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Schröder und Oettinger würdigen „Schraubenkönig“ Würth

     
 
 

22.4.05


 

Reinhold Würth wurde 70 Jahre und sein Unternehmen feierte gemeinsam mit zahlreicher Prominenz aus Politik und Wirtschaft das 60-jährige Bestehen. Zu diesem Jubiläum stiftete der Vorzeigeunternehmen 10 Millionen Euro für die Hochschule in Künzelsau.
Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den Unternehmer Reinhold Würth als vorbildlichen Arbeitgeber und sozial engagierten Menschen gewürdigt. «Er gehört zu den Unternehmern in unserem Land, die wissen, dass mit wirtschaftlichem Erfolg auch eine gesellschaftliche Verantwortung einhergeht», sagte Schröder am Freitag bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Handelskonzerns in Künzelsau (Hohenlohekreis).

Im Jahr 1945 hatte Adolf Würth mit der Eröffnung einer Schraubenhandlung den Grundstein für das Unternehmen gelegt. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Reinhold Würth im Alter von 19 Jahren das Geschäft. Er machte daraus einen weltweit operierenden Konzern mit mehr als 47.000 Beschäftigten. Das nach eigenen Angaben weltgrößte Handelsunternehmen für Befestigungs- und Montagetechnik erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro. Würth werde häufig als «Schraubenkönig» bezeichnet, sagte Schröder vor 2400 geladenen Gästen. Normalerweise werde einem König sein Reich allerdings in die Wiege gelegt. Würth habe es sich dagegen im Laufe von Jahrzehnten erarbeitet.

Anlässlich des Jubiläums stiftete Würth am Freitag zehn Millionen Euro für die Hochschule in der Nähe des Firmenhauptsitzes. Dieser Standort der Fachhochschule Heilbronn werde künftig den Namen Würths tragen, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Der Bestand der Hochschule in Künzelsau sei damit auf Jahre gesichert. «Mir ist es gar nicht schwer dabei», sagte Würth nach der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde. Für die gesamte Region sei damit etwas getan. Oettinger würdigte Würth als «liebenswerten, genialen Jubilar» und verantwortungsbewussten Arbeitgeber.

Reinhold Würth, der am vergangenen Mittwoch seinen 70. Geburtstag feierte und zu den reichsten Deutschen gehört, wurde mehrfach für sein soziales und kulturelles Engagement geehrt. Am Stammsitz in Künzelsau und im nahe gelegenen Schwäbisch Hall ließ er Museen errichten. In seiner Sammlung sind mehr als 8.000 Kunstwerke.

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