Übersicht

 
 
   

Wirthwein AG bleibt auf
Expansionskurs

     
 
 

11.4.05


 

Das Creglinger Kunststofftechnikunternehmen Wirthwein AG weiht ihr neues Werk im polnischen Lodz ein. Damit wird die Anzahl der Mitarbeiter insgesamt erhöht und der Standort im heimischen Main-Tauber-Kreis gesichert.

Die Wirthwein AG mit Stammsitz in Creglingen errichtete in den vergangenen Monaten ein eigenes Produktionsgebäude mit Lagerfläche und Verwaltungstrakt in Lódz, Polen. Damit weitet Wirthwein seine Produktion nach Osteuropa aus und erweitert nach eigenen Angaben die Mitarbeiteranzahl der Wirthwein Polska bis Ende 2006 auf rund 110 Arbeitnehmer. In einer Feierstunde mit über 150 geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde die neue Fertigungsstätte eingeweiht.

Mit der Einweihung der eigenen Produktionsstätte in Lódz, der zweitgrößten Stadt Polens mit rund einer Millionen Einwohner, hat Wirthwein das Ziel des bereits seit 1997 bestehenden Expansionsplans in Richtung Osteuropa erreicht. Der Vorstandsvorsitzende der Wirthwein AG, Udo Wirthwein begrüßte über 150 Gäste in der neuen Werkhalle von Wirthwein Polska. Vertreten waren unter anderen Landrat Georg Denzer, der Creglinger Bürgermeister Hartmut Holzwarth sowie der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Wirthwein AG, Edmund Brenner.

Udo Wirthwein gab einen Einblick in die Entstehungsgeschichte des polnischen Standortes. Blickt man auf die Firmenhistorie der gesamten Gruppe zurück, wurde mit der Einweihung der eigenen Fertigungsstätte in Lódz ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Nachdem Wirthwein 1996 die ersten Laugenbehälter für Waschmaschinen für die Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) am Standort Nauen (in der Nähe von Berlin) erfolgreich produziert hatte, erweiterte BSH die partnerschaftliche Beziehung durch Vergabe der Produktion von Laugenbehältern in Polen an Wirthwein.

Wie auch an anderen Standorten investierte die Firmen-Gruppe in technisch neueste Maschinen und Anlagen, um qualitativ hochwertige Bauteile aus Kunststoff produzieren zu können.

Die gute Geschäftsbeziehung von Wirthwein und BSH intensivierte sich in den folgenden Jahren an mehreren Standorten, wie zum Beispiel in New Bern, NC, USA. Dort errichtete Wirthwein 2003 eine eigene Fertigungsstätte, um zunächst als Zulieferer für BSH direkt vor Ort zu sein. Diese enge Zusammenarbeit an mehreren Standorten führte dazu, dass sich BSH Ende des Jahres 2003 für Wirthwein als Lieferant für verschiedene Bauteile der neuen Trocknerbaureihe in Polen entschieden hat.

Aufgrund des hohen Lieferumfangs und der großen Fertigungstiefe plante Wirthwein den Bau einer eigenen Produktionsstätte auf grüner Wiese. Anfang des Jahres 2004 konnte ein rund zwei Hektar großes Grundstück in der Lódzer Sonderwirtschaftszone erworben werden. Udo Wirthwein würdigte den Einsatz der beteiligten polnischen Stellen für die Unterstützung bei dem Bauvorhaben. Geplant war auf dem Grundstück, welches äußerst günstig Zaun-an-Zaun zur neuen Trocknerfabrik der BSH liegt, die Errichtung eines Produktionsgebäudes mit insgesamt rund 10 000 Quadratmeter Nutzfläche sowie eines Verwaltungstraktes. Der enge Zeitplan erforderte, dass die ersten Maschinen bereits im Dezember 2004 in der neuen Produktionshalle betriebsbereit sein mussten. So konnten in den ersten drei Monaten des Jahres 2005 die ersten Vorserienteile problemlos produziert werden und auch dem Serienstart Anfang Mai steht nichts entgegen. Zur erfolgreichen Realisierung des gesamten Trocknerprojektes in Polen hat neben anderen der Technische Leiter der Wirthwein AG Otto Kaulbersch (Archshofen) sehr viel beigetragen.

