Reinhold
Würth wurde 70 Jahre und sein Unternehmen feierte gemeinsam
mit zahlreicher Prominenz aus Politik und Wirtschaft das 60-jährige
Bestehen. Zu diesem Jubiläum stiftete der Vorzeigeunternehmen
10 Millionen Euro für die Hochschule in Künzelsau.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Unternehmer Reinhold
Würth als vorbildlichen Arbeitgeber und sozial engagierten Menschen
gewürdigt. «Er gehört zu den Unternehmern in unserem
Land, die wissen, dass mit wirtschaftlichem Erfolg auch eine gesellschaftliche
Verantwortung einhergeht», sagte Schröder am Freitag bei
einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Handelskonzerns in
Künzelsau (Hohenlohekreis).
Im Jahr 1945 hatte Adolf Würth mit der Eröffnung einer
Schraubenhandlung den Grundstein für das Unternehmen gelegt.
Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Reinhold Würth im
Alter von 19 Jahren das Geschäft. Er machte daraus einen weltweit
operierenden Konzern mit mehr als 47.000 Beschäftigten. Das
nach eigenen Angaben weltgrößte Handelsunternehmen für
Befestigungs- und Montagetechnik erwirtschaftete im Geschäftsjahr
2004 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro. Würth werde häufig
als «Schraubenkönig» bezeichnet, sagte Schröder
vor 2400 geladenen Gästen. Normalerweise werde einem König
sein Reich allerdings in die Wiege gelegt. Würth habe es sich
dagegen im Laufe von Jahrzehnten erarbeitet.
Anlässlich des Jubiläums stiftete Würth am Freitag
zehn Millionen Euro für die Hochschule in der Nähe des
Firmenhauptsitzes. Dieser Standort der Fachhochschule Heilbronn
werde künftig den Namen Würths tragen, sagte Baden-Württembergs
Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Der Bestand
der Hochschule in Künzelsau sei damit auf Jahre gesichert. «Mir
ist es gar nicht schwer dabei», sagte Würth nach der
Unterzeichnung der Stiftungsurkunde. Für die gesamte Region
sei damit etwas getan. Oettinger würdigte Würth als «liebenswerten,
genialen Jubilar» und verantwortungsbewussten Arbeitgeber.
Reinhold Würth, der am vergangenen Mittwoch seinen 70. Geburtstag
feierte und zu den reichsten Deutschen gehört, wurde mehrfach
für sein soziales und kulturelles Engagement geehrt. Am Stammsitz
in Künzelsau und im nahe gelegenen Schwäbisch Hall ließ er
Museen errichten. In seiner Sammlung sind mehr als 8.000 Kunstwerke.
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