Ministerpräsident
Erwin Teufel stärkt den BA-Standort Bad
Mergentheim und richtet mit 3,9 Mio. Euro zwei neue Studiengänge "Gesundheitsmanagement" ein.
Der Wachstumsmarkt Gesundheit ist besonders wichtig für die
wirtschaftliche Entwicklung der Region.
"Die Entscheidung der Landesregierung vom März 2002,
in Bad Mergentheim eine Außenstelle der Berufsakademie (BA)
Mosbach einzurichten, war richtig und zukunftsweisend. Die Landesregierung
hat sich deshalb entschlossen, den Standort Mergentheim auszubauen
und um zwei Studiengänge für Gesundheitsmanagement zu
ergänzen. Ich erwarte davon wichtige Impulse für die
Wirtschaft der Region." Dies erklärte Ministerpräsident
Erwin Teufel in Bad Mergentheim im Anschluss an einen Beschluss
des Kabinetts in dieser Woche.
Bereits heute biete die BA-Außenstelle Bad Mergentheim drei
Studiengänge für Internationale Betriebswirtschaftslehre
mit insgesamt 270 Studienplätzen an. In einem zweiten Ausbauschritt
werde sie zum 1. Oktober 2005 um zwei Studiengänge mit 60
Studienplätzen für Anfänger erweitert. Im Vollausbau
nach drei Jahren werde Bad Mergentheim insgesamt 450 Studierende
ausbilden. „Die Außenstelle Bad Mergentheim erhält
damit ein wichtiges zweites Standbein. Der Wachstumsmarkt Gesundheit
ist besonders wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung
der Region, die von der Schließung von Bundeswehrstandorten
und von der Gesundheitsreform und dem Rückgang der Kuren hart
betroffen ist. Das Land investiert deshalb in den nächsten
sechs Jahren in den Ausbau der Berufsakademie-Außenstelle
weitere 3,9 Mio. Euro aus Mitteln der Zukunftsoffensive III“,
sagte der Ministerpräsident.
Professor Reinhold Geilsdörfer, der stellvertretende Direktor
der Berufsakademie Mosbach, erläuterte die Inhalte der neuen
Studienangebote: „Die Studierenden werden mit den Grundlagen
der betrieblichen Leitung von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung,
also der Akut- oder Rehakliniken, Alten- und Pflegeheimen, Krankenkassen,
Kostenträgern des Gesundheitswesens etc., vertraut gemacht.
Sie erhalten neben einer soliden betriebswirtschaftlichen Ausbildung
auch Einblicke in die spezifischen Anforderungen des Gesundheitswesens,
wie Sozialversicherungsrecht, Medizin für Nichtmediziner,
Pflegemanagement und Gesundheitspolitik. Daneben werden Vorlesungen
angeboten, die aus dem Kernbereich der Betriebswirtschaftslehre
stammen.“
Die Vorgespräche mit der regionalen Wirtschaft hätten
ergeben, dass ein lebhaftes Interesse an dem neuen Studiengang „Gesundheitsmanagement“ bestehe. „Die
Berufsakademie wird den Gesundheitseinrichtungen der Region die
benötigten Fachkräfte liefern", sagte der Ministerpräsident.
Die Berufsakademien sind ein baden-württembergisches Erfolgsmodell
der dualen Ausbildung. Sie verbinden eine theoretisch anspruchsvolle
Ausbildung und mit einer praktischen Tätigkeit im Unternehmen.
Die Absolventen stehen schon nach drei Jahren dem Arbeitsmarkt
zur Verfügung. Sie haben ausgezeichnete Berufs- und Aufstiegschancen,
auch bis in hohe und allerhöchste Führungspositionen
der Wirtschaft.
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