Udo Wirthwein lobte ferner die Mitarbeiter der BSH-Standorte in Berlin und Lódz und freute sich über das Vertrauen, das der Großkunde BSH Wirthwein entgegenbringe.

Wirthwein wird den bisherigen Stamm an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Polen erweitern und in 2006 voraussichtlich rund 110 Arbeitnehmer beschäftigen. Udo Wirthwein lobte die gute Arbeit der motivierten polnischen Mitarbeiter unter der Führung von Gregor Popielinski (Werkleiter) und Krysztof Majchrzycki (Technischer Leiter) und das gute Teamwork der Mitarbeiter aller Wirthwein-Standorte, die am Produktionsaufbau in Lódz beteiligt sind.

Qualität und Liefertreue sind in der Firmenphilosophie von Wirthwein fest verankert, heißt es in einer Pressemitteilung der Firma weiter. Alle Unternehmen der Firmengruppe seien nach DIN EN ISO 9001:2000 und VDA 6.1 bzw. VDA 6.4 zertifiziert. Udo Wirthwein sieht in dieser "ausgezeichneten Produktqualität" und in den Standortvorteilen, die eine eigene Fertigungsstätte in Lódz vor Ort bietet, eine gute Basis für die weitere strategische Ausrichtung von Wirthwein.

Als Vertreter des Großkundens BSH sprach Geschäftsführer Dr. Carsten Stelzer von einer hervorragenden Zusammenarbeit beider Firmen und hofft auf eine "steile Anlaufkurve" sowie auf weiterhin viel Verbundenheit. Als Gastgeschenk überreichte er Udo Wirthwein ein modernes Ölgemälde.

Stadtpräsident Jerzy Kropiwnicki bot der Unternehmens-Gruppe jegliche Unterstützung seitens der Stadt an. Landrat Georg Denzer überbrachte die Grüße des Main-Tauber-Kreises und auch für die Stadt Creglingen und lobte das hohe Engagement des erfolgreichen Unternehmers Udo Wirthwein.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Edmund Brenner betonte die Wichtigkeit dieser Standortentscheidung für die gesamte Unternehmens-Gruppe, die zwischenzeitlich acht Betriebe mit über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfasst und insgesamt sehr erfolgreich am Markt tätig sei.

Trotz der Expansionspläne bleibt der Stammsitz der Wirthwein-Gruppe in Creglingen beheimatet. Die vielfältigen Aufgaben des Großprojektes in Lódz und anderer Projekte tragen zur Weiterentwicklung und zum Wachstum der gesamten Firmen-Gruppe bei, hieß es. Aufgrund der kontinuierlichen Erhöhung der Mitarbeiteranzahl durch steigende Anforderungen der Kunden und eine größere Produkt- sowie Kundendiversifikation hat Wirthwein die Verwaltungsräume im Stammhaus in Creglingen im letzten Jahr erweitert.

© Fränkische Nachrichten - 09.04.2005

Adresse des Artikels:

Weitere Informationen

Regionale Unternehmen
 
         
 
 

 
 
Cyber Motion Park Igersheim
Innovationsfabrik Heilbronn
Technologiezentrum Hall
Technologie und Wirtschaftszentrum Wertheim
Mittelstandszentrum Tauberfranken
Technologie- und Gründerzentrum Tauberbischofsheim
Technologie-Transferzentrum
Lampoldshausen (TTZ)
Agria-IndustriePark
Möckmühl
Herausragende Standortvorteile der Region Heilbronn-Franken
Unternehmervorteile
Kontakte