Übersicht

 
 
   

Würth baut Solarfabrik in Hall

     
 
 

17.5.05


 

Die Würth-Gruppe baut im Haller Solpark eine Fabrik für die Großproduktion von Solaranlagen. In der 55 Millionen Euro teuren Produktionsstätte werden 120 Menschen arbeiten. Die Investition im Solpark ist selbst für den Würth-Konzern ein großer Wurf.

Reinhold Würth ließ es sich nicht nehmen, gestern auf der Bilanzpressekonferenz die Nachricht selbst zu verkünden: "Die Entscheidung ist für den Standort Hall gefallen - das Ding geht in die Gänge." Zu 99 Prozent sei sicher, dass die Würth Solar von Marbach am Neckar nach Hall ziehe und ihre jährliche Produktionsmenge verzehnfache, kündigte der Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe an. 120 Mitarbeiter in Fertigung und Verwaltung sollen dort beschäftigt werden, 67 von ihnen arbeiten zurzeit noch in der Pilotanlage in Marbach. Der Standort am Neckar wird aufgegeben. Die Würth Solar GmbH ist Teil der Sparte Würth-Electronik und gehört damit auch zum Gesamtkonzern der Würth-Gruppe.

Schon in diesem Jahr kann der Bau des Gebäudes für die Großproduktion in Hall beginnen. Von 2007 an soll die Fertigung voll ausgelastet sein, dann werden jedes Jahr zirka 200000 Solarmodule das Werk verlassen. Auf ihnen wird die Kraft der Sonne, mit der so genannten Photovoltaik-Technik, über metallbeschichtete Glasplatten in elektrischen Strom umgewandelt. Die Module wurden vom Würth Solar-Mitgesellschafter, dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart, entwickelt. Anders als herkömmliche Modelle, die aus Silizium bestehen, werden die neuartigen "CIS-Module" mit Kupfer, Indium und Selenid beschichtet. Die Technik soll noch ressourcenschonender sein. Professor Reinhold Würth rechnet in großen Dimension: "Wo die Grenzen für die Solarenergie sind, ist noch nicht abzuschätzen". Die Würth-Gruppe habe schon in Mali Tests gemacht und verkaufe die Photovoltaikanlagen auch schon in Brasilien. Das Verkaufspotenzial vor allem in den Zonen um den Äquator sei enorm, zumal Entwicklungshilfeprojekte Solaranlagen finanzieren, sagte Reinhold Würth.

Großer Schritt für Würth

" Die Investition ist keine kleine Sache", betonte der stellvertretende Sprecher des Würth-Konzerns, Rolf Bauer. Selbst für einen Konzern mit einem Rekordumsatz von 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2004 sind 55 Millionen kein Pappenstiel. Denn: "Es ist die größte Einzelinvestition der Würth-Gruppe in ihrer Geschichte", sagte Bauer. Obwohl in Ostdeutschland staatliche Subventionen locken, will das Unternehmen in Hall bauen. "Wir wollen im Land bleiben", sagte Bauer.

"Eine beachtliche Investition", kommentierte Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. "Wir haben über ein Jahr lang intensive und vertrauensvolle Gespräche geführt", erläuterte Pelgrim am Telefon. "Ich bin froh, dass sie zu einem vollen Erfolg geführt haben." Eine Kooperation mit den Stadtwerken, die ebenfalls auf Solarenergie setzen, würde sich anbieten.

Im ersten Bauabschnitt werde die Würth Solar auf einer Fläche von drei Hektar ihre Produktionshalle aufbauen. Später kämen noch zwei Hektar hinzu. "Für einen Startschuss noch in diesem Jahr steht nichts im Weg", sagte der Oberbürgermeister. Die Mitarbeiter aus Marbach will Pelgrim, wenn es soweit ist, bei der Wohnungssuche unterstützen und ihnen Bauplätze vermitteln. "Die Würth Solar ist wohl die größte Ansiedlung in Hall aus einem Guss", sagt Pelgrim. Kann Hall mit steigenden Steuereinnahmen rechnen? Dazu der Haller OB: "Wir hoffen natürlich, dass die Produktion bald prosperiert und einen Betriebsüberschuss erzielt."

Quelle: Tobias Würth in Haller Tagblatt vom 13. Mai 2005

Investors' Link /Unternehmen in der Region
 
         
 

Heilbronn-Franken...

„Die Region Heilbronn-Franken steht in Deutschland mit an der Spitze der Bundesliga für kleine

Wirtschaftswunder.“
Dr. Michael Rogowski, ehemaliger BDI-Präsident
Bundesverband der Deutschen Industrie

"Eine Stärke der Menschen in dieser Region ist ihr Wissen und Ihre Kompetenz. Beides versetzt sie in die Lage,

neue Technologien und Prozesse zu beherrschen und damit den Standort Heilbronn-Franken wirtschaftlich attraktiv und bekannt zu machen."
Jürgen Lunemann,
Werkleiter, AUDI AG, Neckarsulm
AUDI AG