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Das 1. Forum "Innovation und Technologie Heilbronn-Franken (FIT)" wird nach der erfolgreichen Premiere eine Neuauflage erleben. In der Innovationsfabrik verbanden sich Innovation, Technologie, Gründergeist und Unternehmertum zu einer Plattform, auf der sich die Zukunft der Region sichern lässt.
"Innovation statt Stagnation." Unter diesem Leitwort stand am Donnerstagabend der Auftakt der zweitägigen Veranstaltung. Welcher Stellenwert heute der Forschung und Entwicklung zukommt, verdeutlichte in einem sehr plakativ gehaltenen Vortrag Professor Heinz Trasch, Vorstandssprecher der weltweit agierenden Steinbeis-Stiftung: "Unternehmen, die im Zeitraum 1995 bis 2004 auf diese beiden Faktoren setzten, erzielten ein Umsatzplus von 75 Prozent und bauten die Beschäftigtenzahl um sieben Prozent aus. Jene, die Forschung und Entwicklung beiseite schoben, erreichten eine Umsatzsteigerung von nur 15 Prozent und reduzierten ihr Personal um 13 Prozent."
Mehr Zurückhaltung im Umgang mit dem Wort Innovation mahnte der Schweizer Innovationsforscher Professor René Rüttimann bei einer Podiumsdiskussion unter der Leitung des TV-Journalisten Bernhard Büchel an. Nicht überall, wo Innovation draufstehe, sei Innovation drin. Um als Firma erfolgreich am Markt bestehen zu können, müsse man, wenn der kontinuierliche Weg nicht mehr zum Erfolg führe, radikal neue Wege gehen, forderte Dr. Stefan Reineck. Kompetente Führungskräfte und engagierte Mitarbeiter sind für den STEAG-Vorstand der Schlüssel zum Erfolg. Für viele sei Innovation leider nach wie vor der Störenfried für Das-haben-wir-immer-so-gemacht.
"Deutschland hat keine andere Wahl, als innovativ zu sein und vor allem Qualität abzuliefern", sagte der Lauffener Unternehmer Heinz-Dieter Schunk. Bei aller Innovation ist für Rudolf Luz von der IG Metall Heilbronn/Neckarsulm wichtig, dass "die Menschen in Form von Weiterbildung auf diesem rasanten Weg mitgenommen werden". Dass Mittelstand nicht "mit noch so viel Geld" aus dem Boden zu stampfen ist, sondern eines langen Weges an der Hand von Hochschulen bedarf, verdeutlichte Etta Schiller, Kuratoriumsvorsitzende der Technologiestiftung Brandenburg.
"Wir wollten etwas verändern und dorthin zurückkehren, wo die SAP einst stand: bei den Kunden", schilderte der aus der IFH stammende Jungunternehmer Lorenz Heilig (IB Solution) die Gründe, weshalb er sich selbstständig gemacht hat. Heute ist der 31-Jährige Chef von 23 Mitarbeitern und steht vor der Expansion in die USA.
Am Freitag standen Erfolgsmodelle von Unternehmen und Experten, die Darstellung von innovativen Einrichtungen und Dienstleistungen sowie die Begleitmesse im Mittelpunkt des Forums. In diesem Umfeld strich Oberbürgermeister Himmelsbach die Kriterien für eine wirtschaftlich erfolgreiche Region heraus: "Sie muss gemeinsam handeln, planen und unternehmerisch agieren. Sie muss vorhandene Stärken erkennen und gemeinsam eine Strategie erarbeiten."
Veranstaltet wurde das Forum von der Innovationsfabrik Heilbronn, der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH, der IHK Heilbronn, der Handwerkskammer und dem Institut für angewandte Forschung Heilbronn.
Quelle: Heilbronner Stimme 2. Juli 2005 von Joachim Friedl
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