Mit über 280 Anmeldungen bei der Langenburg Classic vom 22.
bis 24. April verzeichnen die Veranstalter einen Rekord. Mit dem
Reisezug aus Schweden kommt eine kostbare 69er „Pagode“ und
auch die Sammler aus der Region fahren ihre „heiligen Blechle“ aus.
Mit dem Reisezug aus Schweden kommt Frederik Holm zur 5. Langenburg
Classic vom 22. bis 24. April 2005. Im Gepäck: ein kostbarer
1969-er Mercedes Benz 280 SL, besser bekannt unter dem Namen „Pagode“.
Aber auch mehrere Schweizer und Österreicher sowie Italiener
und Luxemburger haben sich für die Oldtimerrallye mit „Bergrennen“ zwischen
Langenburg und Bächlingen angemeldet.
Die Langenburg Classic 2005 strebt einem neuen Rekord entgegen.
Bisher haben sich über 280 Teilnehmer angemeldet. „Der
Ansturm auf die Veranstaltung war noch nie so groß“,
erklärt Klaus Weckler, der die 5. Langenburg Classic gemeinsam
mit Heiner Großeibl und Klaus Groninger vom L.E.O.-Team organisiert.
Unter den angemeldeten Autos und Motorrädern sind auch rund
30 Fahrzeuge, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Ältestes
Auto ist ein Bouton der französischen Marke De Dion, der 1908
die Werkstore hinter sich ließ. Ein echtes Schmuckstück
mit 4000 Kubikzentimetern Haubraum, aber nur 40 Pferdestärken.
Mit dem Traum aus Stahl und Blech war Peter Trunk aus Mannheim
schon im Vorjahr in Langenburg am Start.
Herausragende Oldtimer sind aber auch das Cadillac Cabrio von
Teusser-Chef Karl Rössle und der von Maik Steinemann gesteuerte
Rolls Royce Silver Ghost Helmut Siglochs. Beide Fahrzeuge rollten
erstmals 1925 über die Straßen. Mit einem Ford A, Baujahr
1928, haben sich Rainer Rau und Johannes Kärcher aus Winnenden
angekündigt.
Nicht weniger als 38 Motorräder und Gespanne wurden für
die Oldtimer-Veranstaltung gemeldet. Die drei ältesten Maschinen – alle
aus dem Jahr 1928 - sind eine Indian des Typs 101 Racer Daytona
von Kurt Krüger, eine Flying Squirrel der Firma Scott mit
Fritz Hofmann am Lenker und die DKW E 250 mit sechs PS von Manfred
Klenk.
Die ersten Fahrzeuge, die am Samstag am „Landtag“ teilnehmen,
verlassen Langenburg bereits früh um acht Uhr. Die rund 100
Teilnehmer an der sportlichen, 280 Kilometer langen Variante des
Oldtimer-Events fahren über Schillingsfürst, Wörnitz
(Durchfahrtskontrolle am Autohof), Feuchtwangen und Lauchheim nach
Aalen. Nach der Mittagspause beginnt dort ab 13 Uhr die Rückfahrt über
Abtsgmünd, Crailsheim (Tag der offenen Tür beim Autohaus
Widmann) und Triensbach. Von drei gemeinsamen Durchfahrtskontrollen
mal abgesehen, sind die touristisch orientieren Oldtimerfans auf
einer völlig anderen, 180 Kilometer langen Tour unterwegs.
Sie fahren über Dünsbach, Crailsheim, Honhardt, Unterdeufstetten,
Dinkelsbühl und Feuchtwangen zur Mittagspause beim Autohof
Wörnitz der Firma Roll. Über Schloss Schillingsfürst,
Gammesfeld und Rot am See treten die Fahrer dann ab 13.45 Uhr die
Rückreise an. Für die Langenburg classic touristisch
sind 78 Fahrzeuge angemeldet. Die Organisatoren rechnen mit der
Rückkehr der ersten Fahrzeuge um 15.30 Uhr.
Die besten Teilnehmer und alle Vorkriegsfahrzeuge der sportlichen
Version der Rallye qualifizieren sich für den Höhepunkt
der Langenburg Classic, den „Bergtag“ am Sonntag, 24.
April. Der Wettbewerb beginnt um 9.30 Uhr mit dem ersten Trainingslauf
der Rennfahrzeuge. Gewonnen hat, wer die zwei Kilometer lange,
kurvige Strecke zwischen Bächlingen im Jagsttal und Langenburg
hoch oben auf dem Berg möglichst in exakt der selben Zeit
zurücklegt bzw. diesem Ziel am nächsten kommt. Hier können
sich die Zuschauer auf spannende Fahrten freuen. Zumal die Museen
von Porsche und Audi mit hochkarätigen Fahrzeugen vertreten
sind.
Langenburg ist am Sonntag wieder weiträumig abgesperrt. Den
Zuschauern werden schon bei der Anfahrt von den Feuerwehrleuten
die Parkplätze zugewiesen. Von hier aus können sie gleich
in die Shuttlebusse einsteigen, die pausenlos zwischen den Parkplätzen
und der „Rennstrecke“ verkehren. Wer’s noch bequemer
möchte, steigt bereits in Gerabronn, Blaufelden, Ilshofen,
Kirchberg und Schwäbisch Hall in die bereit stehenden Sonderbusse,
die Zuschauer völlig kostenlos zur Veranstaltung bringen.
Fahrpläne unter www.nvh.de. Die Veranstaltung wird erneut
von Radio TON, das auch eine Hüpfburg aufbaut, engagiert unterstützt.
Im beheizten Festzelt in Bächlingen und entlang der Strecke
werden die Zuschauer bestens bewirtet.
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