Die Kenk
Holz AG im hohenlohischen Oberrot hat ein erfolgreiches Jahr 2004
hinter sich. Die Klenk-Gruppe hat rund 360 Millionen
Euro erwirtschaftet. Jetzt wird der Einstieg in die Herstellung
von Pressspanklötzen für die Palettenproduktion geplant.
Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr sein 100-jähriges
Jubiläum feierte, beschäftigt derzeit 1.450 Mitarbeiter
und der Jahreseinschnitt liegt bei 2,8 Millionen Festmeter Nadelholz.
Dabei konnte das Unternehmen in allen Marktsegmenten deutlich
zulegen.
Die drei wichtigsten Säulen sind dabei der Do-it-yourself-Bereich
mit den Bau- und Heimwerkermärkten, die Verpackungsindustrie
und die Bauindustrie. Fast 40 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet
Klenk im Export in europäische Länder sowie nach Nordamerika
und in den asiatischen Raum.
Das größte deutsche Säge-
und Holzbearbeitungsunternehmen
will seinen Wachstumskurs fortsetzen. Dazu wird an allen Standorten
kräftig investiert. So ist am Standort Baruth, dem größten
Kiefernsägewerk Europas, ein Investitionsvolumen von 37 Millionen
Euro vorgesehen. Neben der Erweiterung der Produktion für
Konstruktionsvollholz von 80 000 auf 120 000 Kubikmeter soll an
diesem Standort ein Heizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung
errichtet werden.
Der Einschnitt wird von derzeit einer Million auf rund 1,5 Millionen
Festmeter .erweitert. Seit der Übernahme des Standortes ist
es gelungen, Produkte aus Kiefernholz am Markt zu etablieren. Das
Starkholzsägewerk in Volgelsheim (Frankreich) läuft mittlerweile
dreischichtig. Die Versorgung mit Rundholz ist auf hohem Niveau
gesichert. Die
Einschnittleistung bei Tanne und Fichte soll in
diesem Jahr von 200 000 auf 280 000 Festmeter steigen.
Die Investitionen in Volgelsheim sind gezielt auf die Weiterverarbeitung
gerichtet. Nachdem in den letzten Monaten die Trocknungskapazität
auf über 100 000 Kubikmeter erhöht wurde, folgt jetzt
der Aufbau einer KVH-Produktion. Die Bauarbeiten zu der
neuen großen Produktions- und Lagerhalle sind bereits voll
im
Gange. Die Kapazität liegt in der ersten Ausbaustufe bei 60
000
Kubikmetern. Klenk erweitert damit sein Produktportfolio bei KVH
um die Holzarten Tanne und Fichte im hochwertigen Qualitätsbereich
für sichtbare Verwendungen.
Wie das Unternehmen weiter berichtet, wurden außerdem die
Planungen zum Bau eines Werkes zur Herstellung von Pressspanklötzen
für die Palettenproduktion wieder aufgegriffen. In
der ersten Ausbaustufe soll eine jährliche Produktionskapazität
von 120 000 Tonnen geschaffen werden. Mit einer eigenen Klotzfertigung
kommt man dem Wunsch namhafter Kunden nach, neben den Palettenbrettern
auch Pressspanklötze für die Palettenherstellung
zu liefern. Zudem erfährt so die seit Jahren stark ausgeweitete
Produktion von Pressholzpaletten eine strategische Abrundung.
Der Standort Oberrot soll, nachdem die getroffenen Lärmschutzmaßnahmen
den Drei-Schicht-Betrieb ermöglichen, mittelfristig zum integrierten
Holzstandort ausgebaut werden. Auf Grund der überaus positiven
Erfahrungen in Baruth ist in diesem Zusammenhang an die Ansiedlung
eines MDF-Werkes gedacht.
Abgerundet wird das Bild der erfreulichen Geschäftsentwicklung
durch die kontinuierliche Zunahme des Einschlags- und Handelsvolumens
beim konzerneigenen Forstdienstleiter Thurn und Taxis Waldpflege
(TTW). Nach gut zwei Millionen Festmetern wird
für das laufende Jahr mit einem Einschlag von 2,6 Millionen
Festmetern Stamm- und Industrieholz gerechnet. Damit steigt der
Beitrag der TTW zur Versorgung der Klenk-Standorte weiter stark
an.
Quelle: Regio Business
|