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Region als Motor des Wachstums im Südwesten

     
 
 

18.4.05


 

Die Region Heilbronn-Franken ist auch im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gewachsen. Die gewerbliche Wirtschaft verzeichnet ein Plus von 4,6 Prozent, während es landesweit nur 3,5 Prozent waren.

Beim Besuch des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister konnte IHK-Präsident Günter Steffen erfreulicherweise wieder einmal über die positive Entwicklung der Region Heilbronn-Franken berichten. Während die gewerbliche Wirtschaft im Land ein Wachstum von 3,5 Prozent verzeichnen konnte, so ist die Region Heilbronn-Franken m vergangenen Jahr um 4,6 Prozent gewachsen. Dadurch sei die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor um 500 angestiegen.

Und auch im neuen Jahr behält die Region Kurs. „In den ersten beiden Monaten sind 1.000 neue Arbeitsplätze entstanden und das Wachstum liegt um zwei Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt“, so Günter Steffen. „Wir sind mit der IHK Freiburg an der Spitze. Ein Abflauen der Konjunktur ist bei uns nicht feststellbar“, sagt der Präsident.

Auch Wirtschaftsminister Ernst Pfister lobte beim Besuch des IHK- Gemeinschaftsstandes auf der Hannover Messe die Region Heilbronn-Franken und bezeichnete sie als „einen der Wachstumsmotoren im Land“. Das zeige sich schon an der deutlich besseren demografischen Entwicklung und den Erfolgen beim Ausbildungspakt.

Informationen zur Region

Wachstumszahlen

Konjunkturbericht der IHK Heilbronn-Franken

" Die konjunkturelle Lage in der Region ist zu Beginn 2005 weiter nach oben gerichtet. Insgesamt gesehen beurteilen unsere Unternehmen die aktuelle Geschäftslage so positiv wie seit dem Frühjahr 2001 nicht mehr. Dies zeigt unsere aktuelle Konjunkturumfrage, an der sich über 420 Unternehmen aller Branchen beteiligt haben. Ein Grund zur Entwarnung besteht allerdings nicht. Denn die Dynamik in der Binnenwirtschaft bleibt nach wie vor schwach."

Getragen wird der verhaltene Aufschwung vor allem durch den boomenden Export. Seit 1995 hat sich der deutsche Außenhandel auf heute 731 Milliarden Euro fast verdoppelt. Auch unsere traditionell stark exportorientierte regionale Industrie hat hieran ihren Anteil. So bezeichnen 35 Prozent der an unserer Konjunkturumfrage teilnehmenden Industrieunternehmen die aktuelle Lage als gut, 37 Prozent konnten gar ihre Auftragseingänge aus dem Ausland im Vergleich zum Vorquartal erhöhen. Und: Die Absatzaussichten bleiben trotz starker internationaler Konkurrenz nach wie vor günstig.

Auch die Dienstleister unserer Region bewerten das 4. Quartal 2004 optimistischer. Tatsächlich sehen sie augenblicklich die Geschäftslage fast so positiv wie die Industrie und entwickeln sich so zu einer verlässlichen Stütze der regionalen Konjunktur. Auch der Großhandel beurteilt die augenblickliche Lage so günstig wie seit vier Jahren nicht mehr.

Völlig anders ist hingegen das Bild im Einzelhandel und der Bauindustrie: Trotz eines zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäftes bezeichnen rund 77 Prozent der Einzelhändler das Kaufverhalten der Kunden als zurückhaltend. Und der Abwärtstrend im Baugewerbe hat sich erneut verschärft.

So wird der nach wie vor fragile Aufwärtstrend zunächst kaum nennenswerte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben können. Unsere Binnenkonjunktur, die sehr stark von den Verbrauchern lebt, kann längst noch nicht aufatmen. Allerdings: Trotz der andauernden Verunsicherung der Konsumenten – etwa durch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes – fällt inzwischen die Zustimmung zu den bereits eingeleiteten Reformen der Sozialsysteme und des Arbeitsmarktes deutlich positiver aus als noch vor einem halben Jahr. Dies ist ein Hoffnungszeichen.

Hoffnung macht ebenfalls, dass unsere Unternehmen im vergangenen Jahr 5,2 % mehr Auszubildende eingestellt haben als noch im Jahr zuvor. Ein Ergebnis, das weit über dem Landesdurchschnitt liegt. Und auch der regionale Ausbildungspakt, den wir gemeinsam mit der Handwerkskammer und weiteren Partnern ins Leben gerufen haben, kann eine hervorragende Bilanz fürs erste Paktjahr vorweisen. Kein Bewerber ist unversorgt geblieben.

Die Bereitschaft unserer Unternehmen, wieder verstärkt in die Ausbildung zu investieren, zeigt wie zukunftsorientiert sie planen und handeln. Denn durch die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte stärken sie ihre eigene Position und unseren Standort und geben jungen Menschen die Chance, in ein interessantes und erfülltes Berufsleben zu starten.

 
         
 
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