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Die Erfolgsgeschichte bei Schunk geht weiter

     
 
 

23.3.05


 

„Nur Innovationen bringen ein Unternehmen voran“ – diese Philosophie des Firmengründers Friedrich Schunk wird bis heute konsequent umgesetzt. Das Unternehmen SCHUNK ist auf dem Weg zum internationalen Technologieführer, es erzielte in 2004 mit 1.200 Mitarbeitern mehr als 120 Millionen Euro Umsatz.

Das Wachstum beim Lauffener Spann- und Greiftechnik-Hersteller Schunk geht weiter. 2004 wurden nach ersten Berechnungen mehr als 120 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg unterdessen auf 1200, davon 900 in der Region.
Unter einfachsten Verhältnissen gründete Friedrich Schunk seine "mechanische Werkstatt" in einer Garage in Lauffen am Neckar.

Sein Ruf als "Tüftler" und seine Fähigkeit, für Problemstellungen jeglicher Art eine Lösung zu finden, waren sein Kapital. Mit zahlreichen innovativen Entwicklungen, wie z. B. einer Lampenschirm-Lochmaschine, sowie dem eigenen hohen Qualitätsanspruch machte sich der Kleinbetrieb von Anfang an einen Namen.

Die ersten größeren Aufträge sprechen für sich: Die Herstellung von Bremstrommeln und Schwungscheiben für den NSU Prinz 4 und Präzisionsteile für das Porsche-Modell 365. Immer mehr verlagerte das Unternehmen seine Kernkompetenz auf die Entwicklung, Fertigung und Verbesserung von Produktionsmethoden. Die Kontinuität in den darauf folgenden Jahren wird auch durch die Personalentwicklung verdeutlicht. Bereits 1964 beschäftigte Friedrich Schunk 8 Mitarbeiter.

Schlechte Nachrichten? Die gibt's anscheinend nicht bei Schunk. Das Lauffener Familienunternehmen ist auch im abgelaufenen Jahr kräftig gewachsen. Und die Tendenz hat auch in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres angehalten. Grund genug für Inhaber Heinz-Dieter Schunk, erneut eine Erweiterung der Produktionsstätten in Angriff zu nehmen: Im Dezember wurde das Werk in Mengen bei Sigmaringen auf doppelte Größe ausgebaut, die Mitarbeiterzahl stieg dort auf 120. In Lauffen entsteht derzeit ein 500 Quadratmeter großer Anbau, außerdem wurden vergangenes Jahr Gebäude mit 9000 Quadratmeter Gesamtfläche erworben. "Dadurch haben wir jetzt erst einmal ausreichend Platz für weiteres Wachstum", sagt Schunk. "Wir platzen hier wieder aus allen Nähten." Das gelte selbst für das Schulungszentrum Zeus, so dass über ein Vorführzentrum für Kunden im neuen Gebäude nachgedacht wird.

Eine Erweiterung ist auch für das erst 2001 eingeweihte Werk in Brackenheim-Hausen geplant. Derzeit arbeiten dort auf knapp 8000 Quadratmetern bereits 200 Mitarbeiter. 2006 soll ein großer Anbau hinzukommen, kündigt der geschäftsführende Gesellschafter an.
Gebaut wird aber auch im Ausland: Im April ist Spatenstich für eine Produktionsstätte in China. Die Fertigung soll im nächsten Jahr anlaufen. "Wir werden aber nur den dortigen Markt bedienen", kündigt Schunk an. "Viele wichtige Kunden sind ja schon dort."
Schunk will dadurch auch den Exportanteil steigern. Derzeit liegt dieser noch bei gerade mal 33 Prozent. 2004 kamen Vertriebsgesellschaften in Polen, Ungarn und Dänemark hinzu. "In Osteuropa und Südostasien besteht derzeit das größte Potential", sagt Markus Berger, Leiter Vertrieb und Marketing Spannsysteme und Werkzeughalter. Aber auch auf anderen Kontinenten soll der Vertrieb ausgebaut werden. In diesem Jahr sollen Niederlassungen in Kanada und Japan starten. Auch Australien und Südafrika sind ein Thema. Beschlossen ist jedenfalls schon, die Vertriebsmannschaft im Ausland um bis zu 60 Mitarbeiter aufzustocken.

Wachstum gab es 2004 in allen Bereichen: in der Spann- und Greiftechnik ebenso wie in der Automation, im Inland mit mehr als zehn Prozent ebenso wie im Ausland mit mehr als 25 Prozent. 171 Mitarbeiter wurden neu eingestellt, davon 130 im Inland - und davon 110 in Lauffen und Hausen, darunter 45 Auszubildende.

Gründe für das anhaltende Wachstum gibt es mehrere, erläutert der Geschäftsführer: Zum einen sei seit Oktober ein Anziehen der Konjunktur bei vielen Maschinenbauern erkennbar. Daneben habe sich das neue Produkt Sino-T derart gut bewährt, dass nun ein zweites preisgünstiges Werkzeughalter-System folgt. Und schließlich profitiert Schunk vom anhaltenden Trend hin zu mehr Automation, wodurch auch das Werk Hausen ausgelastet ist. Am Standort Deutschland will Schunk jedenfalls festhalten: "Wir haben vor, hier wieder acht bis zehn Prozent unseres Umsatzes zu investieren. Denn dieser Standort ist für unsere hochwertigen Produkte einfach ideal."

Quelle: Heilbronner Stimme vom 22. März 2005 von Heiko Fritze

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