Die Region
Heilbronn-Franken ist auch im vergangenen Jahr überdurchschnittlich
gewachsen. Die gewerbliche Wirtschaft verzeichnet ein Plus von
4,6 Prozent, während es landesweit nur 3,5 Prozent waren.
Beim Besuch des baden-württembergischen Wirtschaftsministers
Ernst Pfister konnte IHK-Präsident Günter Steffen erfreulicherweise
wieder einmal über die positive Entwicklung der Region Heilbronn-Franken
berichten. Während die gewerbliche Wirtschaft im Land ein
Wachstum von 3,5 Prozent verzeichnen konnte, so ist die Region
Heilbronn-Franken m vergangenen Jahr um 4,6 Prozent gewachsen.
Dadurch sei die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor um
500 angestiegen.
Und auch im neuen Jahr behält die Region Kurs. „In
den ersten beiden Monaten sind 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden
und das Wachstum liegt um zwei Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt“,
so Günter Steffen. „Wir sind mit der IHK Freiburg an
der Spitze. Ein Abflauen der Konjunktur ist bei uns nicht feststellbar“,
sagt der Präsident.
Auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister lobte beim Besuch des IHK-
Gemeinschaftsstandes auf der Hannover Messe die Region Heilbronn-Franken
und bezeichnete sie als „einen der Wachstumsmotoren im Land“.
Das zeige sich schon an der deutlich besseren demografischen Entwicklung
und den Erfolgen beim Ausbildungspakt.
Konjunkturbericht der IHK Heilbronn-Franken
"
Die konjunkturelle Lage in der Region ist zu Beginn 2005 weiter
nach oben gerichtet. Insgesamt gesehen beurteilen unsere Unternehmen
die aktuelle Geschäftslage so positiv wie seit dem Frühjahr
2001 nicht mehr. Dies zeigt unsere aktuelle Konjunkturumfrage,
an der sich über 420 Unternehmen aller Branchen beteiligt
haben. Ein Grund zur Entwarnung besteht allerdings nicht. Denn
die Dynamik in der Binnenwirtschaft bleibt nach wie vor schwach."
Getragen wird der verhaltene Aufschwung vor allem durch den boomenden
Export. Seit 1995 hat sich der deutsche Außenhandel auf heute
731 Milliarden Euro fast verdoppelt. Auch unsere traditionell stark
exportorientierte regionale Industrie hat hieran ihren Anteil.
So bezeichnen 35 Prozent der an unserer Konjunkturumfrage teilnehmenden
Industrieunternehmen die aktuelle Lage als gut, 37 Prozent konnten
gar ihre Auftragseingänge aus dem Ausland im Vergleich zum
Vorquartal erhöhen. Und: Die Absatzaussichten bleiben trotz
starker internationaler Konkurrenz nach wie vor günstig.
Auch die Dienstleister unserer Region bewerten das 4. Quartal 2004
optimistischer. Tatsächlich sehen sie augenblicklich die Geschäftslage
fast so positiv wie die Industrie und entwickeln sich so zu einer
verlässlichen Stütze der regionalen Konjunktur. Auch
der Großhandel beurteilt die augenblickliche Lage so günstig
wie seit vier Jahren nicht mehr.
Völlig anders ist hingegen das Bild im Einzelhandel und der
Bauindustrie: Trotz eines zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäftes
bezeichnen rund 77 Prozent der Einzelhändler das Kaufverhalten
der Kunden als zurückhaltend. Und der Abwärtstrend im
Baugewerbe hat sich erneut verschärft.
So wird der nach wie vor fragile Aufwärtstrend zunächst
kaum nennenswerte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben können.
Unsere Binnenkonjunktur, die sehr stark von den Verbrauchern lebt,
kann längst noch nicht aufatmen. Allerdings: Trotz der andauernden
Verunsicherung der Konsumenten – etwa durch die Angst vor
dem Verlust des Arbeitsplatzes – fällt inzwischen die
Zustimmung zu den bereits eingeleiteten Reformen der Sozialsysteme
und des Arbeitsmarktes deutlich positiver aus als noch vor einem
halben Jahr. Dies ist ein Hoffnungszeichen.
Hoffnung macht ebenfalls, dass unsere Unternehmen im vergangenen
Jahr 5,2 % mehr Auszubildende eingestellt haben als noch im Jahr
zuvor. Ein Ergebnis, das weit über dem Landesdurchschnitt
liegt. Und auch der regionale Ausbildungspakt, den wir gemeinsam
mit der Handwerkskammer und weiteren Partnern ins Leben gerufen
haben, kann eine hervorragende Bilanz fürs erste Paktjahr
vorweisen. Kein Bewerber ist unversorgt geblieben.
Die Bereitschaft unserer Unternehmen, wieder verstärkt in
die Ausbildung zu investieren, zeigt wie zukunftsorientiert sie
planen und handeln. Denn durch die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte
stärken sie ihre eigene Position und unseren Standort und
geben jungen Menschen die Chance, in ein interessantes und erfülltes
Berufsleben zu starten.
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