berufswahl und das Berufsleben vorbereitet werden. Die Vermittlung von Sozialkompetenz spielt dabei eine zentrale Rolle.

„Sommerkeller-Schwäbisch Hall“- oder Aussichten heiter bis wolkig

Das Hohenloher Freilandmuseum war für 36 arbeitslose Jugendliche ein außergewöhnlicher Arbeitsplatz. In alter, traditioneller Handwerkskunst haben die Jugendlichen den Brauerei-Sommerkeller nachgebaut. Hierbei wurden wesentliche Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit und Teamarbeit erlernt. Gleichzeitig konnten die Jugendlichen Fachkenntnisse und handwerkliches Können erweitern.

Die Jury honoriert mit dem Sonderpreis auch das Ergebnis: fast ein Drittel der Jugendlichen hat heute eine Arbeits- oder
Ausbildungsstelle.

Honorierung herausragender Bildungsarbeit

Der Wettbewerb für bildungsinnovative Kommunen möchte zum einen herausragende Bildungsarbeit honorieren und zugleich für Lebenslanges Lernen werben. Sechzehn Kommunen haben sich die Mühe gemacht und in ihrer Bewerbung die beeindruckende lokale Bildungsarbeit dargestellt.

Es haben sich Kommunen aus der gesamten Region beteiligt, neben den Gewinnern gingen Bewerbungen von Bad Friedrichshall, Bad Mergentheim, Bad Wimpfen, Gemeindeverwaltungsverband „Raum Weinsberg, Crailsheim, Künzelsau, Lauda-Königshofen, Main-Tauber-Kreis, Neuenstein, Obersulm und Untergruppenbach ein. Der Wettbewerb wird in zwei Jahren erneut ausgelobt.

"Lernende Region Heilbronn-Franken"

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