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Baden-Württemberg mit den meisten Patentanmeldungen pro Kopf

     
 
 

11.4.05


 

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Bayern und Baden-Württemberg bei den Patentanmeldungen hält an. Mit 122 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner liegt das „Ländle“ an der Spitze. Die Robert Bosch GmbH ist mit 2.271 Anmeldungen Spitzenreiter.

Mit 13.449 Patentanmeldungen liegt Bayern in absoluten Zahlen auf Platz Eins - vor Baden-Württemberg mit 12.856 und Nordrhein-Westfalen mit 7.830. Bei den Anmeldungen je 100.000 Einwohner rangiert dagegen Baden-Württemberg (122) noch vor Bayern (116). Die meisten deutschen Patente (2.271) hat nach Angaben des Deutschen Patentamtes in München die Robert Bosch GmbH im vergangenen Jahr angemeldet, gefolgt von der Siemens AG mit 2.228 Anmeldungen. Auf Platz drei liegt die DaimlerChrysler AG mit 1.319 Anmeldungen, gefolgt vom Chip-Hersteller Infineon mit 1.319 Anmeldungen.

Erstmals seit fünf Jahren sind beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München die Anmeldungen aus der Bundesrepublik wieder angestiegen, teilte Behördenpräsident Jürgen Schade am Freitag in München weiter mit. Deutsche Unternehmen, Hochschulen und Einzelerfinder haben 2004 demnach 48.329 Patente angemeldet - rund 1.000 mehr als im Vorjahr. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein- Westfalen haben dabei die Nase vorn. «Aus diesen Ländern kommen gut zwei Drittel aller Patentanmeldungen.»

«Die deutschen Erfinder und die deutsche Industrie sind also durchaus innovativ, auch wenn manchmal das Gegenteil behauptet wird», betonte Schade. «Mit rund 6.000 Anmeldungen ist der Fahrzeugbau seit Jahren der innovativste Bereich.»

Zu den deutschen Patentanmeldungen kommen noch 9.445 Anmeldungen dazu, die aus dem Ausland bei der Münchner Behörde eingingen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr somit 57.784 (plus 1,5 Prozent) Patente angemeldet. Ende 2004 seien bei der Behörde fast 400.000 gültige Patente registriert gewesen, sagte Schade. «Wir können im Übrigen auch nicht feststellen, dass Firmen in Scharen ihre Entwicklungsabteilungen ins Ausland verlegen würden.»

Ein bisschen Sorge bereite dem Patentamt, dass der Löwenanteil der Anmeldungen sich bei den großen Unternehmen konzentriere, sagte Schade. Der Anteil der Einzelerfinder liege nur bei ungefähr zehn Prozent. Deshalb liege die Frage nahe, ob das Patentrecht zu wenig Rücksicht auf die besonderen Interessen kleiner und mittelständischer Industriebetriebe nehme.

«Noch erfreulicher als im Patentbereich ist die Entwicklung bei den Marken», sagte Schade. «Knapp 66.000 Markenanmeldungen im vergangenen Jahr bedeuten eine Steigerung von gut sechs Prozent gegenüber 2003.» Schade wertete dies als ein hoffnungsvolles Zeichen für die Konjunktur, «da die Markenanmeldungen sehr schnell auf das Wirtschaftsgeschehen reagieren».

Quelle: dpa/lsw

Lust auf Neues - Baden-Württemberg hat stärkste Innovationskraft

Lust auf Neues - dieses Motto gilt vor allem für den Süden der Republik. Auch nach einer im Herbst 2004 veröffentlichten Studie ist Baden-Württemberg das Bundesland mit der stärksten Innovationskraft. Auf Platz zwei liegt zwar Berlin, es folgen Bayern und Hessen. Relativ gut schneiden beim innerdeutschen Innovationsvergleich auch zwei ostdeutsche Bundesländer ab, nämlich Sachsen und Thüringen; sie belegen die Plätze zehn und elf noch vor Schleswig-Holstein und dem Saarland. Auch wenn man die gesamte EU in den Vergleich einbezieht, bleiben Baden-Württemberg auf dem ersten und Berlin auf dem zweiten Platz. Der dritte Rang geht an Schweden, der vierte an den Großraum Paris. Am Ende der Skala liegen mit Litauen, Lettland, Portugal und den Kanarischen Inseln ausschließlich ost- und südeuropäische Regionen.

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