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Verbindungstechnik in Heilbronn-Franken führend

     
 
 

8.6.05


 

Die Unternehmen der Region sind führend in der Verbindungstechnik. Aber nicht nur mit Namen wie Würth, Berner und BTI. mbo Oßwald im badischen Külsheim-Steinbach bietet Produkte an, die vom Maschinen- und Anlagenbau bis zur Möbelfertigung einsetzbar sind.

Die Teile blitzen stählern, werden von winzig klein bis riesig groß angeboten und sind vom Maschinen- und Anlagenbau bis zur Möbelfertigung einsetzbar. Das Familienunternehmen mbo, das sich der Verbindungstechnik verschrieben hat, fertigt Allroundteile.

Ob Gabelköpfe in langer oder kurzer Ausführung, Kugelzapfen oder -pfannen: „Wir haben 12000 Standardteile auf Lager“, sagt Lothar Winkler, Marketing- und Vertriebsleiter des Familienbetriebes. Vor fast 40 Jahren gründete Anton Oßwald die Firma. Sein Ziel war, Verbindungselemente wie Bolzen oder Gabelköpfe für den industriellen Einsatz herzustellen. Geprüfte Produkte höchster Qualität zu entwickeln und zu produzieren war die Firmenphilosophie des Gründers, dem sich auch seine Söhne Manfred und Rainer Oßwald als Geschäftsführer verpflichtet fühlen.

Den Eingangsbereich des Firmengebäudes in Külsheim-Steinbach schmücken neben den Produkten auch Bilderrahmen mit Zertifikaten. Sie dokumentieren, dass der Anspruch auf Qualitätssicherung während des gesamten Produktionsprozesses gewährleistet ist. Moderne Fertigungsmethoden stehen für eine hohe Arbeitssicherheit. Dabei werden nicht nur Standardprodukte gefertigt, sondern auch individuelle Artikel und Baugruppen. „Wir sind Partner der Industrie“, so Winkler. Das bedeutet, gemeinsam mit dem Kunden Speziallösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Die hohe Flexibilität bei individuellen Kundenwünschen gilt auch für die Lieferung. Just-in-time lautet das Prinzip, bei dem die Lagerhaltung des Kunden minimiert wird. Außerdem bietet das Steinbacher Unternehmen unterschiedliche Verpackungsgrößen und die Kennzeichnung mit Barcode. „Sollte ein Teil benötigt werden, das nicht mehr im offiziellen Lieferprogramm enthalten ist, wird es von uns in kürzester Zeit gefertigt“, erläutert Winkler den Servicegedanken von mbo.

Überall dort, wo Zug und Druck eine Rolle spielen, werden die schnell montierten und demontierten Verbindungsstücke eingesetzt. So werden die vielfältig verstellbaren und einer hohen Belastung ausgesetzten Krankenhausbetten mit mbo-Produkten bestückt, Kupplungs- und Bremsgestänge von Autos werden mit Gabelköpfen made in Külsheim-Steinbach verbunden. Die Branchenpalette ist extrem weit.
Bei Gabelgelenken und Gabelköpfen ist das Familienunternehmen europäischer Marktführer. Exportiert wird aber auch in die USA oder nach Fernost. 42 Länder umfasst die Liste der Exportländer, wobei der Schwerpunkt in Zentraleuropa liegt. Den Stahl für die Verbindungsteile kauft mbo aus Qualitätsgründen nahezu ausschließlich in Deutschland.

In besonderer Weise fühlt sich die Firmenleitung von mbo den Mitarbeitern verbunden. Zwei Jugendliche werden pro Jahr ausgebildet und in der Regel übernommen, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind selbstverständlich. Daneben bietet das Familienunternehmen ungewöhnlich flexible Arbeitszeiten für Mütter. „Die Frauen haben ein unheimlich hohes Potenzial und Wissen“, begründet Eva die Frau des Geschäftsführers Manfred Oßwald, die im Unternehmen für Werbung zuständig ist dieses Engagement. Eine junge Mutter, die mittlerweile rund 150 Kilometer entfernt wohnt, arbeitet beispielsweise lediglich drei Tage pro Monat. Die Nähe zum Unternehmen bleibt so bestehen und eröffnet nach der Kinderphase einen leichteren Einstieg in eine Teil- oder Vollzeitbeschäftigung.

Erfolgreich verlief für das Steinbacher Unternehmen auch in diesem Jahr wieder die Hannover Messe. Ende Mai präsentierte sich die Firma zudem bei der „European automotive components“ in Stuttgart. Die teilweise eher unscheinbaren blitzenden Kleinteile vorzustellen und deren Einsatzvielfalt und Qualität in Kundengesprächen zu erläutern, ist mbo wichtig. Von Umsatzzahlen wird allerdings nicht gesprochen. Eine moderate Umsatzsteigerung ist aber fest eingeplant.

Quelle: Pro 06-2004 von Heike von Brandenstein

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